Milla Jovovich
Ali Larter
Wentworth Miller
Regie: Paul W.S. Anderson
Verleih: Constantin
Willkommen in der Apokalypse: Die Umbrella Corporation hat fast die gesamte Erdbevölkerung mit einem Virus infiziert, das die Menschen in mordende Untote verwandelt. Alice, die noch nicht infiziert ist, macht sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden, um mit ihnen gemeinsam die Umbrella Corporation endgültig zu vernichten. Doch wo Alice und ihre Begleiter voller Hoffnung auf Überlebende auch hinkommen, überall sind schon Infizierte unterwegs. Schon bald befinden sie sich in einer scheinbar ausweglosen Situation.

Für den vierten Eintrag in die Horroractionreihe erlebt die von Milla Jovovich verkörperte Actionamazone Alice ihre Abenteuer in Zombieland erstmals in 3D.
Paul W.S. Anderson ("Death Race"), der zum vierten Mal das Drehbuch der postapokalyptischen Games-Adaption beisteuert und erstmals seit dem Original von 2002 wieder Regie führt, hat die Story des Sequels erklärtermaßen speziell für das Medium 3D konzipiert. Angeknüpft wird dort, wo anno 2007 bei dem eher an "Mad Max" angelehnten "Resident Evil: Extinction" abgebrochen wurde. Wie nicht anders zu erwarten, ist Andersons Ehefrau Jovovich - fotogen choreographiert - damit beschäftigt, Untote endgültig über den Jordan zu schicken. Ihr Erzfeind ist weiterhin die skrupellose Umbrella Corporation, durch deren Verschulden ein Großteil der Menschheit mit dem tödlichen T-Virus infiziert wurde. Der verwandelt sie in blutrünstige Zombies, die stets sabbernd auf der Suche nach frischem Menschenfleisch sind.
Zum Einstieg gibt Alice in mehrfach geklonter Ausgabe den militärischen Mannen des Killerkonzerns Saures, wobei Schusswaffen ebenso effektiv zum Einsatz kommen wie Schwerter. Anschließend fliegt sie auf der Suche nach ihren Freunden aus dem letzten Teil nach Alaska und treibt die unter Amnesie leidende Claire ("Heroes"-Heroine Ali Larter) auf. Es geht zurück nach Los Angeles, wo sie ihre Propellermaschine spektakulär auf dem Dach eines Hochsicherheitsgefängnisses landet. Hier verbirgt sich eine Gruppe von Überlebenden, die sich unter anderem aus einem sympathischen Starathleten, einem arroganten Hollywood-Reporter (sein Schicksal ist unschwer zu erraten), einer angehenden Schauspielerin und einem möglichen Killer zusammensetzen. Während sich vor den Toren Tausende von blutrünstigen Zombies zusammenrotten, planen Alice und ihre neuen Kompagnons ihr Entkommen in die Freiheit. Bis es soweit ist, kommen geneigte Zuschauer in den Genuss von blutspritzender Nonstop-Action, die auch ein haarsträubendes Duell mit einem Angst einflößenden Monsterhenker umfasst.
Anderson, dem seit seinem Hollywood-Durchbruch mit "Event Horizon" gerne angekreidet wird, dass weder Schauspielführung noch Logik zu seinen großen Stärken zählen, versteht es, bildgewaltige Action-Ästhetik zu liefern. Dieses Talent wird durch die 3D-Effekte noch zusätzlich unterstrichen. Ins Auge sticht zudem, dass er sich hinsichtlich der Ästhetik wie auch der Handlung mehrfach vor "Matrix" verbeugt. Und wie schon bei "Event Horizon" schimmert seine Verehrung für Stanley Kubrick durch. Fans des Franchise erhalten auf alle Fälle genau, was sie sich erwarten: knallharte Action, ausgeteilt von einer schönen Frau, die alles andere als zart besaitet ist. ara.
| Darsteller: | Milla Jovovich | als Alice | |
|---|---|---|---|
| Ali Larter | als Claire Redfield | ||
| Wentworth Miller | als Chris Redfield | ||
| Shawn Roberts | als Albert Wesker | ||
| Boris Kodjoe | als Luther | ||
| Kim Coates | als Bennett | ||
| Spencer Locke | als K-Mart | ||
| Kacey Barnfield | als Crystal | ||
| Sergio Peris-Mencheta | als Angel Ortiz | ||
| Norman Yeung | als Kim Yong | ||
| Regie: | Paul W.S. Anderson | ||
| Drehbuch: | Paul W.S. Anderson | ||
| Produzent: | Paul W.S. Anderson | ||
| Jeremy Bolt | |||
| Don Carmody | |||
| Bernd Eichinger | |||
| Samuel Hadida | |||
| Ausf. Produzent: | Victor Hadida | ||
| Martin Moszkowicz | |||
| Kamera: | Glen MacPherson | ||
| Schnitt: | Niven Howie | ||
| Musik: | tomandandy | ||
| Produktionsdesign: | Arvinder Grewal | ||
| Kostüme: | Denise Cronenberg | ||
| Azalia Snail | |||
| Ton: | John J. Thomson | ||
| Casting: | Robin D. Cook | ||
| Suzanne Smith | |||
Milla Jovovich wird nicht müde, Zombies zu jagen. Nur eines vermisst die Action-Amazone auch bei "Resident Evil: Afterlife": lange Röcke zu tragen.
Teil Fünf ist bereits bestätigt: Zombie-Killerin Milla Jovovich macht's Spaß (Foto: Kurt Krieger)
Das ist schon Ihr vierter "Resident
Evil"-Film. Werden Sie der Serie nicht langsam müde?
MILLA JOVOVICH: Überhaupt nicht. Wir haben ja die
Figur der Alice ständig weiterentwickelt. Dass wir's
soweit geschafft haben und die Fans mich noch immer
sehen wollen, hatte ich nie erwartet. Welche Schauspielerin
in Hollywood schafft es schon, viermal die Hauptrolle
in einer Action-Franchise zu spielen? Das dürfen
nur Männer. Die einzige Ausnahme ist Sigourney Weaver, das große Idol meiner Jugendjahre. Ich liebe es
Kampfszenen zu drehen und es richtig krachen zu lassen.
Es macht riesigen Spaß, Zombies in dieser Fantasywelt
zu killen.
Aber befriedigt Sie das als Schauspielerin?
Diese Rolle liegt mir im Blut. Schon als Achtjährige zeichnete ich wilde Superheldencomics. Offenbar wollte ich schon damals Actionheldin werden. Aber ich spiele ich auch ganz ernsthafte Rollen. Vor ein paar Monaten drehte ich "Stone", ein düsteres Thrillerdrama mit Robert De Niro und Edward Norton. Das war ein so bedrückender Part, dass ich an manchen Drehtagen nicht mal meine Tochter sehen wollte - ich war einfach zu schlecht drauf. "Resident Evil" ist da die reinste Erholung - wie Disneyland.
Bei diesem Film führt wieder Ihr
Ehemann Paul W.S. Anderson Regie. Macht das einen großen
Unterschied?
Das ist schon etwas anderes, weil
das Ganze eine richtige Familienangelegenheit geworden
ist. Wir besprechen alles - von der ersten Drehbuchfassung
bis zur Kampfchoreographie. Und am Set
haben wir so viel Vergnügen zusammen - wir sind wie
Kinder. Aber das Wichtigste ist: Wir können beide unsere
Tochter während des Drehs sehen, und am Ende
des Arbeitstags gibt's die gemeinsame Spieleinheit.
Wenn ich dagegen einen anderen Film mache, muss
ich ihr beibringen, dass Papa nicht dabei sein kann -
und das nervt.
Aber Sie können ja nicht ewig
"Resident Evil"-Filme drehen. Werden Sie das vermissen?
Nein, weil ich mit meinem Leben so
viel anfangen möchte, es gibt für mich alle möglichen
Alternativen: Ich kann Mode entwerfen, zeichnen, Musik
machen. Dass ich jetzt zum vierten Mal als Alice vor
der Kamera stehe, ist nur das Tüpfelchen auf dem i.
Könnten Sie sich eigentlich verteidigen,
wenn Sie auf der Straße angegriffen würden?
Zum Glück ist mir das noch nie passiert.
Aber ich glaube, dass ich da ganz gute Chancen
hätte - auf jeden Fall mehr als jemand ohne Training.
Was hielten Sie davon, wenn Ihre
Tochter eines Tages in Ihre Action-Fußstapfen treten
sollte?
Ich fände es toll. Ich will auch, dass
sie Kampfsport lernt. Sie soll genügend Selbstbewusstsein
und Stärke entwickeln. Solange sie nur nicht die
anderen Kinder in der Schule tyrannisiert!
Sie selbst werden demnächst als
Lady De Winter die drei Musketiere tyrannisieren. Wie
passt ein Historienfilm zur Zombiekillerin?
Ich liebe Bücher über französische
und englische Geschichte - und mein Mann, der hierwieder Regie führen wird, auch. Für
mich wird da ein Traum wahr. Ich hatte
noch nie die Chance, einen Historienfilm
zu drehen, in dem ich schöne
Kleider trage. Eigentlich kriege ich
fast nie Gelegenheit, so etwas im
Film anzuziehen. Und jetzt werde ich
wie eine Prinzessin aussehen und
gleichzeitig große Actionszenen
drehen. In langen Röcken! Das wird
ein Riesenspaß.
Wenn es eine Zeitmaschine
gäbe - in welche Epoche würden Sie
reisen?
Ich hätte mal Lust, ein paar Tage
als Madame Pompadour zu leben. Aber nicht zu
lange, denn es wäre mir zu mühselig, ein Korsett zu
tragen. Am besten wäre vielleicht die Zeit nach
der Französischen Revolution. Da bekamen
die Frauen mehr Rechte. Und sie mussten
keine monströsen Kleider mehr anziehen.
Doch sonst fühle ich mich in der Gegenwart
viel wohler. Nur auf eines könnte ich
gut verzichten: meinen absolut verrückten
Zeitplan.
Milla Jovovich wurde 1975 in Kiew geboren und verbrachte ihre Kindheit in der Ukraine. Sie siedelte mit ihrer Familie nach Los Angeles um,...
In der US-Serie "Heroes" spielt das Ex-Model Ali Larter die multiple Persönlichkeit Niki/Jessica Sanders.
Ali Larter wurde am 28. Februar 1976 als...
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