Die Hallenser Kommissare müssen mit Hilfe einer neuen Kollegin ein Kind aus der Gewalt eines Verbrechers befreien... http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto09/10090675/b150x150.jpg Polizeiruf 110: Blutiges Geld

Filmdetails

Polizeiruf 110: Blutiges Geld

Die Hallenser Kommissare müssen mit Hilfe einer neuen Kollegin ein Kind aus der Gewalt eines Verbrechers befreien...


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Kritik

Polizeiruf 110: Blutiges Geld

Ein Krimi kann auch dann noch reizvoll sein, wenn man nach 15 Minuten ahnt, wer der Mörder war: weil man natürlich wissen will, ob man Recht hat. Folgt 75 Minuten später die Bestätigung, darf man durchaus enttäuscht sein, denn selbstredend möchte man lieber plausibel überrascht werden. Unerwartet ist in diesem "Polizeiruf" aus Halle Fall aber nur die Tatsache, dass der Täter nicht für alle Verbrechen verantwortlich ist, die im Verlauf der Handlung begangen werden.

Und im Grunde hat Regisseur Hans Werner, der das Buch gemeinsam mit Michael Arnal schrieb, auch nur das Pech, dass Lars Becker in einer Episode seines letzten "Nachtschicht"-Films ("Wir sind die Polizei") fast die gleiche Geschichte erzählt hat. Damals war's ein Juwelier, diesmal ein Baumarkt. Auch Werners Gangster verfügt offenkundig über Insider-Wissen: Er weiß, dass montags das meiste Geld zu holen ist, und legt zielsicher die Alarmanlage lahm. Dann aber unterläuft ihm ein fataler Fehler, und der Filialleiter erhascht einen Blick auf sein Gesicht. Der Ganove schießt ihn nieder, nimmt zwei Mitarbeiterinnen als Geisel und flieht.

Die "Polizeiruf"-Krimis aus Halle sind selten für Überraschungen gut, verblüffen aber immer wieder mit der Erkenntnis, dass dies ihrer Popularität keinen großen Abbruch tut. Auch diesmal hält sich die Spannung in Grenzen, aber eine unerwartete Wendung nimmt die Geschichte doch: Der Filialleiter ist lebensgefährlich verletzt, aber noch nicht tot. Der Gangster entführt daher die kleine Tochter der zuständigen Ärztin (Birge Schade): Die Mutter soll das Werk vollenden. Damit stellt sich den Kommissaren Schmücke und Schneider (Jaecki Schwarz, Wolfgang Winkler) eine noch drängendere Aufgabe als die Suche nach dem Täter: Es gilt, das Leben des Mädchens zu retten.

Ungleich reizvoller als der überschaubare Fall ist die neue Personalie: Die beiden Herberts werden durch Oberkommissarin Nora Lindner verstärkt. Vor allem Platzhirsch Schmücke entwickelt sich angesichts der jungen Kollegin zum kleinkarierten Prinzipienreiter. Dem Film aber tut die Frischzellenkur durch Isabell Gerschke gut: Sie bringt den Altherrenclub dermaßen auf Trab, dass das Inszenierungstempo gar nicht mehr so gemächlich wirkt. tpg.

Polizeiruf 110: Blutiges Geld

Darsteller:  Jaecki Schwarz   als Herbert Schmücke
  Wolfgang Winkler   als Herbert Schneider
  Isabell Gerschke   als Oberkommissarin Nora Lindner
  Oliver Hörner   als Manfred Weller
  Susanne Hoss   als Iris Weller
  Holger Daemgen   als Mathias Kirch
  Carin C. Tietze   als Rita Dreher
  Birge Schade   als Dr. Andrea Lund
  Amber Bongard   als Sarah Lund
  Wanda Colombina   als Sonja Heimanns
  David Scheller   als Heinz "Zeppi" Zeppenfeld
  Judith Richter   als Nathalie Schrade
  Dieter Landuris   als Ralph Herder
  Christian Leonhard   als Dr. Franke
  Robert Glatzeder   als Sieper
  Andreas Hofer   als Oberstaatsanwalt
  Karin Düwel   als Gabi Rössner
  Marie Gruber   als Rosamunde Weigand
  Lutz Jeskulke   als Kriminaltechniker
 
Regie:  Hans Werner  
Drehbuch:  Michael Arnal  
  Hans Werner  
Produzent:  Peter Gust  
Kamera:  Oliver-Maximilian Kraus  
Schnitt:  Philipp Schmitt  
Musik:  Markus Lonardoni  
Produktionsdesign:  Christa Köppen  
Ton:  Andreas Kaufmann  

Star

Jaecki Schwarz

In Konrad Wolfs autobiographisch angehauchter, hoch gelobter DEFA-Produktion "Ich war neunzehn" hatte Jaecki Schwarz bereits 1968 sein Kino...

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Wolfgang Winkler

* 02.03.1943

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