Zweiter Fall für Kommissar Keller: Eine alte Dame, die den Jackpot im Bad Homburger Casino geknackt hat, wird vermisst... http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz04/z0604148/b150x150.jpg Polizeiruf 110: Die Mutter von Monte Carlo

Filmdetails

Polizeiruf 110: Die Mutter von Monte Carlo

Zweiter Fall für Kommissar Keller: Eine alte Dame, die den Jackpot im Bad Homburger Casino geknackt hat, wird vermisst...


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Eine alte Dame hat erst den Jackpot des Bad Homburger Casinos geknackt und ist dann auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Zumindest aus Sicht des Publikums scheint der Fall klar, denn der Kirchenmusikdirektor hat einen Unfall mit Todesfolge und Fahrerflucht begangen. Was außer dem tieftraurigen Paul niemand ahnt: Die Wahrheit ist noch viel tragischer. Doch Kommissar Keller ist ohnehin viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt; und mit Kellnerin Sophie.


Kritik

Polizeiruf 110: Die Mutter von Monte Carlo

"Heute ist der Tag, an dem ich sterbe. Und du wirst mich getötet haben": ein rätselhafter Satz. Fast schon eine Botschaft aus dem Jenseits. Und der Auftakt zu einem Krimi, wie er in dieser Form wohl allein in der Reihe "Polizeiruf 110" möglich ist: Für einen "Tatort" wäre die Geschichte viel zu schräg.

Tatsächlich schrammt der Film mitunter knapp an der Parodie vorbei, zumal sich Titus Selge (Buch und Regie) munter in anderen Genres bedient. Mal Romanze, mal Burleske, streckenweise Beziehungsdrama: Hier ist alles drin. Damit knüpft Selge nahtlos an seinen ersten "Polizeiruf"-Beitrag aus Bad Homburg an, mit dem Jan-Gregor Kremp seinen Einstand als Hauptkommissar Keller gab: ein ziemlich unkonventioneller Ermittler, der in dieser Geschichte wenigstens dreimal reichlich angetrunken ins Bett geht und mindestens ebenso oft die Schlafplätze wechselt. Das muss er auch, denn sein Vaterhaus ist jetzt ein Freudenhaus, was den verblichenen Altvorderen, ohnehin ein ruheloser Geist, am Ende gar aus der Stadt treibt.

Kein Wunder, dass sowohl Selge wie auch seine Hauptfigur den kriminalistischen Teil der Geschichte alsbald aus den Augen verlieren. Keller ist ohnehin mehr mit seiner ungeklärten Beziehung zur kessen Kellnerin Sophie (Inga Busch) beschäftigt. Dabei gäbe es durchaus einen Fall zu klären: Eine alte Dame hat erst den Jackpot des örtlichen Casinos geknackt und ist dann auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Zumindest aus Sicht des Publikums scheint der Fall klar, denn Kirchenmusikdirektor Paul (Gustav Peter Wöhler), in Jugendjahren Kellers bester Freund, hat im Verlauf einer regenumtosten Autofahrt einen Unfall mit Todesfolge und Fahrerflucht begangen. Was außer dem tieftraurigen Paul niemand ahnt: Die Wahrheit ist noch viel tragischer.

Genau genommen sind der Unfall und seine Aufklärung aber beinahe bloß die Rahmenhandlung, denn im Zentrum der Geschichte steht die in diversen Rückblenden erzählte Freundschaft. Schon damals ist es im Verlauf eines Mopedrennens zu einem grotesken Todesfall gekommen, und zwar just unter jener Brücke, an der offenbar auch die vermisste Spielerin gestorben ist.

Weil Selge die Geschichte auch noch durch diverse Slapstick-Elemente anreichert, wäre eine übertriebene Inszenierung kontraproduktiv gewesen. Also belässt er es bei ungewöhnlichen Perspektiven und sinnfreien Einstellungen (ein bildschirmfüllender Hundehintern) und beschränkt sich ansonsten völlig zu Recht darauf, sich an den Leistungen seiner vorzüglichen Darsteller zu erfreuen. tpg.

Polizeiruf 110: Die Mutter von Monte Carlo

Darsteller:  Jan-Gregor Kremp   als Kommissar Thomas Keller
  Inga Busch   als Sophie Stein
  Rüdiger Vogler   als Edgar Dobler
  Gustav Peter Wöhler   als Paul Bertram
  Felix Vörtler   als Polizist Norbert
  Karin Baal   als Vera
  Petra Zieser   als Monika Bertram
  Matthias Scheuring   als Bestatter Teske
  Pino Schiliro   als Pino
  Heinrich Giskes   als Nachbar
  Jürgen Stössinger   als Heinrich Keller
  Jasmin Schwiers   als Angelina und Andrea
  Jörg Schüttauf   als Fritz Dellwo
  Fee Hübner   als Henriette Keller
 
Regie:  Titus Selge  
Drehbuch:  Titus Selge  
Produzent:  Arno Maass  
Kamera:  Frank Blau  
Schnitt:  Elke Herbener  
Musik:  KAB Fischer  
Produktionsdesign:  Károly Pákozdy  
Kostüme:  Francesca Merz  
Ton:  Peter Senkel  

Star

Jan-Gregor Kremp

Der Schauspieler Jan-Gregor Kremp schien lange die Idealbesetzung für finstere Bösewichte. Mit Rollen wie der des "Polizeiruf 110"-...

Star

Inga Busch

1991 gab Inga Busch in Detlev Bucks Erfolgskomödie "Karniggels" ihr Leinwand-Debüt Seitdem ist sie eine feste Größe in der deutschen Film- und...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.