Originaltitel: Restless
Israel/Deutschland/Frankreich/Kanada/Belgien 2008
Moshe Ivgy
Ran Danker
Karen Young
Regie: Amos Kollek
20 Jahre nach seiner Ankunft in New York hat sich der gescheiterte Poet und Ramschverkäufer Moshe noch immer nicht eingefunden. Bei seiner Ausreise hatte er seine Frau und seinen kleinen Sohn in Israel zurückgelassen, um im Land der unbegrenzten Möglichkeiten neu anzufangen.
Während er in New York rastlos von einem Tag in den nächsten lebte, ist sein Sohn in Israel erwachsen geworden. Eine Entwicklung, von der Moshe nichts mitbekam. Er hatte alle Kontaktversuche unbeantwortet gelassen.
Erst als die Ex-Frau plötzlich verstirbt und er die Männerstimme auf seinem Anrufbeantworter als seinen Sohn identifiziert, holt seine Vergangenheit ihn ein. Eine Weile hält Moshe seine harte Fassade noch aufrecht. Er verprügelt seinen Vermieter und macht sich bei Yolanda, der neuen Barkeeperin seines Stammlokals, durch seine Sprüche unbeliebt.
Doch dann erhält er von Shimon, dem Besitzer der Bar, den Auftrag, die snobistischen jüdischen Gäste bei Laune zu halten. Widerwillig beginnt Moshe, Gedichte und Geschichten aus seinem Leben vorzutragen. Und mit jedem Abend, an dem er dem wachsenden Publikum von sich erzählt, offenbart er ein Stück mehr seiner brüchigen Persönlichkeit. Und auch in seinen Gesprächen mit seiner Bekanntschaft Sheila und mit Yolanda, die er langsam für sich gewinnen kann, findet er zu sich und wird sich seiner Sehnsüchte bewusst.
Doch während sich Moshe langsam auf eine Aussöhnung vorbereitet, wächst bei Tzach der Groll auf den Vater. Nach dem Tod der Mutter, sucht er Ablenkung in seiner Arbeit als Scharfschütze der israelischen Armee. Als er dann wegen eines tragischen Zwischenfalls die Armee verlassen muss, fehlt ihm jede Perspektive. Voller Wut und Enttäuschung reist er nach New York und stellt seinen Vater zur Rede.
Über Jerusalem sagt Amos Kollek, dass diese Stadt der einzige Ort sei, an dem er Ruhe finden könne und an dem er sich zuhause fühle. New York hingegen liebe er. Seine Filme - auch sein neuester - spielen sowohl hier als auch dort. Das Pendeln zwischen diesen beiden Städten hat der Regisseur und Schriftsteller Amos Kollek früh angefangen. Die Gabe des akribischen und zurückhaltenden Beobachters und Erzählers schulte er an beiden Orten.
Mit "Rastlos" legt Amos Kollek eine außergewöhnliche, autobiografisch gefärbte Vater-Sohn-Geschichte vor. Sie spielt vor dem Hintergrund der tiefgreifenden Veränderungen in Israel und der gesamten westlichen Welt nach den
Anschlägen vom 11. September.
Quelle: ARTE, www.arte.tv
| Darsteller: | Moshe Ivgy | als Moshe | |
|---|---|---|---|
| Ran Danker | als Tzach | ||
| Karen Young | als Yolanda | ||
| Tzahi Grad | als Shimon | ||
| Phyllis Somerville | als Sheila | ||
| Michael Moshonov | als Michael | ||
| Arnon Zadok | als Mossayof | ||
| Albert Ilouz | als Pini | ||
| Miri Mesika | als Neta | ||
| Regie: | Amos Kollek | ||
| Drehbuch: | Amos Kollek | ||
| Produzent: | Sébastien Delloye | ||
| Diana Elbaum | |||
| Thanassis Karathanos | |||
| Martin Paul-Hus | |||
| Michael Tapuah | |||
| Kamera: | Virginie Saint-Martin | ||
| Schnitt: | Yitzhak Sehayek | ||
| Produktionsdesign: | John Meighen | ||
| Kostüme: | Janet Campbell | ||
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