Volker Schlöndorffs reizvolle Krimi-Hommage an die Schwarze Serie mit erotischen Frauen und verführten Männern. http://images.kino.de/flbilder/max98/bf98/bf10/b9810003/b150x150.jpg Palmetto

Filmdetails

Palmetto

Volker Schlöndorffs reizvolle Krimi-Hommage an die Schwarze Serie mit erotischen Frauen und verführten Männern.


Palmetto
Start: 02.04.1998

Thriller

Deutschland/USA 1998
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Woody Harrelson
Elisabeth Shue
Gina Gershon

Regie: Volker Schlöndorff
Verleih: Tobis

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Nach zwei unschuldig verbrachten Knast-Jahren ist Harry Barber leichte Beute im Netz einer verführerischen, aber gefährlichen Spinne. Im Auftrag einer jungen Millionärsgattin soll er die Entführung ihrer ebenso aufs Lösegeld schielenden Stieftochter vortäuschen. Doch aus leichtem Spiel wird blutiger Ernst, als Harry in eine Falle stolpert.


Kritik

Palmetto

"Immer Ärger mit Harry" lautet das Motto dieser James-Hadley-Chase-Adaption, mit der Volker Schlöndorff zugänglicher denn je und befreit von literarischem und politischem Ballast Kurs auf den internationalen Markt nimmt. Dabei tendieren die Abenteuer des mit überschaubaren Geistesgaben gesegneten Reporters und Ex-Häftlings Harry Barber gleichermaßen in Richtung Komödie und Hommage an Hollywoods Schwarze Serie.

Humorvolle Züge sind in den harten Kriminalgeschichten von Chase ebensowenig exotisch wie ihre Verfilmung durch europäische Regisseure. Chase schrieb seine in den USA angesiedelten Krimis aus der Distanz seiner britischen Heimat - vielleicht ein Grund, warum französische Regisseure wie Julien Duvivier ("Der Mann im Regenmantel", 1956) oder Henri Verneuil ("Im Rausch der Sinne", 1957) keine Berührungsängste mit diesen vermeintlich uramerikanischen Stoffen hatten. Schlöndorffs Affinität zur Vorlage begründet sich wohl in seinem schon lange gehegten Wunsch nach der Inszenierung eines Film noir wie auch in den oberflächlichen Parallelen, die sich zu seinem letzten Projekt "Der Unhold" ergeben. Wie dessen Protagonist hat auch Harry Barber (Woody Harrelson) Züge eines tumben Toren, der verführt wird - hier jedoch von materiellen und sexuellen Reizen. Zwei Jahre hat der Reporter unschuldig hinter Gittern verbracht, wodurch sein Glaube an den richtigen Lebenswandel verringert und sein erotischer Nachholbedarf vergrößert wurde. Als Rhea Malroux (Elisabeth Shue), die junge Frau eines todkranken Millionärs (unterfordert: Rolf Hoppe) mit 50.000 Dollar und laszivem Bodywork lockt, gibt Harry trotz glücklicher Beziehung zu Freundin Nina (Gina Gershon) beiden Versuchungen nach. Doch die vorgetäuschte Entführung von Malroux' Tochter (bad kid: Chloe Sevigny, zuletzt in "Trees Lounge" auf Männerfang) entwickelt sich vom vermeintlichen Kinder- zum Todesspiel. Ein klassisches, sich im schwülen Klima Floridas ausschwitzendes Noir-Szenario also, mit Shue in eher untypischer Rolle als Lust-Käfer mit Anleihen bei Norma Desmond ("Boulevard der Dämmerung"), und Gershon als ungewohnt bürgerliches Mädchen. Vergleichsweise konventionell besetzt ist dagegen Harrelson, dessen Desorientierung Schlöndorff mit Slapstick-Einlagen eher unnötig unterstreicht. Wie dieser Schläfer trotz gelegentlicher Wachphasen immer tiefer in die Katastrophe schlittert, ist vor allem in der ersten Hälfte unterhaltsam in Szene gesetzt, benötigt jedoch in der mit Plotwendungen spendablen zweiten Hälfte angesichts diverser Unglaubwürdigkeiten (auf Sevignys TV-Gerät läuft ironisch kommentierend OMC' Video "How Bizarre") vom Zuschauer erhöhte Toleranz. Dennoch ist dies Schlöndorffs leichtverdaulichster Film, der einmal nicht mit der Schwerkraft seiner Botschaft, sondern der Anziehungskraft seiner Stars lockt. kob.

Palmetto

Darsteller:  Woody Harrelson   als Harry Barber
  Elisabeth Shue   als Rhea Malroux
  Gina Gershon   als Nina
  Chloë Sevigny   als Odette Malroux
  Michael Rapaport   als Donnelly
  Rolf Hoppe   als Felix Malroux
  Tom Wright   als John Renick
  Chazz Palminteri  
  Heinz Hoenig  
 
Regie:  Volker Schlöndorff  
Drehbuch:  E. Max Frye  
Produzent:  Matthias Wendlandt  
Ausf. Produzent:  Al Corley  
  Bart Rosenblatt  
  Eugene Musso  
Buchvorlage:  James Hadley Chase  
Kamera:  Thomas Kloss  
Schnitt:  Peter Przygodda  
Musik:  Klaus Doldinger  
Produktionsdesign:  Claire Jenora Bowin  
Kostüme:  Terry Dresbach  
Ton:  Mark Weingarten  

Al Pacino spielt Adolf Hitler

Wandelt auf den Spuren Charlie Chaplins: Al Pacino

Wandelt auf den Spuren Charlie Chaplins: Al Pacino

Charlie Chaplin, war der erste, der sich an die Darstellung Hitlers in "Der große Diktator" wagte. Al Pacino wandelt nun auf den Spuren der Hollywood-Ikone.

Der "Heat"-Star wird Adolf Hitler in dem Bert Brecht-Stück "Arturo Ui" spielen. Der deutsche Drammatiker schrieb das satirische Werk über den Aufstieg des Diktators in den späten 30er Jahren. Aufgeführt wird es gegen Ende des Jahres an der New York Peace Universität.

Kritiker und Bert Brecht-Experte Eric Bentley beurteilte Arturo Ui als "sehr minamalistisches, aber als sehr gutes Theaterstück, vor allem wenn die Rolle des Hitlers brilliant besetzt ist". Das ist mit Pacino, der für "Der Duft der Frauen" einen Oscar gewann, garantiert!

Simon McBurney, der das Stück inszenieren wird, machte nicht nur bei der Besetzung der Hauptrolle Nägel mit Köpfen. Er klotzte auch bei den Nebenrollen. Chazz Palminteri (Palmetto), Steve Buscemi (Fargo) und Charles Durning (O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee) gaben bereits ihre Zusage.

Star

Woody Harrelson

"Natural Born Actor": Als Schauspieler, der Action genau wie Komödien und Dramen gleichermaßen im Griff hat, ist Woody Harrelson aktiv in...

Star

Elisabeth Shue

* 06.10.1963

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