Originaltitel: Analyze That
USA 2002
Robert De Niro
Billy Crystal
Lisa Kudrow
Regie: Harold Ramis
Verleih: Warner
Mafiaboss Paul Vitti (Robert De Niro) sitzt im Knast und wird berechtigt nervös, als ihm zunehmend die Kontrolle über den Zellenblock entgleitet. Jetzt wäre ein Psychiater recht, der ihn für haftunfähig erklärt. Da erinnert sich Paul seines alten Freundes Dr. Ben Sobel (Billy Crystal). Der kriegt Pauls frühzeitige Freilassung tatsächlich fertig, trägt fortan allerdings höchstselbst die Verantwortung für den zivilen Werdegang des Bewährungshäftlings. Wird Sobels Ehefrau (Lisa Kudrow) angesichts des neuen Hausgastes ausrasten? Wird Vitti ein braver Kellner? Und wer zum Teufel versucht dauernd, ihn umzubringen?
Der kaum minder rasante Nachfolger des besten Buddy-Movies der vergangenen fünf Jahre, erneut in Szene gesetzt von Harold Ramis.
Nach der Entlassung auf Bewährung will der depressive Mafioso Robert De Niro ganz bürgerlich leben. Das geht in die Hose, trotz Hilfe von "Seelenklempner" Billy Crystal.
Da ist es wieder, das ultimative Gespann Robert De Niro und Billy Crystal. Schon 1999 brachten sie die Lachmuskeln mit "Reine Nervensache" zum Beben.
Die Story vom krankhaft ängtlichen Mafia-Paten Paul Vitti und seinem schrecklich spießigen Psychiater Ben Sobel geht in die zweite Runde. Jetzt kommt die Fortsetzung - noch verrückter, noch wilder, noch schräger, schlicht und einfach noch besser!
Denn auf geht es in die Abgründe der Psyche mit einem etwas anderen "Resozialisierungsprogramm". Im Knast knallt Paul Vitti fast durch, kurz vor Ende der Haftzeit tobt er wie ein Irrer in der Zelle, schmettert Songs aus "West Side Story" und bringt die Anstaltsleitung mit seinem seltsamen Benehmen dazu, ihn auf Bewährung vorzeitig zu entlassen.
Unter einer Bedingung: Der traurige Mafioso muss von Sobel betreut werden. Und nicht nur das! Der Psychoklempner soll ihn gar - zum Entsetzen seiner Angetrauten - ins traute Heim aufnehmen, um ihn ständig unter Kontrolle zu haben.
Das kann nicht gut gehen, zumal Paulemann ein neues, sprich stinkbürgerliches Leben plant. In traditionellen Mafia-Kreisen ziemlich unüblich. Schon bald stehen frühere Kumpane auf der Matte und wollen nicht nur Hände schütteln...
Natürlich lässt Regisseur Harold Ramis keine Gelegenheit zu einer witzigen Pointe oder einer absurden Situation aus.
Da versucht sich Paul alias De Niro als Autoverkäufer und preist die Karre mit dem riesigen Kofferraum an, weil man da "mindestens drei Leichen unterbringen" kann. Ein anderes Mal fragt er erstaunt den potentiellen Brötchengeber, "was zum Teufel sind Steuern?", als der ihm etwas von Lohnabzug vorfaselt.
Sobel besorgt dem ungeduldigen Ex-Mafioso einen Job nach dem anderen, doch dem fehlt die Lust für solche Lappalien. Erst als technischer Berater bei der TV-Serie "Little Caesar" über eine Mafia-Familie fühlt er sich wie ein Fisch im Wasser, kann Lokalkolorit einbringen und richtige schwere Jungs anschleppen.
Neben De Niro und Crystal gibt es ein Wiedersehen mit Lisa Kudrow als Sobels Frau mit ausgeprägtem Ordnungs-Tick und den guten, alten Joe Viterelli als Vittis Bodyguard Jelly, der für seinen Boss durchs Feuer gehen würde.
Zur Stammbesetzung stößt Cathy Moriarty, die als Mafia-Witwe Patty LoPresti die alteingesessene Ganoven-Familie mit eiserner Hand führt. Und damit das Ganze auch authentisch wirkt, gab ein leibhaftiger Psychiater Tipps (und wunderte sich, wie sicher De Niro die Panikattacken spielte).
[IMG#126249_3.jpg#Bodyguard Jelly zeigt dem Doc,
wo's lustig ist
#LEFT]De Niro und Crystal sind ein eingespieltes Team mit Spaß an der Komödie und toppen sich gegenseitig. Obgleich sie völlig unterschiedlich arbeiten: Christal klopft gerne mal spontan einen komischen Spruch und lässt den professionellen Standup-Comedian raus, während De Niro sich immer genau und sorgfältig vorbereitet.
Gerade dieser Gegensatz ist das Salz in der Suppe. Höhepunkt des abgefahrenen Treibens ist De Niros Auftritt als Sänger und Tänzer. Wenn der sonst so missmutig dreinblickende Mime die Beine schwingt und im Gefängnis Bademantel in bestem Bariton "West Side Story" anstimmt, bleibt kein Auge trocken.
| Darsteller: | Robert De Niro | als Paul Vitti | |
|---|---|---|---|
| Billy Crystal | als Ben Sobel | ||
| Lisa Kudrow | als Laura Sobel | ||
| Joe Viterelli | als Jelly | ||
| Cathy Moriarty | als Patti LoPresti | ||
| Reg Rogers | als Raoul Berman | ||
| John Finn | als Richard Chapin | ||
| Kyle Sabihy | als Michael Sobel | ||
| Callie Thorne | als Agent Cerrone | ||
| Pat Cooper | als Masiello | ||
| Frank Gio | als Lou Rigazzi | ||
| Donna-Marie Recco | als Sheila | ||
| Richard Maldone | als Joey | ||
| Moet | als Trish | ||
| Brian Rogalski | als Earl | ||
| Thomas Rosales | als Coyote | ||
| Joseph D'Onofrio | als Revolvermann | ||
| Regie: | Harold Ramis | ||
| Drehbuch: | Harold Ramis | ||
| Peter Steinfeld | |||
| Peter Tolan | |||
| Produzent: | Jane Rosenthal | ||
| Paula Weinstein | |||
| Koproduzent: | Suzanne Herrington | ||
| Ausf. Produzent: | Len Amato | ||
| Bruce Berman | |||
| Chris Brigham | |||
| Billy Crystal | |||
| Barry Levinson | |||
| Kamera: | Ellen Kuras | ||
| Schnitt: | Andrew Mondshein | ||
| Musik: | David Holmes | ||
| Produktionsdesign: | Wynn Thomas | ||
| Adam Scher | |||
| Kostüme: | Aude Bronson-Howard | ||
| Ton: | Tom Nelson | ||
| Casting: | Ellen Chenoweth | ||
Eine aufstrebende Schauspielerin ist unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen, nachdem sie den Kameratruck am Set des neuen Films von Robert De Niro und Billy Crystal, "Analyze That", erklommen hatte. Die 23-jährige Amanda Winklevoss spielte zwar nicht in der Fortsetzung zu dem Komödienhit "Reine Nervensache" mit, aber kam zufällig am Set vorbei.
Ein Augenzeuge berichtet: "In dem Gebäude wurde gerade gedreht und draußen stand dieser Kameratruck. Eine Rampe führte von der Straße auf das Fahrzeug. Obwohl ihre Freunde ihr davon abraten, erklomm Amanda einfach über die Rampe den Laster. Die Leute im Truck sagten ihr, sie solle verschwinden, doch dann hörte man Amanda nur noch schrecklich schreien."
Ein Mitarbeiter von Warner Bros. berichtete, sie sei von dem LKW gefallen. Man brachte die junge Frau zwar sofort ins Krankenhaus, doch dort konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden. Während Freunde mutmaßen, sie hätte womöglich einen elektrischen Schock erlitten, gibt ein Polizist an: "Der toxikologische Bericht lässt eher auf eine Überdosis Alkohol oder Kokain schließen."
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