Märchenhafte, zum Parodistischen neigende Verfilmung des Kult-Historien-Comics von 1937. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz27/z0227069/b150x150.jpg Prinz Eisenherz

Filmdetails

Prinz Eisenherz

Märchenhafte, zum Parodistischen neigende Verfilmung des Kult-Historien-Comics von 1937.


Prinz Eisenherz
Start: 24.07.1997

Originaltitel: Prince Valiant

Abenteuer / Komödie

Deutschland/Großbritannien/Irland 1997
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Stephen Moyer
Katherine Heigl
Thomas Kretschmann

Regie: Anthony Hickox
Verleih: Constantin

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
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Temperatur

lau

Inhalt

Die Wikinger-Brüder Sligon und Thagnar haben die Eltern von Eisenherz abgeschlachtet und das magische Schwert Excalibur an sich gerissen, um auf den Thron zu kommen. Doch Eisenherz, Knappe auf Schloß Camelot, macht seinem Namen alle Ehre und versucht, dies zu verhindern. Liebe und Unterstützung findet er bei Prinzessin Ilene.


Kritik

Prinz Eisenherz

Es schien keine zeitgemäße, aber mutige Idee zu sein, als Bernd Eichinger vor Jahren eine Verfilmung des seit 1937 erfolgreichen Comics von Harold Foster ankündigte. Henry Hathaways Cinemascope-Version von 1954 war bislang die einzige, aber längst nicht definitive Version des Kultstrips, doch die versprochene, von Bernd Eichinger als ausführender Produzent betreute Neuauflage bleibt weit im Schatten des Oldies. Deutlich auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten, fehlt "Prinz Eisenherz" der von Schauplatz, Story und Figuren zwingend geforderte epische Atem, womit auch die Luft an der Kasse dünn werden könnte.

Die Visionen des als Regisseur angeheuerten Briten Anthony Hickox, dessen letzter Film "Tödliche Umstände" an den deutschen Kinokassen nicht gerade Furore machte, orientieren sich an den Bedürfnissen eines Actionfilms im überschaubaren Budgetbereich, der seine limitierten Mittel nie kaschieren kann. Trotz einiger Außenaufnahmen in Wales spielt ein Großteil des zum Teil in den Babelsberger Studios entstandenen Films im Inneren einiger allenfalls in Teilansichten gezeigter Schlösser. Wenigen Totalen steht eine Vielzahl hektisch aneinandergereihter halbnaher und naher Einstellungen gegenüber, die den finanziellen Rahmen dieser deutsch-britisch-irischen Koproduktion verschleiern sollen. Und dies für einen Film, der Camelot und die Tafelrunde von König Arthus (Edward Fox) als Background benutzt und dabei deren mythische Aura - im Unterschied etwa zu Jerry Zuckers "Der erste Ritter" - drastisch zurechtstutzt. Der von Hickox und Produzent Carsten Lorenz entworfene Plot ist dabei nicht mehr als eine Aneinanderreihung von unübersichtlichen Überfällen und Befreiungen, in die Knappe Eisenherz (Newcomer Stephen Moyer) und seine schutzbefohlene Prinzessin Ilene (Katherine Heigl, zuletzt Steven Seagals Tochter in "Alarmstufe: Rot II") auf der Suche nach dem von arglistigen Wikingern geraubten sagenhaften Schwert Excalibur verwickelt werden. Die obersten Nordmänner geben Thomas Kretschmann und Udo Kier ganz in der Tradition von Ur-Punks zum Besten, und Zurückhaltung gehörte dabei sichtbar nicht zum mimischen Wortschatz.

Freilich sind nicht nur hier parodistische Züge unübersehbar, womit deutlich wird, daß dieser "Prinz Eisenherz" sich mehr der Komik als dem Comic verpflichtet fühlt. Als Brückenschlag zur Vorlage dienen dabei einige Zeichentricksequenzen, die mit Kostendämpfung wohl den wichtigsten Beitrag leisten. "Borrow - this is Camelot?", beschreibt Gaststar Ron Perlman das zentrale Dilemma dieses auch in seinen Effekten solidarisch barbarischen Films, der seine Zuschauer über Action und parodistische Momente zu erreichen versucht, weil er (sich) ein optisch beeindruckendes Spektakel nicht leisten kann. kob.

Prinz Eisenherz

Darsteller:  Stephen Moyer   als Prinz Eisenherz
  Katherine Heigl   als Prinzessin Ilene
  Thomas Kretschmann   als Thagnar
  Udo Kier   als Sligon
  Edward Fox   als König Arthus
  Ron Perlman   als Boltar
  Warwick Davis   als Pechet
  Joanna Lumley   als Morgana Le Fey
  Benjamin Pullen   als Prinz Arn
  Anthony Hickox   als Sir Gawain
  Zachary Galligan   als Sir Kay
  Jodie Kidd   als Lady of the Lake
  Marcus Schenkenberg   als Tiny
  Catherine Hiegel  
 
Regie:  Anthony Hickox  
Drehbuch:  Anthony Hickox  
  Carsten H. W. Lorenz  
  Michael Frost Beckner  
Produzent:  Carsten H. W. Lorenz  
Koproduzent:  Reinhard Klooss  
Ausf. Produzent:  Bernd Eichinger  
  Tom Rosenberg  
  Jim Gorman  
Buchvorlage:  Harold R. Foster  
Kamera:  Roger Lanser  
Schnitt:  Martin Hunter  
Musik:  David Bergeaud  
Produktionsdesign:  Crispian Sallis  
Kostüme:  Lindy Hemming  

Star

Katherine Heigl

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