Bewusst vollkommen politisch unkorrekte Satire, der nichts und niemand heilig ist. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz34/z0734550/b150x150.jpg Postal

Filmdetails

Postal

Bewusst vollkommen politisch unkorrekte Satire, der nichts und niemand heilig ist.


Postal
Start: 18.10.2007

Action / Komödie

USA/Kanada/Deutschland 2007
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Zack Ward
Chris Coppola
David Foley

Regie: Dr. Uwe Boll
Verleih: Kinostar

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Der arbeitslose Dude (Zack Ward) hat nun endlich genug Frust angestaut, um seine dürftigen Pläne, richtig Geld zu verdienen, in die Tat umzusetzen. Um seiner verdammenswerten Existenz zu entkommen, verbündet er sich widerwillig mit seinem kriminellen Onkel Dave (David Foley). Der beabsichtigt, das derzeit schwer angesagte Kinderspielzeug OKrotch-y-Dolls zu klauen und sogleich wieder gewinnbringend zu verhökern. Doch was bei dem Raubzug schief gehen kann, geht nach allen Regeln der Komödie gründlich daneben.

Videogame-Dompteur Uwe Boll ("Bloodrayne") hat sich diesmal das titelgebende, in Deutschland nicht erhältliche Amoklauf-Spiel vorgenommen und ganz frei danach eine wilde Trash-Satire angerichtet, die einem die wahrste Wahrheit über Osama bin Laden näher bringt.


Kritik

Wer sagt, dass Videogames im Kino nur Action zu bieten haben? Uwe Boll ("BloodRayne") lässt eine Komödie ohne Geschmacksgrenzen vom Stapel. 100 Prozent politisch unkorrekt!

Großansicht Dude will die Stadt umdekorieren (Foto: Kinostar)

Dude will die Stadt umdekorieren (Foto: Kinostar)

Er ist der King der Videogame-Adaptionen - Uwe Boll, der es gerne richtig krachen lässt, verfilmt jetzt ein PC-Spiel als satirische Komödie mit besonderem Augenzwinkern. Eine höhere Form von Frustabbau, die man als gestresster Bürger Amerikas von Zeit zu Zeit bitter nötig hat.

"Postal" dreht der Kleinstadt Paradise City den Rücken zu und macht es sich auf der großen Kinoleinwand bequem. Darauf haben Millionen von Fans auf der ganzen Welt gewartet. Genervt von der spießigen Gemeinde im beschaulichen Städtchen Paradise City, geht der Postal Dude (Zack Ward) auf einen Zwerchfell erschütternden Feldzug durch die belebten Straßen. Nicht nur Katzen, Anwohner und Polizisten legen sich mit dem smarten Helden an, selbst Osama Bin Laden (Larry Thomas) ist angesichts solcher Dreistigkeit erzürnt.

Großansicht Welcome to America, Gottes eigenem Land, wo Recht und Ordnung herrschen und Osama Bin Laden mit George W. Bush spazieren geht (Foto: Kinostar)

Welcome to America, Gottes eigenem Land, wo Recht und Ordnung herrschen und Osama Bin Laden mit George W. Bush spazieren geht (Foto: Kinostar)

Terror im Paradies

Der arbeitslose Dude lebt mit seiner Frau Bitch in einem kleinen Wohnwagen am Rand der Stadt. Nach einem erfolglosen Bewerbungsgespräch und dem Gang zum Sozialamt plant er mit Onkel Dave (David Foley) einen Raubzug. Ziel ist es, verkäufliches Merchandise zu klauen und anschließend bei Ebay zu verhökern. Blöd nur, dass just in diesem Moment die Taliban in Paradise eintreffen, mit einem wesentlich perfideren Plan im Hinterkopf.

Mohammed verteidigt seinen im Ort untergetauchten Chef Bin Laden mit der MG und macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Paradise wird zum Schlachtfeld des Terrors. Doch nicht nur Waffen, vor allem viel Witz sorgen für einen schockierend respektlosen Genuss, bei dem Dude, in einem kuriosen "Falling Down"-Szenario, lernt, wie befreiend es sein kann, wenn einem nichts geblieben ist, das man noch verlieren könnte.

Postal

Darsteller:  Zack Ward   als Dude
  Chris Coppola   als Richard
  David Foley   als Onkel Dave
  Michael Benyaer   als Mohammed
  Erick Avari   als Habib
  Ralf Moeller   als Officer John
  Chris Spencer   als Officer Greg
  Larry Thomas   als Osama Bin Laden
  Seymour Cassel   als Paul
  Verne J. Troyer  
 
Regie:  Dr. Uwe Boll  
Drehbuch:  Dr. Uwe Boll  
Produzent:  Dr. Uwe Boll  
  Dan Clarke  
  Shawn Williamson  
  Jonathan Shore  
Kamera:  Mathias Neumann  
Schnitt:  Julian Clarke  
Musik:  Jessica de Rooij  
Produktionsdesign:  Tink  
Kostüme:  Maria Livingstone  
Casting:  Sunday Boling  

Stoppt Boll

Regisseur Uwe Boll verärgert einige Kinozuschauer und Gamer mittlerweile so sehr, dass sie per Internet-Petition versuchen, den Regisseur zu stoppen. Boll selbst reagiert.

Großansicht Schrecken der Kritiker: Uwe-Boll-Filme (Szene aus "Postal") (Foto: Kinostar)

Schrecken der Kritiker: Uwe-Boll-Filme (Szene aus "Postal") (Foto: Kinostar)

Filme von Uwe Boll mag nicht jeder. Genaugenommen finden die meisten Kinozuschauer seine Werke zum Davonlaufen. Allerdings hat der Regisseur, der sich gern an Videospielen vergreift ("Alone in the Dark", "Postal"), auch eine beachtliche Fangemeinde.

Boll ist unmöglich. Boll ist Kult. Beides trifft auf den Deutschen zu, der offen zugibt, dass ihm die Meinung anderer piep-egal ist. Schon einmal machte er aus seiner anarchistischen Haltung einen PR-Gag und forderte Journalisten, die ihn besonders schwer verrissen hatten, zum öffentlichen Boxkampf heraus.

Nicht ganz überzeugend

Nun bringt er sich wieder in die Schlagzeilen: Einige erboste Kinobesucher und gekränkte Gamer sind der Meinung, Uwe Boll solle endlich aufhören mit seinen degenerierten Filmen. Sie entwarfen eine Petition, bei der im Netz gegen den Regisseur abgestimmt werden kann. Bisher wartet die Aktion mit 18.000 Stimmen auf.

Boll, bei einem Interview auf die Petition angesprochen, erklärt: "18.000 Stimmen überzeugen mich nicht. Eine Million wären ok - und schon haben wir ein neues Ziel."

Damit macht der Regisseur erneut deutlich, was er von Presse und Öffentlichkeit hält: Er pfeift drauf.

Star

Ralf Moeller

* 12.01.1959

Star

Verne J. Troyer

* 01.01.1969

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