Richard Gere
Julia Roberts
Ralph Bellamy
Regie: Garry Marshall
Verleih: Warner
Der Spekulant Edward Lewis stolpert bei einer Geschäftsreise in Los Angeles über die naive Prostituierte Vivian. Vivian scheint ihm sympathisch, und so heuert der smarte Millionär das Mädchen für eine Woche als Begleitung an. In dieser Zeit entwickelt sich aus dem Gossengirl eine junge Frau, die nach anfänglichen Schwierigkeiten in der High Society anerkannt wird. Doch auch Edward wandelt sich in Gegenwart der Traumfrau vom Finanzhai zum Finanzier mit sozialem Bewusstsein.
Garry Marshalls modernes Märchen integriert die altbekannte Pygmalion- und Aschenputtel-Thematik in ein modernes Yuppie-Ambiente im feinen Beverly Hills und trifft damit den Nerv der Zeit. Über neun Millionen Kinozuschauer begeisterten sich für die Leinwandromanze zwischen dem Alt-Gigolo Richard Gere und Traumfrau Julia Roberts, die mit diesem Film ihre Gagen in Millionenhöhe schraubte.
Richard Gere und Julia Roberts bilden in einer zeitgemäßen Aschenputtelversion das Traumpaar der Filmgeschichte.
Vivian ist Prostituierte in Los Angeles. Als eines Nachts ein Sportwagen vor ihr hält, wittert sie das große Geschäft.
Und tatsächlich: Der reiche Finanzhai Edward Lewis ist von Vivians Anwesenheit so angetan, dass er sie gleich für eine Woche als seine Begleitung engagiert.
Doch zuerst muss das einfache Mädchen von der Straße salonfähig gemacht werden, um in der High Society nicht aufzufallen.
Das moderne Märchen von Aschenputtel als Bordsteinschwalbe, die ihren Prinzen in Gestalt eines Finanzjongleurs findet, die in der Oper weint und im Edelrestaurant die Maßanzugträger mit Schneckenwerfen aus der Fasson bringt, war 1989 die erste Disney-Produktion, in der eine Prostituierte - natürlich mit goldenem Herzen - auftrat.
Julia Roberts wurde über Nacht zur Traumfrau und stieg mit einer Oscar-Nominierung in die 1. Liga der Schauspieler auf. "Pretty Woman" wurde nicht einmal vom Sequel "Die Braut, die sich nicht traut", ebenfalls von Garry Marshall inszeniert, an Popularität überboten.
| Darsteller: | Richard Gere | ||
|---|---|---|---|
| Julia Roberts | |||
| Ralph Bellamy | |||
| Jason Alexander | |||
| Laura San Giacomo | |||
| Hector Elizondo | |||
| Regie: | Garry Marshall | ||
| Drehbuch: | J. F. Lawton | ||
| Produzent: | Arnon Milchan | ||
| Steven Reuther | |||
| Kamera: | Charles Minsky | ||
| Musik: | James Newton Howard | ||
Seit Pretty Woman Julia Roberts ihre Zwillinge bekommen hat, warten Fans ungeduldig auf eine Rückkehr der Schauspielerin auf die Leinwand. Doch scheint das Warten nun vergeblich, denn Roberts will keine Filme mehr drehen.
Das letzte große Filmprojekt der Hollywood-Schönheit war "Ocean's Twelve". Im November 2004 kamen ihre Kinder Phinnaeus und Hazel zur Welt und Julia Roberts schenkte ihnen verständlicherweise ihre ganze Aufmerksamkeit.
Seit der Geburt ihrer Sprösslinge hat die Oscar-Preisträgerin lediglich in einem Musikvideo von Dave Matthews mitgespielt und animierten Figuren in "Wilbur und Charlotte" und "Ant Bully" ihre Stimme geliehen.
Im März 2006 wird Roberts ihr Broadwaydebüt geben und möchte sich bis dahin auch ausschließlich auf das Theater konzentrieren. Für die 37-Jährige ist Hollywood bereits Geschichte. "Sie hat genug von der Schauspielerei," so ein Insider. "Sie möchte sich mehr um ihre Kinder und Eheman Danny Moder kümmern. Der Auftritt am Broadway wird ihre letzte Rolle sein und ist für den Abschied perfekt."
Freunden zufolge wollte Julia Roberts schon seit ihre Kinder geboren sind, Hollywood und Los Angeles den Rücken kehren. "Sie will eine Veränderung ihrer Umgebung und eine neue Aufgabe", sagt ein Vetrauter. "Julia will nicht einfach nur als Schauspiel-Star bekannt sein. Sie will, dass ihre Kinder auf ihre Karriere blicken und da mehr sehen, als nur 'Pretty Woman'."
Hollywood und die Fans werden die Schauspielerin mit dem breiten Lächeln auf jeden Fall vermissen.
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