
Die anfänglichen Zweifel waren schnell ausgeräumt. Ottfried Frischer hat als "Pfarrer Braun" nicht nur überzeugend der literarischen Figur neues Leben eingehaucht, sondern sorgt mit der Reihe bei der ARD auch für himmlische Quoten.
Die Erzählungen um "Father Brown" von Gilbert Keith Chesterton, die zwischen 1910 und 1935 veröffentlicht wurden, waren im Laufe der Jahre mehrfach für Leinwand und Fernsehen adaptiert worden. In Deutschland waren besonders die Verfilmungen mit Heinz Rühmann beliebt. Deshalb war die Skepsis groß, als 2002 die Pläne von ARD und Polyphon bekannt wurden, die Reihe mit dem bayerischen Schwergewicht Ottfried Fischer in der Hauptrolle neu aufzulegen. Musste der "Bulle von Tölz" wirklich einen zweiten TV-Ermittler spielen - und dann noch einen, der mit dem schmächtigen Komödianten Heinz Rühmann untrennbar verbunden schien? Das Publikum bejaht diese Frage seit dem Sendestart im Jahr 2003: durchschnittlich erreichten die "Pfarrer Braun"-Filme jeweils zwischen sechs und acht Millionen Zuschauer.
Die Reihe lebt natürlich von dem bibelfesten Hobbyschnüffler, den Ottfried Fischer mit einer gehörigen Portion Humor ausstattet. In seinen schnell dahin gesagten Bosheiten, Spitzen und Weisheiten klingt stets der Kabarettist Fischer durch. Vergnügen bereitet jedoch auch das ausgezeichnete Ensemble von großen Schauspielern, die allesamt auch die leichte Tonlage beherrschen und die für Running Gags sorgen, wie Hansi Jochmann, Peter Heinrich Brix, Hans-Michael Rehberg oder Gilbert von Sohlern. Daneben bestechen die Filme stets durch pittoreske Schauplätze und sehr gute Episodendarsteller. Für die drei neuen Filme "Der unsichtbare Beweis", "Drei Särge und ein Baby" und "Kein Sterbenswörtchen", die ab 14. September ausgestrahlt werden, konnten u.a. Oliver Stritzel, Sunnyi Melles, Janina Hartwig und Denise Virieux gewonnen werden.
In dem zweiten neuen Film der Reihe will der stets zwangsversetzte Pfarrer Guido Braun an seinem neuen Posten die Augen vor der Kriminalität verschließen - doch eine junge Tschechin (Anne Kanis) sucht bei ihm Asyl. Da kann sein Vorgesetzter Bischof Hemmelrath (H. M. Rehberg) noch so oft sagen "Wenn das Verbrechen mal wieder an ihre Tür klopft und sie versucht, schicken sie es zu den Evangelen!" sw.
| Darsteller: | Ottfried Fischer | als Pfarrer Guido Braun | |
|---|---|---|---|
| Hansi Jochmann | als Margot Roßhauptner | ||
| Antonio Wannek | als Armin Knopp | ||
| Peter Heinrich Brix | als Kommissar Geiger | ||
| Hans-Michael Rehberg | als Bischof Hemmelrath | ||
| Gilbert von Sohlern | als Monsignore Mühlich | ||
| Sunnyi Melles | als Susanna Vogelsang | ||
| Anne Kanis | als Leni | ||
| Leonard Lansink | als Florian Graf | ||
| Peter Sattmann | als Dr. Storz | ||
| Frank Stieren | als Pavel | ||
| Bernd Stegemann | als Gewitsch | ||
| Karin Gregorek | als Anna May | ||
| Henning Baum | als Karl Vogelsang | ||
| Hans-Jürgen Silbermann | als Ohlbaum | ||
| Ernst Stankovski | als Ohlbaum | ||
| Regie: | Wolfgang F. Henschel | ||
| Drehbuch: | Cornelia Willinger | ||
| Stephan Reichenberger | |||
| Kamera: | Peter Ziesche | ||
| Schnitt: | Dagmar Pohle | ||
| Musik: | Martin Böttcher | ||
| Produktionsdesign: | Verena Popp | ||
| Kostüme: | Rautgundis Beutel | ||
| Ton: | Andreas Pitann | ||
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