Märchen-Spektakel von Bob Hoskins, das die Probleme des Erwachsenwerdens thematisiert. http://images.kino.de/flbilder/max96/bf96/bf23/b9623007/b150x150.jpg Rainbow - Die phantastische Reise auf dem Regenbogen

Filmdetails

Rainbow - Die phantastische Reise auf dem Regenbogen

Märchen-Spektakel von Bob Hoskins, das die Probleme des Erwachsenwerdens thematisiert.


Rainbow - Die phantastische Reise auf dem Regenbogen
Start: 04.07.1996

Originaltitel: Rainbow

Fantasy

Kanada/Großbritannien 1995
Laufzeit: 97 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Bob Hoskins
Dan Aykroyd
Saul Rubinek

Regie: Bob Hoskins
Verleih: Jugendfilm (Central)

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Inhalt

Vier New Yorker Kinder versuchen dem grauen Alltag zu entfliehen. Ihre Hirngespinste werden zur Realität, als es ihnen auf ihrer Suche nach dem Schatz am Ende des Regenbogens gelingt, sich in das bunte Naturphänomen einzuschleusen. Kurz darauf geschehen die seltsamsten Dinge. Die Temperaturen steigen, die Menschen werden unfreundlich und gewalttätig. Das Chaos regiert, der Weltuntergang droht. Da stellt sich heraus, das all dies damit zu tun hat, daß einer der Jungen im Regenbogen ein paar Lichtfunken an sich genommen hat, die in seinen Händen zu Goldstücken wurden.


Kritik

Rainbow - Die phantastische Reise auf dem Regenbogen

"Rainbow", Bob Hoskins' zweite Regiearbeit nach "Raggedy Rawney", ist vor allem in technischer Hinsicht interessant, wurde er doch als erster Spielfilm im Digital-High-Definition-Verfahren (DHD) realisiert. Leider wurden im Zuge dieser durchaus lobenswerten Pionierarbeit jedoch Dramaturgie und Story vernachlässigt, was sich etwas auf Rhythmus und Tempo des Öko-Märchens niederschlägt.

DHD ist eine Weiterentwicklung des gängigen High-Definition-Video-Systems, das - im Vergleich zu früheren Video-Verfahren - eine schärfere und klarere Bildqualität ermöglicht. Für die Filmproduktion von größerem Wert ist jedoch der finanzielle Aspekt: Spiel- und Trickszenen konnen direkt bearbeitet, Computergrafiken und Animationen problemlos integriert, sowie Mediendaten und Aufnahmen im Verhältnis 16 : 9 problemlos umgewandelt werden. Also ein Lichtblick für Independent-Produktionen? Mag sein. Doch kostengünstigere Technik kann weder künstlerische Schaffenskraft noch solides Handwerk ersetzen. Ein Film wird auch in Zukunft nur so gut wie sein Drehbuch und dessen Umsetzung sein.

Erneut stehen Kinder im Mittelpunkt von Bob Hoskins' Film, Stadtkinder diesmal, beheimatet in New York. Mit Träumereien versuchen sie ihrem grauen Alltag zu entfliehen. Ihre Hirngespinste werden zur Realität, als es ihnen auf ihrer Suche nach dem Schatz am Ende des Regenbogens gelingt, sich in das bunte Naturphänomen einzuschleusen. Kurz darauf geschehen die seltsamsten Dinge. Die Temperaturen steigen, die Menschen werden unfreundlich und gewalttätig. Das Chaos regiert, der Weltuntergang droht. All das hat damit zu tun, daß Steven im Regenbogen ein paar Lichtfunken an sich genommen hat, die in seinen Händen zu Goldstücken wurden.

Eine schnörkellose, leicht nachvollziehbare Story, zugeschnitten auf ein jugendliches Publikum, einige Minuten arg plumpe Spezialeffekte und - für die Erwachsenen - ein Kurzauftritt von Dan Aykroyd als hinterwäldlerischer Sheriff. So läßt sich "Rainbow" kurz zusammenfassen. Zu wenig hat Bob Hoskins, der als skurriler Opa eine schöne Rolle hat, seine Figuren ausgearbeitet, zu lieblos erzählt er seine Geschichte. Die Problemfelder ums Erwachsenwerden und Eingreifen des Menschen in den Lauf der Natur werden zwar angerissen, aber nicht konsequent weiterentwickelt. Einige poetische Momente können nicht wettmachen, daß Hoskins' Arbeit auch Längen aufweist. Zu viel Technik, zu wenig Herz für ein unbeschwertes, kurzweiliges Kinovergnügen, bei dem Freddie Francis' makellose, tiefenscharfe Kameraarbeit voll überzeugt. geh.

Rainbow - Die phantastische Reise auf dem Regenbogen

Darsteller:  Bob Hoskins   als Frank Bailey
  Dan Aykroyd   als Sheriff Wyatt Hampton
  Saul Rubinek   als Sam Cohen
  Terry Finn   als Jackie Bailey
  Jacob Tierney   als Steven
  Willy Lavendal   als Mike
  Jonathan Schuman  
  Eleanor Misrahi  
  Jack Fisher  
 
Regie:  Bob Hoskins  
Drehbuch:  Ashley Sidaway  
  Robert Sidaway  
Produzent:  Robert Sidaway  
  Nicolas Clermont  
Ausf. Produzent:  Gary Smith  
  Mike Prince  
  Graham Hampson Silk  
  Philip Hampson Silk  
Kamera:  Freddie Francis  
Schnitt:  Ray Lovejoy  
Musik:  Alan Reeves  

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