Regie: Jorge Blanco, ...
Verleih: Sony Pictures
US-Astronaut Baker traut seinen Augen nicht. Der von ihm gerade für die Nation in Besitz genommene Planet ist von grünen Aliens bewohnt, die sich in ihrem friedlichen Leben, das irgendwie an das unschuldige Amerika der Fifties erinnert, ausgerechnet von ihm bedroht fühlen. Nach dem ersten Kulturschock, nach Panik und Flucht, findet Baker beim 16-jährigen Lem Unterschlupf. Während das Militär nach dem vermeintlichen Invasoren sucht, entdecken Teenager und Raumfahrer, dass Furcht vor dem Fremden absolut unbegründet ist.

Außerirdische sind auch nur Menschen, entdeckt Jorge Blancos animierte Abenteuerkomödie über eine merkwürdige Artenbegegnung im All.
Menschliche Zivilisation spiegeln, indem bestehende Hierachien, Perspektiven und Rollen auf den Kopf gestellt werden, dafür steht in einem ernsteren Kontext "Der Planet der Affen". Humorvoll und ein deutlich jüngeres Publikum ansprechend, variiert "Planet 51" das Konzept dieses Klassikers und das eines anderen, der einen versöhnlichen Blick auf eine Begegnung der dritten Art warf. "E.T." ist hier ein Mensch, ist der einzige irdische Protagonist des Films, in dem Wesenszüge von Super-Toy Buzz Lightyear weiterleben.
Mit amerikanischem Selbstverständnis und dem Sternenbanner in der Hand nimmt Astronaut Baker nach seiner Landung das fremde Territorium in Besitz, muss aber schnell erkennen, dass dieses bewohnt und er nicht willkommen ist. Die putzigen Grünlinge, die hier in einer Oase des Glücks harmonieren, sehen in Baker ein Alien, das ihre Gehirne essen oder kontrollieren, auf jeden Fall aber eine Invasion seiner Spezies vorbereiten will. In Panik ergreift Baker die Flucht, verfolgt vom Militär und einem sturen General, bis ihm ein 16-jähriger Teenager Schutz bietet und damit wird, was Baker bisher nur im Marketing war: ein Held.
Obwohl in dieser Prämisse komisch-satirisches Potenzial steckt, ist "Planet 51" vor allem ein für Toleranz und Freundschaft werbender Film, der sich selten bissig und frech, dafür aber konsequent herzlich und liebenswert gibt. So ist auch der General mit militärischem Tunnelblick nur mild bedrohlich, der Rest des Personals niedlich und friedlich. Für die braven Kleinen empfiehlt sich Bakers weißer Sondierungsroboter, der offensichtlich Gene von Hunden und Bausteine von Wall-E in sich trägt, als Sympathieträger, für die etwas renitenteren Jungzuschauer bietet ein schwarzer Giger-Kläffer mit Alienschädel eine giftigere und komischere Alternative.
Nicht nur im Budget, sondern auch in Wort- und Bildwitz kann das Kinodebüt der in Madrid ansässigen Illion Animation Studios nicht mit den Pixar-Perlen, "Ice-Age"-Hits und anderen digitalen Hochkarätern mithalten. Sein Reiz liegt nicht in der satirischen, sondern liebevollen Beobachtung einer Welt, in der das Amerika der Fifties in idealisierter Form fortbesteht, inklusive der Paranoia vor Fremdartigkeit. Design und animierter Retro-Look, der Anleihen bei "Zurück in die Zukunft" und anderen Filmhits nimmt, sind attraktiv und wie die Figuren nicht außerirdisch, sondern durch und durch amerikanisch. kob.
| Sprecher: | Dwayne Johnson | als Capt. Charles 'Chuck' Baker | |
|---|---|---|---|
| Jessica Biel | als Neera | ||
| Justin Long | als Lem | ||
| Seann William Scott | als Skiff | ||
| Gary Oldman | als General Grawl | ||
| John Cleese | als Professor Kipple | ||
| Regie: | Jorge Blanco | ||
| Javier Abad | |||
| Marcos Martínez | |||
| Drehbuch: | Joe Stillman | ||
| Produzent: | Ignacio Pérez Dolset | ||
| Guy Collins | |||
| Koproduzent: | Marcos Martínez | ||
| Musik: | James Brett | ||
| Casting: | Ruth Lambert | ||
| Robert McGee | |||
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