Zack Ward
Chris Coppola
David Foley
Regie: Dr. Uwe Boll
Verleih: Kinostar
Der arbeitslose Dude (Zack Ward) hat nun endlich genug Frust angestaut, um seine dürftigen Pläne, richtig Geld zu verdienen, in die Tat umzusetzen. Um seiner verdammenswerten Existenz zu entkommen, verbündet er sich widerwillig mit seinem kriminellen Onkel Dave (David Foley). Der beabsichtigt, das derzeit schwer angesagte Kinderspielzeug OKrotch-y-Dolls zu klauen und sogleich wieder gewinnbringend zu verhökern. Doch was bei dem Raubzug schief gehen kann, geht nach allen Regeln der Komödie gründlich daneben.
Videogame-Dompteur Uwe Boll ("Bloodrayne") hat sich diesmal das titelgebende, in Deutschland nicht erhältliche Amoklauf-Spiel vorgenommen und ganz frei danach eine wilde Trash-Satire angerichtet, die einem die wahrste Wahrheit über Osama bin Laden näher bringt.
Wer sagt, dass Videogames im Kino nur Action zu bieten haben? Uwe Boll ("BloodRayne") lässt eine Komödie ohne Geschmacksgrenzen vom Stapel. 100 Prozent politisch unkorrekt!
Er ist der King der Videogame-Adaptionen - Uwe Boll, der es gerne richtig krachen lässt, verfilmt jetzt ein PC-Spiel als satirische Komödie mit besonderem Augenzwinkern. Eine höhere Form von Frustabbau, die man als gestresster Bürger Amerikas von Zeit zu Zeit bitter nötig hat.
"Postal" dreht der Kleinstadt Paradise City den Rücken zu und macht es sich auf der großen Kinoleinwand bequem. Darauf haben Millionen von Fans auf der ganzen Welt gewartet. Genervt von der spießigen Gemeinde im beschaulichen Städtchen Paradise City, geht der Postal Dude (Zack Ward) auf einen Zwerchfell erschütternden Feldzug durch die belebten Straßen. Nicht nur Katzen, Anwohner und Polizisten legen sich mit dem smarten Helden an, selbst Osama Bin Laden (Larry Thomas) ist angesichts solcher Dreistigkeit erzürnt.
Welcome to America, Gottes eigenem Land, wo Recht und Ordnung herrschen und Osama Bin Laden mit George W. Bush spazieren geht (Foto: Kinostar)
Der arbeitslose Dude lebt mit seiner Frau Bitch in einem kleinen Wohnwagen am Rand der Stadt. Nach einem erfolglosen Bewerbungsgespräch und dem Gang zum Sozialamt plant er mit Onkel Dave (David Foley) einen Raubzug. Ziel ist es, verkäufliches Merchandise zu klauen und anschließend bei Ebay zu verhökern. Blöd nur, dass just in diesem Moment die Taliban in Paradise eintreffen, mit einem wesentlich perfideren Plan im Hinterkopf.
Mohammed verteidigt seinen im Ort untergetauchten Chef Bin Laden mit der MG und macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Paradise wird zum Schlachtfeld des Terrors. Doch nicht nur Waffen, vor allem viel Witz sorgen für einen schockierend respektlosen Genuss, bei dem Dude, in einem kuriosen "Falling Down"-Szenario, lernt, wie befreiend es sein kann, wenn einem nichts geblieben ist, das man noch verlieren könnte.
| Darsteller: | Zack Ward | als Dude | |
|---|---|---|---|
| Chris Coppola | als Richard | ||
| David Foley | als Onkel Dave | ||
| Michael Benyaer | als Mohammed | ||
| Erick Avari | als Habib | ||
| Ralf Moeller | als Officer John | ||
| Chris Spencer | als Officer Greg | ||
| Larry Thomas | als Osama Bin Laden | ||
| Seymour Cassel | als Paul | ||
| Verne J. Troyer | |||
| Regie: | Dr. Uwe Boll | ||
| Drehbuch: | Dr. Uwe Boll | ||
| Produzent: | Dr. Uwe Boll | ||
| Dan Clarke | |||
| Shawn Williamson | |||
| Jonathan Shore | |||
| Kamera: | Mathias Neumann | ||
| Schnitt: | Julian Clarke | ||
| Musik: | Jessica de Rooij | ||
| Produktionsdesign: | Tink | ||
| Kostüme: | Maria Livingstone | ||
| Casting: | Sunday Boling | ||
Regisseur Uwe Boll verärgert einige Kinozuschauer und Gamer mittlerweile so sehr, dass sie per Internet-Petition versuchen, den Regisseur zu stoppen. Boll selbst reagiert.
Filme von Uwe Boll mag nicht jeder. Genaugenommen finden die meisten Kinozuschauer seine Werke zum Davonlaufen. Allerdings hat der Regisseur, der sich gern an Videospielen vergreift ("Alone in the Dark", "Postal"), auch eine beachtliche Fangemeinde.
Boll ist unmöglich. Boll ist Kult. Beides trifft auf den Deutschen zu, der offen zugibt, dass ihm die Meinung anderer piep-egal ist. Schon einmal machte er aus seiner anarchistischen Haltung einen PR-Gag und forderte Journalisten, die ihn besonders schwer verrissen hatten, zum öffentlichen Boxkampf heraus.
Nun bringt er sich wieder in die Schlagzeilen: Einige erboste Kinobesucher und gekränkte Gamer sind der Meinung, Uwe Boll solle endlich aufhören mit seinen degenerierten Filmen. Sie entwarfen eine Petition, bei der im Netz gegen den Regisseur abgestimmt werden kann. Bisher wartet die Aktion mit 18.000 Stimmen auf.
Boll, bei einem Interview auf die Petition angesprochen, erklärt: "18.000 Stimmen überzeugen mich nicht. Eine Million wären ok - und schon haben wir ein neues Ziel."
Damit macht der Regisseur erneut deutlich, was er von Presse und Öffentlichkeit hält: Er pfeift drauf.
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