Originaltitel: In Good Company
USA 2004
Dennis Quaid
Topher Grace
Scarlett Johansson
Regie: Paul Weitz
Verleih: Tobis
Ein Unglück kommt selten allein für Dan Foreman (Dennis Quaid): Erst setzen die neuen Verlagsbesitzer dem alteingesessenen Anzeigenaquisiteur beim Sports America Magazine den neuen, halb so alten und ziemlich nassforschen Juniorchef Carter Duryea (Topher Grace) vor die Nase, dann berichtet auch noch seine Frau dem ohnehin frisch verschuldeten Familienvater von der baldigen Ankunft eines dritten Kindes. Da tröstet es nur wenig, als sich der neue Chef gleich beim ersten Hausbesuch in Dans attraktive Erstgeborene Alex (Scarlett Johansson) verliebt.
Der seit "The Day after Tomorrow" wieder bestens beschäftigte Dennis Quaid wandelt auf den Spuren von Jimmy Stewart in einer gewohnt lakonischen Familienkomödie vom dafür zuständigen Spezialisten Paul Weitz ("About a Boy").
Ein Feelgood-Movie mit Witz und Herz: Scarlett Johansson verliebt sich ausgerechnet in den Harvard-Schnösel, der ihrem Vater den Job gestohlen hat.
Jetzt reicht's Junge. Dennis Quaid lässt sich von Topher Grace nicht mehr unterbuttern (Foto: Tobis)
Eigentlich geht es dem Anzeigenleiter Dan Foreman (Dennis Quaid) gut. An seinem Arbeitsplatz bei der Zeitschrift "Sports America" ist er angesehen, privat könnte er für eine Bilderbuchfamilie Reklame machen mit seiner Ehefrau, den zwei netten Töchtern und dem schnuckeligen Vorstadthaus.
Aber das Leben hat leider auch Überraschungen parat, gute wie schlechte. Erst eröffnet ihm die Gattin, dass er mit 51 Jahren noch mal Vater wird, dann verkündet Tochter Alex (Scarlett Johansson), dass sie gerne in New York ein teures College besuchen möchte.
Da der Gehaltsscheck pünktlich kommt und die Bank eine zweite Hypothek aufs Häuschen genehmigt, scheint alles in Butter.
Doch dann der Hammer: "Sports America" wird an einen Mischkonzern verkauft und der neue Manager kennt nicht "hire", sondern nur "fire".
Zwar wird der Oldie nicht wie ein Großteil seiner Kollegen ruckzuck entlassen, muss jedoch sein schickes Büro für einen halb so alten und total unerfahrenen Schnösel räumen, der ihm sagt, wo es langgeht.
Der Harvard-Kotzbrocken Carter Duryea (Topher Grace) führt ganz neue Sitten ein - Sonntags-Meetings, Motivationstraining bei Nacht und Nebel und Basketballspiele, das schlimmste ist sein pseudokluges Gequatsche von Synergien und Cross-Promotion. Da er Null Ahnung hat, hängt er sich an den altgedienten Foreman und lädt sich sogar selbst zum abendlichen Familiendinner ein.
Ganz nebenbei verliert er sein Herz an Alex, die ihn zart becirct, bald sind sie ein Liebespaar. Als der Papa die Affäre rauskriegt, rastet er aus und macht den Milchbubi zur Minna.
Selten wurde das Big Business mit seinen schmutzigen und menschenunwürdigen Machenschaften so aufs Korn genommen und selten knallten zwei so unterschiedliche Typen wie Hollywood-Urgestein Dennis Quaid und Shooting-Star Topher Grace ("Mona Lisas Lächeln") mit soviel Witz, Wut und Widerwillen aufeinander.
Aber wenn der junge Karrierist mit Scarlett Johansson ("Lost in Translation", "Das Mädchen mit dem Perlenohrring") turtelt und plötzlich merkt, es gibt noch etwas wichtigeres als Macht, Markt und Moneten, das alte Rauhbein trickreich seinen tollen Job zurückerobert und die beiden sogar Buddies werden, ist die Welt wieder in Ordnung.
| Darsteller: | Dennis Quaid | als Dan Foreman | |
|---|---|---|---|
| Topher Grace | als Carter Duryea | ||
| Scarlett Johansson | als Alex Foreman | ||
| Marg Helgenberger | als Ann Foreman | ||
| David Paymer | als Morty | ||
| Clark Gregg | als Steckle | ||
| Philip Baker Hall | als Eugene Kalb | ||
| Selma Blair | als Kimberly | ||
| Frankie Faison | als Corwin | ||
| Ty Burrell | als Enrique Colon | ||
| Kevin Chapman | als Lou | ||
| Amy Aquino | als Alicia | ||
| Zena Grey | als Jana Foreman | ||
| Malcolm McDowell | als Teddy K | ||
| Lauren Tom | als Geburtshelferin | ||
| Regie: | Paul Weitz | ||
| Drehbuch: | Paul Weitz | ||
| Produzent: | Chris Weitz | ||
| Paul Weitz | |||
| Koproduzent: | Kerry Kohansky | ||
| Ausf. Produzent: | Rodney Liber | ||
| Andrew Miano | |||
| Kamera: | Remi Adefarasin | ||
| Schnitt: | Myron I. Kerstein | ||
| Musik: | Stephen Trask | ||
| Produktionsdesign: | William Arnold | ||
| Sue Chan | |||
| Kostüme: | Molly Maginnis | ||
| Ton: | David Wyman | ||
| Casting: | Joseph Middleton | ||
Sie ist erst 20 Jahre jung und zählt schon zu Hollywoods gefragtesten Leinwand-Ladies: In "Reine Chefsache" fängt Scarlett Johansson eine Affäre mit Folgen an.
Ganz einfach: Es spornt an! Wenn einem jemand wie John Travolta die Bälle zuspielt, dann will man natürlich nicht diejenige sein, die eine Szene vermasselt. Zudem ist es sehr inspirierend, ich lerne von so erfahrenen Schauspielern viel.
Manchmal, aber die Ehrfurcht muss man ganz schnell verdrängen, weil sie dem Schauspiel gar nicht gut tut. Im vergangenen Sommer habe ich mit Woody Allen gedreht. Bei meinen ersten Szenen war ich so aufgeregt, dass ich plötzlich herumgestammelt habe - bis ich mich selbst fragte: "Was zur Hölle tust du hier eigentlich? Reiß dich zusammen!" Danach lief alles ganz wunderbar.
In "Reine Chefsache" an der Seite von Dennis Quaid, einem Vater in der Midlife-Crisis (Foto: Tobis)
Dennis Quaid würde ich sofort als Vater adoptieren, allerdings ist er dazu fast ein bisschen zu sexy. Unser Vater-Tochter-Verhältnis in "Reine Chefsache" hat mich an meine eigene Beziehung zu meinem Vater erinnert.
John Travolta, mit dem ich "A Love Song for Bobby Long" gedreht habe, war wie ein Spielkamerad für mich. Er kann richtig albern sein, ist zudem unglaublich großzügig und warmherzig. Ebenso Woody Allen. Die Leute denken immer, er sei egozentrisch, dabei ist er ganz liebenswürdig und immer für seine Schauspieler da. Grundsätzlich hat sich bis jetzt keiner meiner Filmpartner so verhalten, als sei ich ein Teenie, dem man Ratschläge erteilen müsste.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich mich jemals daran gewöhnen werde. Einerseits bin ich sehr dankbar für den Zuspruch des Publikums - das ermöglicht mir, weiterhin gute Filme zu drehen. Auf der anderen Seite ist "Berühmt sein" ein seltsam abstraktes Konzept der Medien, das leider auch bedeutet, einen Teil seines Privatlebens aufzugeben. Es ist irritierend, in den Zeitungen intime Dinge über sich selbst zu lesen.
Ich gehe nicht mehr zu McDonald's. Allerdings nicht, weil ich bekannt bin, sondern weil mich der Film "Super Size Me" abgeschreckt hat.
Schmetterlinge im Bauch: Scarlett Johannsson und Topher Grace in "Reine Chefsache" (Foto: Tobis)
Ein bisschen schon, aber ich versuche, meine Rollen mit Bedacht auszuwählen. Das ist schwerer, als man denkt, weil es so viele Dinge gibt, die ich wahnsinnig gerne machen würde. Aber ich kann nun mal nicht auf allen Hochzeiten tanzen und möchte definitiv vermeiden, dass die Leute müde werden, meine Nase überall zu sehen.
Ich würde mich nicht als sexy bezeichnen - außer ich versuche, jemanden zu verführen. Aber natürlich schmeichelt es mir, wenn man mich als sexy bezeichnet. Auf jeden Fall ist das angenehmer, als wenn mich die Leute abstoßend fänden.
Tennager trifft auf verschrobenen Literaturprofessor: "A Love Song for Bobby Long" (Foto: Lion Gate Films)
Eine Zeitung hat mal geschrieben, ich sei die schlimmste Diva von ganz Hollywood und hätte ein größeres Ego als Jennifer Lopez. Es gab dazu nicht mal eine richtige Story mit belegenden Fakten, sondern einfach nur eine dicke Schlagzeile mit meinem Foto dazu. Ich war völlig perplex, als ich das las, und fand es gleichzeitig auch lächerlich.
Ich lese ständig Geschichten über mich, die nicht wahr sind. Das Verrückte ist, dass mir sogar Beziehungen zu Leuten wie Prinz William angedichtet werden, die ich noch nie getroffen habe. Egal, was ich sage: Es wird meistens falsch ausgelegt. Das musste ich in den letzten Monaten leider lernen.
Ich bin Single, weil ich momentan sehr viel arbeite. Da ist es einfacher, keine ernsthaften privaten Verpflichtungen zu haben. Das heißt aber nicht, dass ich keine Beziehung haben möchte. Ich bin offen dafür, sollte sich etwas ergeben.
Ja, allerdings weiß ich noch nicht genau, was da auf mich zukommt; das Drehbuch wird gerade umgeschrieben. Ich habe bereits ein Schießtraining absolviert, damit ich beim Umgang mit den Waffen professionell wirke. Ich muss jetzt auch los und ein paar Push-ups machen, wenn Sie mich entschuldigen.
Er trägt ein charmantes und manchmal verwirrtes Siegerlächeln, ist der Typ der lockeren Verführung, der keiner Affäre abgeneigt ist und dabei...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.