Josh Lucas
Kurt Russell
Jacinda Barrett
Regie: Wolfgang Petersen
Verleih: Warner
Im Nordatlantik legt eine gewaltige Welle ein als unsinkbar eingestuftes Kreuzfahrtschiff pünktlich zur Sylvesterparty aufs Kreuz. Eingeschlossen in der Wasserfalle wollen kluge Männer wie der Navy-Offizier Dylan (Josh Lucas) und der Feuerwehrmann Robert (Kurt Russell) nicht auf unwahrscheinliche Rettung von außen warten und brechen mit einer Handvoll Mitstreiter zur Odyssee durch den fallengespickten Schiffsbauch auf.
Wolfgang Petersen ("Das Boot", "Der Sturm") bleibt dem nassen Element treu und setzt auch in seiner jüngsten starbesetzten, 150 Millionen teuren Produktion ganz auf die Macht der großen Effekte. Frei nach einem Katastrophenklassiker der goldenen 70er Jahre.
Wolfgang Petersen sticht wieder in See: Nach "Das Boot" und "Der Sturm" setzt der Star-Regisseur einmal mehr neue Maßstäbe in Sachen Action und atemberaubende Effekte.
Dylan und weitere Passagiere kämpfen im Luxusschiff gegen tödliche Gefahren (Foto: Warner)
Ein Traumschiff wird zur Todesfähre - immer wieder sorgt dieses Schauerszenario für dramatische Kinomomente. Allein der Untergang der Titanic wurde über zehn Mal verfilmt. Actionexperte Wolfgang Petersen lenkt das See-Desaster-Thema in neue Gewässer: Er verpasste dem 70er-Jahre-Hit "Die Höllenfahrt der Poseidon" einen aufregenden Neuanstrich.
Der Mann hat ein Händchen für nervenaufreibende Action auf hoher See, schließlich ist das kalte Nass sein Element: Mit seinem Kriegsschiffdrama "Das Boot" erlangte er 1981 internationalen Ruhm und setzte mit dem Riesenwellen-Blockbuster "Der Sturm" Jahrzehnte später einen weiteren Meilenstein im Katastrophenfilmgenre.
Schauplatz seines neuen Schiff-Spektakels ist ein bombastischer Luxusliner, der am Silvesterabend mitten im unwirtlichen Nordatlantik von einer Monsterwoge getroffen wird. Mit bahnbrechenden Effekten und in beeindruckenden Bildern zeigt Petersen, wie die 50 m hohe Wasserwand den Edelkutter zum Inferno-Schauplatz macht.
Während die meisten Überlebenden in einem angeblich luftdichten Ballsaal auf Hilfe warten, wagt eine kleine Gruppe die Flucht durch die Untiefen des kenternden Ozeangiganten. Unter den Helden wider Willen: der zynische Zocker Dylan (Josh Lucas), Ex-Bürgermeister Robert (Kurt Russell), dessen Tochter Jenny (Emmy Rossum) und Architekt Richard (Richard Dreyfuss).
Für sie wird die Suche nach einem Rettungsweg zur Höllentour. Wasserdichtes Fazit: Petersen ist ein Adrenalin puschendes Ozeanopus gelungen, das garantiert an der Spitze der Kinocharts schwimmen wird!
| Darsteller: | Josh Lucas | als Dylan Johns | |
|---|---|---|---|
| Kurt Russell | als Robert Ramsey | ||
| Jacinda Barrett | als Maggie James | ||
| Richard Dreyfuss | als Richard Nelson | ||
| Emmy Rossum | als Jennifer Ramsey | ||
| Mía Maestro | als Elena | ||
| Mike Vogel | als Christian | ||
| Kevin Dillon | als Lucky Larry | ||
| Freddy Rodriguez | als Valentin | ||
| Jimmy Bennett | als Conor James | ||
| Stacy Ferguson | als Gloria | ||
| Andre Braugher | als Captain Michael Bradford | ||
| Kirk B.R. Woller | als Chief Officer Reynolds | ||
| Regie: | Wolfgang Petersen | ||
| Drehbuch: | Mark Protosevich | ||
| Produzent: | Wolfgang Petersen | ||
| Mike Fleiss | |||
| Duncan Henderson | |||
| Akiva Goldsman | |||
| Koproduzent: | Todd Arnow | ||
| Kimberly Miller | |||
| Chris Briggs | |||
| Ausf. Produzent: | Benjamin Waisbren | ||
| Jon Jashni | |||
| Kevin Burns | |||
| Sheila Allen | |||
| Buchvorlage: | Paul Gallico | ||
| Kamera: | John Seale | ||
| Schnitt: | Peter Honess | ||
| Musik: | Klaus Badelt | ||
| Produktionsdesign: | William Sandell | ||
| Kostüme: | Erica Edell Phillips | ||
| Ton: | David Kelson | ||
| Casting: | Janet Hirshenson | ||
| Jane Jenkins | |||
Er war Kinderstar in dem Elvis-Presley-Film "Ob blond, ob braun", Profibaseballspieler wie sein Vater und Actionstar in "Die Klapperschlange" - Kurt Russell hat viele Gesichter.
Kurt Russell ist mit Goldie Hawn zusammen und der Stiefvater von Kate Hudson (Foto: Kinowelt)
» Sie haben jetzt schon mit zwei großen deutschen Regisseuren gedreht, gibt es etwas, das typisch deutsch ist an den beiden?
KURT RUSSELL: So eine Frage verlangt nach Stereotypen und ich finde, dass man das so nicht sagen kann. Fest steht, dass beide Filme sehr teuer waren und beide sehr fähig waren, das zu schaukeln. Ich finde, beide können ihre Visionen verwirklichen, auch, wenn riesige Personengruppen involviert sind. Das kann nicht jeder. Sowohl "Stargate" von Roland Emmerich als auch "Poseidon" von Wolfgang Petersen hätten total den Bach runtergehen können, wenn ein anderer Regisseur sie gedreht hätte.
» Finden Sie, dass die Deutschen humorlos sind?
Also, ich finde sie lustig, offenbar passt da das DNA-Verhältnis. Und ich zum Beispiel habe nie diese dummen Witze über jüdische Frauen verstanden, die angeblich schlecht im Bett sind. Alle jüdischen Frauen, mit denen ich je geschlafen habe, waren fantastisch! Aber im Grunde ist es doch ohnehin so, dass diese vorgefertigten Urteile heute auf die meisten Nationen nicht mehr zutreffen. Da kann man eher bestimmte Gruppenzugehörigkeiten ausmachen.
In "Poseidon" versucht er, möglichst viele Menschen von dem untergehenden Schiff zu retten (Foto: Warner)
» Ein Beispiel?
Meine Lebensgefährtin Goldie Hawn hat kürzlich diesen Typen getroffen, der mit seinem Fahrrad die Welt bereist hat, drei Jahre lang. Er meinte, die Argentinier seinen die nettesten Leute von allen. Und er hat auch gesagt, dass die Bauern überall auf der ganzen Welt gleich waren, egal, in welchem Land. Und ich denke, dass so was auch auf Künstler, Filmemacher und so weiter zutrifft.
» Es gibt ja Kollegen wie Cher, mit der sie in "Silkwood" gespielt haben, die der Meinung sind, dass ein Schauspieler nur dann richtig gut ist, wenn er ein psychologisches Problem hat. Stimmen Sie da zu?
Absolut nicht, Meryl Streep, die ja auch in "Silkwood" mitgespielt hat und ich haben Cher immer ausgelacht wegen dieser Theorie. Was soll das, wenn ich nicht mit meiner Mutter schlafen und meinen Vater töten will, habe ich kein Talent? Das ist doch lächerlich, diese Mär vom gequälten Künstler.
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