Im Gegensatz zu ihren Freundinnen, die den lieben langen Tag nichts anderes im Sinn zu haben scheinen, als sich für den Mann zurecht zu machen bzw. vor diesem zu glänzen, hat Elizabeth Bennet auch noch einen Kopf zum Denken und keine besondere Lust, sich eher früher als später einen männlichen Klotz ans lange Bein zu binden. Da tritt plötzlich ein kluger junger Engländer in ihr Leben, den genau das fasziniert. Elizabeths Dauerfreund Jack, der sein Glück schon vergeblich versuchte, ist beunruhigt.

Variationen von Jane-Austen-Geschichten in der Gegenwart haben schon mal besser funktioniert als in dieser vor den Kulissen des modernen Utah angesiedelte Beziehungskomödie, schon weil der zeitlose Brauch des Kuppelns sich eben leichter in die Jetztzeit verlegen lässt (Emma = "Clueless") als beispielsweise der Stände- und Moraldünkel des vorviktorianischen Englands (Stolz und Vorurteil). Engagiert gespielt, in manchen Szenen amüsant beobachtet und ironisch gebrochen, insgesamt ein guter Tipp für Romantikerinnen und Austen-Fans.
| Darsteller: | Kam Heskin | als Elizabeth Bennet | |
|---|---|---|---|
| Orlando Seale | als Darcy | ||
| Lucila Sola | als Jane | ||
| Kelly Stables | als Lydia | ||
| Honor Bliss | als Anna Darcy | ||
| Ben Gourley | als Charles Bingley | ||
| Amber Hamilton | als Kitty | ||
| Kara Holden | als Caroline Bingley | ||
| Rainey Kerwin | als Mary | ||
| Henry Maguire | als Jack Wickam | ||
| Hubbel Palmer | als Collins | ||
| Regie: | Andrew Black | ||
| Drehbuch: | Anne K. Black | ||
| Jason Faller | |||
| Katherine Swigert | |||
| Produzent: | Jason Faller | ||
| Koproduzent: | Kynan Griffin | ||
| Ausf. Produzent: | Daniel Shanthakumar | ||
| Buchvorlage: | Jane Austen | ||
| Kamera: | Travis Cline | ||
| Schnitt: | Alexander Vance | ||
| Produktionsdesign: | Anne K. Black | ||
| Ton: | Rob Nylund | ||
| Casting: | Kate Kennedy | ||
Seit Jahren führen Kostümfilme die Kinozuschauer in die Vergangenheit. Hochgetürmte Frisuren, gepuderte Perücken und wallende Reifröcke sind für die wenigen Stunden auf der Kinoleinwand so wunderbar romantisch.
In "Marie Antoinette" mit Kirsten Dunst spielen Kostüme die Hauptrolle (Foto: Sony Pictures)
Der Klassiker stammt aus dem Jahr 1939: "Vom Winde verweht" mit Clark Gable und Vivien Leigh. Vor dem Hintergrund des amerikanische Bürgerkriegs sprüht der Film vor Drama und Romantik.
Seitdem haben wir vor allem Jane Austen die verträumte Vorstellung des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Traumfabrik hat ihre Bücher in wunderbare Filme wie "Emma" mit Gwyneth Paltrow, "Sinn und Sinnlichkeit" mit Emma Thompson und "Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley verwandelt. Alle drei Dramen durften sich über Oscar-Nominierungen freuen. Emma Thompson nahm sogar für das Drehbuch einen Goldjungen entgegen.
Dass Historienfilme immer wieder mit Auszeichnungen rechnen dürfen, zeigte auch "Shakespeare in Love". Gleich siebenmal wurde der Film von der Academy geehrt. Gwyneth Paltrow angelte sich die goldene Statue als beste Hauptdarstellerin und Dame Judi Dench nahm mit nur einem achtminütigen Auftritt als Königin Elizabeth den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause.
Der Spitzenreiter ist aber "Vom Winde verweht". Das Drama wurde 1939 mit acht Goldstatuen ausgezeichnet und dann gibt es da natürlich noch den großen Erfolgshit von 1997, "Titanic", mit elf Oscars geehrt - wenn man das Drama, das 1919 spielt, noch zu den Kostümfilmen zählen will. Historienfilme berühren also nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker. So ist es nicht verwunderlich, dass das Genre auch weiterhin Furore macht.
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