Originaltitel: Pettson och Findus
Deutschland/Schweden 1999
Regie: Albert Hanan Kaminski
Verleih: MFA
Am Silvestertag tollen Pettersson und sein Kater Findus auf dem Eis herum und merken zu spät, dass ein Schneesturm naht. Sie müssen sich ein Iglu bauen, um nicht zu erfrieren, und sich ohne Essen und Trinken von ihren schönen Erinnerungen ernähren. Ausgerechnet in der Person ihres gehassten, argwöhnischen Nachbarn Gustafsson naht Hilfe.

Die schwedisch-deutsche Kinoverfilmung von Sven Nordquists Kinderbestseller wird den zahlreichen Fans des mürrischen Schweden Pettersson und seiner lebenslustigen Katze Findus große Freude bereiten: Sie erweckt nicht nur die von vielen Kindern auswendig gelernten Geschichten originalgetreu und detailgenau zum Zeichentrickleben, sondern gestaltet auch aus den verschiedenen Episoden eine überschaubare Welt, in der man sich zwar zu Hause fühlen kann, doch immer mit etwas unerwartetem rechnen muss.
Für Gemütlichkeit sowie für Spannung sorgen die in einem kleinen Dorf abgeschieden lebenden und als Identifikationsfiguren bestens geeigneten Protagonisten, Pettersson (Vater und Mutter zugleich) und Findus (Kind). Die einzelnen Abenteuer des alten Mannes und seiner Katze werden von Regisseur Albert Hanan Kaminski mit der Hilfe einer geistreichen Dramaturgie, deren Potenzial er konsequent ausgenützt, verknüpft: Am Silvestertag tollen Pettersson und Findus auf dem Eis herum und merken zu spät, dass ein Schneesturm naht. Sie müssen sich ein Iglu bauen, um nicht zu erfrieren, und sich ohne Essen und Trinken von ihren schönen Erinnerungen ernähren. Die Geschichten, die sie sich gegenseitig erzählen, werden mit der Zeit immer kürzer, die Jahreszeiten in ihnen immer düsterer - Pettersson und Findus verlieren zunehmend an Kraft. Auf der Spitze des Spannungsbogens treffen die Ebenen des Erzählten und des Erzählens aufeinander - und auf einen rettenden Nebenfaden in der Figur des gehassten, argwöhnischen Nachbarn Gustafsson (natürlich: ein Hundebesitzer).
Außer Gustafsson begleiten und beeinträchtigen den Alltag von Pettersson und Findus verschiedenste Lebewesen wie gackernde Legehennen im Hof, drei winzige, gutmütige, bei Brehm garantiert nicht verzeichnete Tierchen oder ein boshaftes Minimonster, das sich einen schönen Tag macht, indem es Pettersons Fahrradreifen durchbeißt. Während sich der Spannungsfaktor der Abenteuer im bescheidenen skandinavischen Rahmen hält - was keine Langeweile bedeuten muss, wie Astrid Lindgrens Geschichten beweisen - , passieren schnell und fast nebenbei, kleine, erheiternde "Wunder": Ein Gemälde wird lebendig, ein winziger tauber alter Mann läuft durch das Bild, Vogel-Sanitäter retten ein zerbrochenes Ei. Der Regisseur und sein ungarisches Animationsteam nutzen im Sinne der Buchvorlagen die erstaunlichsten Gegenstände als Sprungbrett für ihre Fantasie und schaffen damit einen Film, der lange im Gedächtnis des jungen Publikums bleiben sollte, das durch die beim ZDF laufende Zeichentrickserie schon bestens auf den Kinobesuch eingestimmt ist. csz.
| Sprecher: | Kalle Lundberg | als Findus | |
|---|---|---|---|
| Tord Peterson | als Pettson | ||
| Tommy Karlsen | als Nabo gutten | ||
| Mona Seilitz | als Prillan | ||
| Gunnar Uddén | als Gustavsson | ||
| Regie: | Albert Hanan Kaminski | ||
| Drehbuch: | Torbjörn Jansson | ||
| Produzent: | Ulf Synnerholm | ||
| Peter Völkle | |||
| Peter Gustafsson | |||
| Ausf. Produzent: | Peter Gustafsson | ||
| Peter Völkle | |||
| Buchvorlage: | Sven Nordqvist | ||
| Musik: | Lennart Olsson | ||
| Jochen Schmidt-Hambrock | |||
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