Beeindruckendes Künstler-Biopic von und mit Ed Harris, das ebenso ein präzises und bedrückendes Psychogramm der Kunst-Stars ist . http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz21/z0221043/b150x150.jpg Pollock

Filmdetails

Pollock

Beeindruckendes Künstler-Biopic von und mit Ed Harris, das ebenso ein präzises und bedrückendes Psychogramm der Kunst-Stars ist .


Pollock
Start: 06.06.2002

Drama

USA 2000
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Ed Harris
Marcia Gay Harden
Amy Madigan

Regie: Ed Harris
Verleih: Columbia Tristar

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Der Maler Jackson Pollock (Ed Harris) gilt als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Unverstanden von Kollegen und Kritikern schafft er erst nach der Entdeckung durch die Malerin Lee Krasner (Marcia Gay Harden) seinen Durchbruch. Doch weder Ruhm und kommerzieller Erfolg, noch Lees Liebe können Pollock aus seiner Depression und den häufigen Alkoholexzessen retten.

Als Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent in Personalunion gelang Ed Harris ein beeindruckendes Biopic. Marcia Gay Harden erhielt für ihre Leistung den Oscar als beste Nebendarstellerin.


Kritik

Pollock

16 Jahre lang hat Ed Harris daran gearbeitet, bis er diese Biographie des amerikanischen Expressionisten und Action-Painters Jackson Pollock fürs Kino umsetzen konnte. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht bemerkenswert, vor allem, wenn man bedenkt, wie die Eitelkeitsprojekte namhafter Stars (etwa Travoltas "Battleship Earth" oder Bruce Willis' "Hudson Hawk") sonst so aussehen können. Doch Harris näherte sich dem schwierigen Thema - Kunst! - mit einer Leidenschaft, die von seinem tiefen Verständnis für die gequälte Seele des tragisch verunglückten Malers gespeist wird. Neben zahlreichen anderen Preisen wurde er dafür in den USA mit einer Oscar-Nominierung und einem Oscar für seine Filmpartnerin Marcia Gay Harden belohnt.

"Jack the Dripper" nannten einige gehässige Kritiker Jackson Pollock, der in den vierziger Jahren als einer der wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und als der vielleicht erste Popstar der amerikanischen Kunstwelt zu Ruhm und Erfolg kam. Pollocks monumentale Bilder, auf denen er seine Energien in sich netzartig ausbreitenden Farbspuren festhielt, hatten auf die damalige Kunstwelt eine Wirkung, die man nun, nach Ed Harris' Film, noch einmal nachvollziehen kann. Wie sein Spitzname andeutet, wurde Pollock zunächst als zwielichter Charakter wahrgenommen, als Prolet, der mit eigentümlichen Werkzeugen (Tube, Holzspan und durchlöchterter Farbeimer statt Pinsel oder Bleistift) einen außergewöhnlich aggressiven Malstil pflegte. Den Menschen hinter dem sich der Medienneugier scheu entziehenden Künstler stellt Harris zunächst als manischen, in regelmäßige Alkoholexzesse verfallenden Sonderling dar, der große Schwierigkeiten hat, sich seiner Umgebung anzupassen. Erst als die Malerin - und seine spätere Ehefrau - Lee Krasner (Gay Harden) sein unverstandenes Talent entdeckt und durch ihre Liebe fördert, lernt Pollock seine in ihm tobenden Kräfte zu kanalisieren: auf die Leinwand. Nach den harten Jahren der Depression und des Krieges lernt er in der reichen Kunstverständigen Peggy Guggenheim (gespielt von Harris' langjähriger Ehefrau, Amy Madigan) zudem jemanden kennen, der ihn auch kommerziell fördert und zum ersehnten Erfolg bringt. Doch der Seelenfrieden lässt sich auch auf dem neuen Landsitz nicht finden, im Gegenteil: Mit dem Ruhm und dem Interesse der Öffentlichkeit fällt es Pollock immer schwerer, zu seiner eigenen Kunst zu finden. Besonders in diesen späteren Szenen gelingt Harris dann das ebenso präzise wie bedrückende Psychogramm einer Künstlerehe, die von wechselseitiger Abhängigkeit und der Suche nach diesem flüchtigen Ding, der Inspiration, geprägt ist. Je ausfallender Pollock Krasner gegenüber wird, je mehr er trinkt und sie verletzt und je verzweifelter sie zurückkeilt, umso klarer wird auch die ungeheure Kraft, die hinter Pollocks Bildern steckt: Da muss dann tatsächlich jemand einen sehr hohen Preis bezahlen, um vom bloßen Abbilden der (inneren) Wirklichkeit zu einem Stil zu finden, der die moderne Kunst veränderte. Obwohl Harris sich bis ins Detail dem sperrigen Maler angenähert zu haben scheint - es ist überraschend, wie ähnlich Pollock ihm auf Fotos sieht -, lebt sein Film doch weniger vom Darstellen einer Berühmtheit, sondern von der Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit der Figuren, besonders des Ehepaares Pollock-Krasner. Und ähnlich wie Pollock bündelt auch Harris alles Talent auf seiner Leinwand, ohne Schnörkel und ohne einen Farbtropfen zuviel: So diszipliniert und uneitel hat man selten einen Schauspieler sich und seinesgleichen inszenieren sehen. evo.

Pollock

Darsteller:  Ed Harris   als Jackson Pollock
  Marcia Gay Harden   als Lee Krasner
  Amy Madigan   als Peggy Guggenheim
  Jennifer Connelly   als Ruth Kligman
  Jeffrey Tambor   als Clement Greenberg
  Bud Cort   als Howard Putzel
  John Heard   als Tony Smith
  Val Kilmer   als Willem DeKooning
  Stephanie Seymour   als Helen Frankenthaler
  Tom Bower   als Dan Miller
  Robert Knott   als Sande Pollock
  Matthew Sussman   als Reuben Kadish
  Sada Thompson   als Stella Pollock
  Norbert Weisser   als Hans Namuth
  Sally Murphy   als Edith Metzger
  Molly Regan   als Arloie Pollock
  Moss Roberts   als Ted Dragon
  Eduardo Machado   als Alfonso Ossorio
  Katherine Wallach   als Barbara Kadish
  John Rothman   als Harold Rosenberg
  Annabelle Gurwitch   als May Rosenberg
  Isabelle Townsend   als Mercedes Matter
  Claire Beckman   als Vita Peterson
  Kenny Scharf   als William Baziotes
  Barbara Garrick   als Betty Parsons
  Everett Quinton   als James Johnson Sweeney
  Steven Beach   als Jay Pollock
  Jill Jackson   als Alma Pollock
  David Leary   als Charles Pollock
  Donna Mitchell   als Elizabeth Pollock
  Sondra Jablonski   als Jeremy Pollock (11 Jahre)
  Frank Wood   als Frank Pollock
  Julia Anna Rose   als Marie Pollock
  Kyle Smith   als Jonathan Pollock (8 Jahre)
 
Regie:  Ed Harris  
Drehbuch:  Barbara Turner  
  Susan J. Emshwiller  
Produzent:  Fred Berner  
  Ed Harris  
  Jon Kilik  
  James Francis Trezza  
Koproduzent:  Cecilia Kate Roque  
Ausf. Produzent:  Peter Brant  
  Joseph Allen  
Buchvorlage:  Steven Naifeh  
  Gregory White Smith  
Kamera:  Lisa Rinzler  
Schnitt:  Kathryn Himoff  
Musik:  Jeff Beal  
Produktionsdesign:  Mark Friedberg  
  Teresa Mastropierro  
Kostüme:  David C. Robinson  
Ton:  Scott Breindel  

Kinofest 2002: Der Star ist das Publikum

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Kino so günstig wie nie: Für nur drei Euro gibt's dieses Wochenende in deutschen Filmtheatern die absoluten Movie-Highlights zu sehen: Die Filmwirtschaft möchte sich bei ihrem Publikum bedanken und bittet zum Kinofest 2002. Aktuelle Blockbuster, grandiose Klassiker und die Topfilme der nächsten Monate flimmern in vielen deutschen Kinos zum Sonderpreis über die Leinwände.

Am 26. Juni gab's ihn Berlin schon die große Eröffnungsfeier mit Armin Rohde ("666 - Traue keinem, mit dem du schläfst") und Jessica Schwarz, der Moderatorin von "Film ab" auf VIVA (Di 19 u. 23 Uhr, So. 19 Uhr).

Auf www.kinofest2002.de finden Sie aktuelle Infos zum Kinofest, unter anderem eine Liste der teilnehmenden Kinos und Rezepte für coole Cocktails wie "Kinocolada", "Terminator", "Hollywood Dream" oder "Pretty Woman".



Diese Filme und viele mehr gibt es beim Kinofest 2002 zu sehen:

Star

Ed Harris

Ed Harris ist der große Verlässliche des amerikanischen Kinos, der mit der sicheren Hand und dem klugem Blick. Als loyaler Mr. Integer steht er...

Star

Marcia Gay Harden

Ihre Dankesrede bei der "Oscar"-Verleihung 2001, wo sie als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde für ihre Rolle der unter dem...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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