Dennis Quaid
Ben Foster
Cam Gigandet
Regie: Christian Alvart
Verleih: Constantin
Die Astronauten Payton und Bower erwachen aus einem Tiefschlaf und finden sich an Bord eines riesigen Raumschiffs wieder. Ihre Erinnerung ist komplett ausgelöscht: Weder wissen sie, wie lange sie geschlafen haben, noch, warum sie hier sind. Doch ihnen bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen, denn das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Per Funk lotst Payton Bower durch enge Luftschächte zum Reaktor, damit er diesen reparieren kann. Schnell wird klar, dass die beiden nicht allein sind und sich in großer Gefahr befinden.

Fünf Jahre nach "Antikörper" kehrt Regisseur Christian Alvart mit einem hervorragend düster ausgestatteten Sci-Fi-Thriller zurück ins Kino.
Dass in den unendlichen Weiten des Weltalls alle möglichen Gefahren lauern, wissen wir spätestens sein "Raumschiff Enterprise". Doch die Besatzung des riesigen Raumschiffs "Elysium" hatte keine Wahl. Als letzte Hoffnung der Menschheit, die in ferner Zukunft die Erde zu Grunde gerichtet hat, sind sie zu einem mehr als 100 Jahre entfernt liegenden, erdähnlichen Planeten aufgebrochen. Als Astronaut Bower (Ben Foster) aus der Tiefschlafkapsel erwacht, ist er zunächst verängstigt und verwirrt. Mit nicht ganz klarem Kopf versucht er gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Payton (Dennis Quaid) zu ergründen, warum sie geweckt wurden, und was mit der restlichen Besatzung geschah. Denn die dunklen Gänge der Elysium scheinen völlig verlassen. Erst nach und nach stellen sie fest, dass sie nicht alleine sind.
Vor fünf Jahren sorgte der deutsche Regisseur Christian Alvart mit "Antikörper" auch in Hollywood für Aufsehen. So drehte er dort bereist 2007 den Thriller "Fall 39", der allerdings erst Ende diesen Jahres in die deutschen Kinos kommt. Danach entwickelte Alvart mit Autor Travis Milroy seine Idee eines düsteren Science-Fiction-Films weiter und gewann Paul W.S. Anderson, der mit Impact-Pictures-Partner Jeremy Bolt und Robert Kulzer von Constantin Film "Pandorum" produzierte. So scheinen die Ähnlichkeiten zu Andersons "Event Horizon" nicht ganz zufällig zu sein. Wie in "Horizon" dominieren auch "Pandorum" graue Farben, dunkle und feuchte Gänge sowie eine paranoide Grundstimmung. Hier liegt auch die Stärke von Alvarts Weltraumhorrortrip. Schon lange nicht mehr sah industrielle Architektur so verlassen und lebensfeindlich aus. Hinter jeder Biegung wartet Einsamkeit oder Lebensgefahr. Fast körperlich spürbar inszeniert sind die klaustrophobischen Szenen, in denen sich Foster durch viel zu enge Lüftungs- und Versorgungsrohre quetschen muss und oftmals stecken bleibt.
In der zweiten Hälfte kann der Film diese atmosphärische Dichte allerdings nicht durchgängig aufrecht erhalten: Zu den Logiklöchern in der Handlung gesellen sich teilweise Stakkatoschnitt-Massaker, bei denen der Zuschauer jegliche Orientierung verliert und mit der Frage zurückgelassen wird, wie sich das mittlerweile zum Trio herangewachsene Survivalteam immer wieder aus den Fängen der (erschreckend böse geratenen) Kreaturen retten konnte. Die Inszenierung verdeutlicht dem Zuschauer zwar zunächst das an Bord herrschende Chaos, doch allzu oft schafft sie auch ein Gefühl der Beliebigkeit und geht somit auf Kosten der Spannung. Ein bisschen mehr gespenstische Ruhe wie beim auch hier zitierten Alltime-Genrevorbild "Alien" hätte nicht geschadet. Das tolle Setting wäre dafür jedenfalls hervorragend geeignet gewesen. mahe.
| Darsteller: | Dennis Quaid | als Payton | |
|---|---|---|---|
| Ben Foster | als Bower | ||
| Cam Gigandet | als Gallo | ||
| Cung Le | als Manh | ||
| Antje Traue | als Nadia | ||
| Eddie Rouse | als Leland | ||
| Norman Reedus | als Shepard | ||
| André Hennicke | als Jagdführer | ||
| Regie: | Christian Alvart | ||
| Drehbuch: | Christian Alvart | ||
| Travis Milloy | |||
| Produzent: | Paul W.S. Anderson | ||
| Jeremy Bolt | |||
| Robert Kulzer | |||
| Ausf. Produzent: | Dave Morrison | ||
| Travis Milloy | |||
| Martin Moszkowicz | |||
| Buchvorlage: | Travis Milloy | ||
| Kamera: | Wedigo von Schultzendorff | ||
| Schnitt: | Philipp Stahl | ||
| Yvonne Valdez | |||
| Musik: | Michl Britsch | ||
| Produktionsdesign: | Richard Bridgland | ||
| Kostüme: | Ivana Milos | ||
| Casting: | Ana Davila | ||
| Randi Hiller | |||
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