Katie Featherston
Micah Sloat
Amber Armstrong
Regie: Oren Peli
Verleih: Wild Bunch (Central)
Katie studiert und ihr Freund Micah, mit dem sie in San Diego eine Wohnung teilt, ist freier Börsenmakler. Katie glaubt, seit Kindheitstagen von einem unsichtbaren Wesen heimgesucht zu werden. Micah will der Sache auf den Grund gehen und filmt nachts mit einer DV-Kamera in ihrem Schlafzimmer. Erst sind nur Geräusche zu hören, doch dann wird der Geist mit zunehmender Aggressivität auch sichtbar. Katie bekommt es immer mehr mit der Angst zu tun. Ein Parapsychologe rät ihnen, möglichst keinen Kontakt mit dem Geist aufzubauen.

Minimalistischer Low-Budget-Horror-Thriller, der im Pseudo-Dokumentarstil von "Blair Witch Project" effektiv schleichendes Grauen heraufbeschwört.
Dabei wurde das Projekt vom israelischen Newcomer-Regisseur Oren Peli quasi im Alleingang (neben Regie und Drehbuch, zeichnet er für Kamera und Schnitt verantwortlich) mit einem Minibudget von 11.000 Dollar realisiert. Die Weltpremiere fand bereits vor fast zwei Jahren beim Slamdance Filmfestival statt. Ursprünglich hatte Dreamworks geplant, Peli für ein aufwändigeres Remake zu engagieren. Doch nun landete zuerst eine von 95 auf 86 Minuten gekürzte Fassung mit neuem, schockierendem Schlusstwist in den US-Kinos und verbuchte an den ersten Wochenenden in nur wenigen Locations Rekordzahlen. Das gelang ähnlich wie bei "Blair Witch" durch geschicktes Marketing.
In dem Grusel-Kammerspiel - es spielt ausschließlich in einer Wohnung in San Diego - wird ein Yuppie-Pärchen von einem bösartigen Poltergeist heimgesucht. Katie (Katie Featherstone) studiert und ihr Freund Micah (Micah Sloat) ist freier Börsenmakler. Katie glaubt seit Kindheitstagen von einem unsichtbaren Wesen heimgesucht zu werden. Micah beschließt der Sache mit einer DV-Kamera in ihrem Schlafzimmer auf den Grund zu gehen. Der Zuschauer wird nun Zeuge, wie in schwarz-grauen Nachtsichtaufnahmen die unerklärlichen Ereignisse eskalieren. Zunächst sind nur seltsame Geräusche zu vernehmen, doch der Geist wird aggressiver und langsam wahrnehmbar. Ein herbeigerufener Parapsychologe warnt die beiden, Kommunikation herzustellen und rät, einen Spezialisten zu engagieren. Doch Micah glaubt alles im Griff zu haben, während Katie in Panik gerät. Die Beziehung der beiden verschlechtert sich, proportional dazu, wie die nächtlichen Übergriffe des ungebetenen übernatürlichen Hausgasts außer Kontrolle geraten. Eine Katastrophe ist unabwendbar.
Peli versteht es, mit einfachsten Mitteln und ohne aufwändige Effekte ein klassisches Haunted-House-Szenario voll strotzender Spannung zu entwerfen. Dafür benutzt er eine Cinema-Verité-Herangehensweise, komplett mit verwackelter Kamera. Die hält sich in genießbaren Grenzen und vermeidet den Exzess von "Cloverfield". Auch auf Gore und Gewalt verzichten die Macher (fast) gänzlich, sie provozieren stattdessen das Publikum gekonnt, sich das Böse selbst auszumalen. Und das ist gruseliger als so mancher ausschweifender Torture-Porn. ara.
| Darsteller: | Katie Featherston | als Katie | |
|---|---|---|---|
| Micah Sloat | als Micah | ||
| Amber Armstrong | als Nachbarin | ||
| Mark Fredrichs | als Medium | ||
| Ashley Palmer | als Mädchen im Internet | ||
| Regie: | Oren Peli | ||
| Drehbuch: | Oren Peli | ||
| Produzent: | Oren Peli | ||
| Jason Blum | |||
| Koproduzent: | Toni Taylor | ||
| Amir Zbeda | |||
| Ausf. Produzent: | Steven Schneider | ||
| Schnitt: | Oren Peli | ||
| Maske: | Crystal Cartwright | ||
| Ton: | David Barbee | ||
Ob es volle Kinos bringt, wenn Jason die Machete schwingt? Die Studiobosse schwanken, wie sie den nächsten "Freitag, den 13" verbringen sollen ...
"Freitag, der 13.": Erneut soll Jason einen Unglückstag daraus machen. (Foto: Paramount)
Mit langem Atem wird an einer Fortsetzung von "Freitag, der 13." gewerkelt. Der ist auch nötig, denn die Entwicklung des Filmes läuft bereits seit dem Kinostart des Remakes im Jahr 2009.
In den letzten beiden Jahren hat die Produktionsfirma New Line das Sequel mehrere Male gepusht, dann gestoppt und erneut gepusht. Insider sagen, das Studio sei mit den Einspielergebnissen von "Freitag, der 13." unzufrieden - obwohl der Film 91 Millionen Dollar in die Kinokassen gespült hatte bei vergleichsweise geringen Kosten von 19 Millionen Dollar.
Es war bereits zu hören, dass die geplante Fortsetzung im Schnee spielen soll, und jetzt gesellt sich zum Frost-Gemetzel das Gerücht, auch an der Kamera würde schwer gedreht, bzw. gewackelt: Um den Gruselfaktor zu erhöhen, soll aus "Freitag, der 13." eine sogenannte Mockumentary werden.
Dann würden die Macheten-Attacken von Jason Vorhees ausehen wie "Apollo 18", "Blair Witch Project" oder "Paranormal Activity". Zum jetzigen Zeitpunkt muss aber erst einmal das Drehbuch von Damian Shannon and Mark Swift grünes Licht bekommen. Während sich viele Fans eine Fortsetzung wünschen, ist man sich im Studio sicher, dass ein weiterer "Freitag, der 13." nicht auf dieselbe Weise erzählt werden sollte - was für einen Wechsel in den erfolgreichen Wackel-Stil spricht.
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