Rührendes Drama nach einer historischen Begebenheit: Im 2. Weltkrieg wurde ein Gruppe britischer Frauen in Japan festgehalten. http://images.kino.de/flbilder/max97/bf97/bf43/b9743008/b150x150.jpg Paradise Road

Filmdetails

Paradise Road

Rührendes Drama nach einer historischen Begebenheit: Im 2. Weltkrieg wurde ein Gruppe britischer Frauen in Japan festgehalten.


Paradise Road
Start: 20.11.1997

Drama

Australien/USA 1997
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Glenn Close
Pauline Collins
Cate Blanchett

Regie: Bruce Beresford
Verleih: Fox

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Singapur im Zweiten Weltkrieg: der Krieg zwischen Japan und den USA eskaliert nach dem blutigen Angriff der Japaner auf Pearl Harbour. Auch das Leben der Angehörigen der westlichen Alliierten ist in Gefahr. Eine Gruppe britischer Frauen versucht, auf dem Seeweg aus Singapur zu fliehen, doch die Flucht endet nach kürzester Zeit in einem japanischen Gefangenenlager.


Kritik

Paradise Road

"Paradise Road" ist ein Manifest jener Menschlichkeit, die - gerade in Zeiten größter Not - über die Barbarei und ihre Vollstrecker obsiegt. Vor allem Kriegsszenarien bieten hierfür, wie wir aus zahlreichen anderen Filmaufarbeitungen wissen, exemplarisches Potential. Im vorliegenden Fall geht es um eine Gruppe Frauen, die im zweiten Weltkrieg in einem japanischen Konzentrationslager gefangengehalten wurde. Der australische Regisseur Bruce Beresford ("Miss Daisy und ihr Chauffeur") setzt diesen Frauen mit seinem Film ein würdiges Denkmal.

Der Film beginnt mit großer Orchestrierung prunkvoll-opulent, im Gestus eines David-Lean-Epos. Der 7. Dezember 1941: in Singapurs legendärem Luxushotel "Raffles" wird eine mondäne Ballgesellschaft durch einen Überraschungsangriff der Japaner aus ihrer postkolonialen Herrlichkeit gebombt. Nach Pearl Harbor bedeutet das höchste Alarmstufe. Auf einem Schiff sollen vor allem Frauen und Kinder nach Europa in Sicherheit gebracht werden. Doch schon kurz nach dem Ablegen wird es von einem japanischen Luftgeschwader angegriffen und in Brand geschossen. Wenigen gelingt es, das rettende Ufer zu erreichen. Die Überlebenden finden sich kurze Zeit später in einem japanischen Kriegsgefangenenlager wieder. Für die überwiegend britischen Frauen beginnt eine Zeit in der Hölle. Von da an blendet Bruce Beresford die epischen Bilder aus und wandelt seinen Film in ein psychologisches Kammerspiel um. Dabei verläßt er sich ganz und gar auf die Solisten unter den Schauspielern: auf Glenn Close als Adrienne Pargiter und Pauline Collins als Margret Drummond, die durch die Gründung eines Vocal-Orchesters sich und ihren Mitgefangenen wieder Mut und Hoffnung geben, oder auf Frances McDormand, die eine kauzige, herzensgute, deutsche Jüdin spielt. Wie es diesen Frauen und ihren vielen namenlosen Schicksalsgefährtinnen gelingt, sich zu organisieren, Vorurteile und Standesdünkel abzubauen und schließlich ein tragfähiges Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, ist immer dann stimmig, wenn die Gruppe ihre Identität aus sich selbst heraus definiert. Diese sensible Sichtweise verkommt zum Klischee, gelegentlich sogar zur unfreiwilligen Parodie, wenn die Japaner ins Spiel kommen. Lageraufseher, Kommandanten und sonstiges Personal erinnern in ihrer indifferenten und schablonenhaften Typisierung nur allzu deutlich an den Nazi-Kasper. Dafür versagt Beresford sich fast gänzlich Kriegsfolklore und Lager-Kitsch und inszeniert sogar melodramatische Elemente würdevoll-distanziert, was den emotionalen Einstieg ins Geschehen behindert. Da persönliche Beweggründe, die, wie im Abspann zu lesen ist, Beresford dazu bewogen haben, diesen Film zu machen, beim Publikum der End-90er Jahre weithin fehlen dürften, wird es Fox Searchlight schwer haben, diesen politisch korrekten, aber dramaturgisch etwas dünnen Film an den Mann zu bringen. ull.

Paradise Road

Darsteller:  Glenn Close   als Adrienne Pargiter
  Pauline Collins   als Margaret Drummond
  Cate Blanchett   als Susan McCarthy
  Frances McDormand   als Dr. Verstak
  Julianna Margulies   als Topsy Merritt
  Jennifer Ehle   als Rosemary Leighton-Jones
  Elizabeth Spriggs   als Mrs. Roberts
  Tessa Humphries   als Celia Roberts
  Susie Porter   als Oggi
  Sab Shimono   als Colonel Hiroyo
  Wendy Hughes   als Mrs. Dickson
  Johanna ter Steege   als Schwester Wilhelmina
  Pamela Rabe   als Mrs. Tippler
  Clyde Kusatsu   als Snake
  Pauline Chan   als Wing
  Penne Hackforth-Jones   als Mrs. Pike
 
Regie:  Bruce Beresford  
Drehbuch:  Bruce Beresford  
Produzent:  Sue Milliken  
  Greg Coote  
Ausf. Produzent:  Andrew Yap  
  Graham Burke  
Kamera:  Peter James  
Schnitt:  Timothy Wellburn  
Musik:  Ross Edwards  
  Margareth Dryburgh  
Produktionsdesign:  Herbert Pinter  
  Ian Gracie  
Kostüme:  Terry Ryan  
Ton:  Gary Wilkins  

Star

Glenn Close

Ihre zum Schluss versteinerte und verachtete aristokratische Intrigantin Marquise de Merteuil in "Gefährliche Liebschaften" und die von Michael...

Star

Cate Blanchett

Zusammen mit Nicole Kidman ist sie der bedeutendste weibliche Hollywood-Export Australiens. Cate Blanchett glänzt in Charakterrollen...

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