Robert Pattinson
Emilie de Ravin
Pierce Brosnan
Regie: Allen Coulter
Verleih: Concorde
Tyler ist 21 und im ständigen Spannungsverhältnis zu seinem Vater, der nach dem Selbstmord von Tylers Bruder seine Familie fast aufgegeben und Zuflucht in seinem Wall-Street-Job gefunden hat. Auch Allie, ebenfalls 21, hat mit dem Mord an ihrer Mutter eine Tragödie miterlebt. Sie allerdings liebt ihren Vater und nach einigen zögerlichen Dates auch Tyler, mit dem sie so vieles zu verbinden scheint. Doch ein Geheimnis Tylers gefährdet das Glück - wie auch ein Ereignis, das nicht nur diese Beziehung ins Chaos stürzen könnte.

Die Sonne geht auf für alle "Twilight"-Fans", denn der neue Film mit Robert Pattinson ist sensibel, romantisch und sein erstes Drama, das abseits der Hitreihe auch ins Kino kommt.
Abgesehen von "Harry Potter und der Feuerkelch" und der Vampirsaga, fand Pattinsons filmisches Leben hierzulande auf DVD oder Blu-ray statt. "Remember Me" ist deshalb ein Test, ob die Fans dem jungen Briten auch in der Rolle eines Sterblichen ins Kino folgen. Der nach "Die Hollywood-Verschwörung" zweite, prominent besetzte Film von TV-Profi Allen Coulter ("Die Sopranos"), spielt emotional auf "Twilight"-Territorium, ist eine gefühlvolle Romanze, die ihren Star aber etwas mehr aus der Reserve lockt, als ihm das sein Franchise bisher ermöglichte.
Die ersten Bilder allerdings gehören der 11-jährigen Allie, die 1991 zusehen muss, wie ihre Mutter an einem New Yorker Bahnsteig erschossen wird. Zehn Jahre später wird Allie (Emilie de Ravin) vom gleichaltrigen Kommilitonen Tyler (Robert Pattinson) angesprochen. Auch er hat eine familiäre Tragödie miterlebt, seinen älteren Bruder durch Selbstmord verloren. Aus dem zornigen Tyler, der im Schatten seines erfolgreichen, distanzierten Vaters seinen Platz im Leben sucht, und der reiferen Allie, die sich vor der Welt verkrochen hat, wird ein Paar. Doch Tyler verbirgt ein Geheimnis, das seine Gefühle in Frage stellt. Denn ursprünglich war Allie für ihn nur ein Mittel, um ihren Vater, einen Cop, an seinem empfindlichsten Punkt zu treffen.
Man kann den romantischen Auslöser vielleicht nicht glaubwürdig finden, die Lovestory selbst ist es aber schon - ohne aufgesetzte, überzogene Konflikte, weitgehend frei von Kontakten zum Kitsch, wie man sie etwa von Nicholas Sparks kennt. Drehbuchdebütant Will Fetters, der ironischerweise Sparks' aktuellen Roman adaptieren soll, konzentriert sich nicht nur auf die Liebesgeschichte, sondern auf die Beziehungen von mehreren Figuren, die sich durch Verlusterfahrung veränderten. Am besten gelingt ihm das abseits der romantischen Ebene in der Bindung zwischen Tyler und seiner kleinen Schwester (Naturtalent Ruby Jerins) sowie im Verhältnis zwischen Allie und ihrem Vater. Angesichts der zwei Tragödien im Hintergrund inszeniert Coulter erwartet sensibel, aber auch mit Humor und angenehm zurückhaltend. Gerade auch im überraschenden Finale über die Fragilität des Lebens, das der Regisseur einige Szenen zuvor, mit Pattinsons Schattenspiel im morgendlichen Sonnenlicht, ausdrucksstark vorwegnimmt. kob.
| Darsteller: | Robert Pattinson | als Tyler Hawkins | |
|---|---|---|---|
| Emilie de Ravin | als Ally Craig | ||
| Pierce Brosnan | als Charles Hawkins | ||
| Chris Cooper | als Neil Craig | ||
| Lena Olin | als Diane Hirsch | ||
| Ruby Jerins | als Caroline Hawkins | ||
| Tate Ellington | als Aidan Hall | ||
| Gregory Jbara | als Les Hirsch | ||
| Kate Burton | als Janine | ||
| Martha Plimpton | als Helen Craig | ||
| Peyton List | als Samantha | ||
| Justin Grace | als Matthews | ||
| Meghan Markle | als Megan | ||
| Regie: | Allen Coulter | ||
| Drehbuch: | Will Fetters | ||
| Jenny Lumet | |||
| Produzent: | Nick Osborne | ||
| Trevor Engelson | |||
| Ausf. Produzent: | Carol Cuddy | ||
| Robert Pattinson | |||
| Kamera: | Jonathan Freeman | ||
| Schnitt: | Andrew Mondshein | ||
| Musik: | Marcelo Zarvos | ||
| Produktionsdesign: | Scott P. Murphy | ||
| Kostüme: | Susan Lyall | ||
| Casting: | Joanna Colbert | ||
| Richard Mento | |||
Der perfekte romantische Held, das ist Robert Pattinson. Wer könnte also besser die tragischste Figur des letzten Jahrzehnts spielen, als er?
Robert Pattinson hat sich selbst um die Rolle als Kurt Cobain bemüht (Foto: Kurt Krieger)
Robert Pattinson könnte die Idealbesetzung sein für Kurt Cobain, den legendären Frontmann der Grunge-Vorreiter Nirvana: Seine Musik sprengte in den Neunzigern alle Grenzen, seine Texte waren so genial wie undurchdringlich, sein Look inspirierte eine ganze Generation. Kurt Cobains spektakulärer Selbstmord mit einer Schrotflinte machte ihn schließlich fast zum Märtyrer, sicher aber zu einem unsterblichen Idol für seine Fans.
Einen ähnlichen Hype löst heute Robert Pattinson aus - auch, wenn dessen Fans natürlich jünger sind und der Wirbel um "Twilight" weniger einer ernstzunehmenden rebellischen Geisteshaltung entspringt als schmachtenden Teenagersehnsüchten.
Trotzdem ist Robert Pattinson ein guter Kandidat für den geplanten Film über das Leben von Kurt Cobain. Als verliebter Vampir mit Gewissenbissen in "Twilight" und aktuell in "Remember Me" als Sinnsuchender, dessen Bruder Selbstmord begangen hat, verkörpert Robert Pattinson wie kein anderer den tragischen jungen Heldentyp.
Dieser Ansicht ist auch Kurt Cobains Witwe Courtney Love. Und die hat beim Cobain-Film mit dem Arbeitstitel "All Apologies" das letzte Wort in Sachen Darsteller, Regisseur, Drehbuch und Musik. Das war nämlich Loves Bedingung, unter der sie einem Film über ihren verstorbenen Gatten überhaupt erst zugestimmt hat.
Davon hatte auch Robert Pattinson Wind bekommen, der von Anfang an scharf auf die Rolle als Kurt Cobain war. Ein Insider verrät: "Robert hat Courtney nonstop mit Anrufen und E-Mails bombardiert. Anfangs war sie davon etwas irritiert, aber jetzt ist Robert Pattinson für sie die erste Wahl, um Kurt zu spielen."
Aber Courtney Love selbst hat auch eine fixe Idee: Sie will unbedingt, dass Scarlett Johansson ihren Part übernimmt. Zwar ist Johansson eindeutig hübscher als es Love selbst zu ihren besten Zeiten je war, dennoch stehen die Chancen nicht schlecht. Denn Scarlett Johansson ist eng mit Frances Bean befreundet, der gemeinsamen Tochter von Kurt Cobain und Courtney Love.
Als Regisseur für das Kurt-Cobain-Biopic hat Love übrigens keinen Geringeren als "Benjamin Button"-Macher David Fincher im Visier. Ob Courtney Love diese Wünsche auch alle erfüllt bekommt, muss sich erst noch zeigen. So oder so steht aber zu befürchten, dass nicht alle Nirvana-Fans den Film begrüßen werden: Courtney Love wird von vielen wegen ihres Umgangs mit dem Andenken an Kurt Cobain schwer kritisiert, manche halten sie gar für mitschuldig an dessen Tod.
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