Anrührendes und tragikomisches Melodram um die ungewöhnliche Freundschaft eines sterbenden Jungen mit einer geschiedenen Frau. Eric-Emmanuel Schmitt verfilmte selbst seinen Weltbestseller. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto34/10340045/b150x150.jpg Oskar und die Dame in Rosa

Filmdetails

Oskar und die Dame in Rosa

Anrührendes und tragikomisches Melodram um die ungewöhnliche Freundschaft eines sterbenden Jungen mit einer geschiedenen Frau. Eric-Emmanuel Schmitt verfilmte selbst seinen Weltbestseller.


Oskar und die Dame in Rosa
Start: 07.10.2010

Originaltitel: Oscar et la dame rose

Drama

Frankreich/Belgien 2009
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Amir
Michèle Laroque
Max von Sydow

Regie: Eric-Emmanuel Schmitt
Verleih: Studiocanal

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Inhalt

Der zehnjährige Oskar ist schwer krebskrank und hat nur noch wenige Tage zu leben. Seine Eltern sagen ihm die bittere Wahrheit nicht, und auch die anderen Erwachsenen flüchten sich nur in Phrasen, wenn er ihnen ernste Fragen stellt. Da trifft er auf die resolute, schrille Pizzalieferantin Rose. Sie soll sich um ihn kümmern, ihm letzten Lebensmut geben. Sie motiviert ihn, Briefe an Gott zu schreiben und sich jeden Tag einen Wunsch zu erfüllen.


Kritik

Oskar und die Dame in Rosa

Eric-Emmanuel Schmitt verfilmt seinen Weltbestseller über eine ganz besondere Freundschaft als anrührendes und tragikomisches Melodram.

Hier darf geweint werden, was die Tränendrüsen hergeben. Es geht einfach an die Nieren, wie der zehnjährige krebskranke Oskar dem sicheren Tod entgegen treibt und mit Hilfe der "Dame in Rosa" an einem Tag soviel erlebt wie andere in zehn Jahren. Der verschlossene Junge ist enttäuscht von seinen Eltern, die ihm die bittere Wahrheit vorenthalten und von den anderen Erwachsenen, die sich in Phrasen flüchten, statt seinen Fragen, Ängsten und Wünschen offen zu begegnen. Erst das Zusammentreffen mit der resoluten Rose, die ihn in der Klinik zusammenstaucht, weil er ihr im Weg steht und sauer ist, für ihre "Pinky Pizzas" keinen Abnehmer zu finden, bringt ihm wieder Lebenslust. Ausgerechnet die geschiedene Frau soll ihm auf Wunsch der Krankenhausleitung über die verbleibende Zeit helfen, im Austausch gegen lukrative Pizzalieferung. Aus Pflicht wird bald Kür, wenn die unangepasste Lady im schrillen Outfit den Jungen motiviert, Briefe an Gott zu schreiben und sich an jedem der zwölf Tage einen immateriellen Wunsch zu erfüllen. Wie im Märchen erlebt Oskar Kindheit, Jugend, erste Liebe, Ehe, Lebenskrise und Alter im Schnelldurchlauf. Und wenn sich das Jahr bzw. sein Leben zu Ende neigt, verbringt er noch einmal das schönste Weihnachtsfest.

Eric-Emmanuel Schmitt verfilmt (nach "Odette Toutlemonde") seinen gleichnamigen Bestseller-Roman, der allein in Deutschland mehr als eine halbe Million Mal verkauft wurde, mit Leidenschaft, Menschlichkeit und großer Zärtlichkeit, vergisst dabei nicht eine dicke Portion liebevollen Humors dank der rustikalen Präsenz von Michèle Laroque als Gegenpol zum kleinen Amir als Tod geweihtes Kind. Fantasy- und Animations-Elemente erlauben kleine Fluchten aus der Realität. Um das Leben und nichts anderes geht es in diesem mutigen Film, der das heikle Thema mit Fantasie, Witz und viel Sentiment(alität) in den Griff kriegt und sich nicht scheut, ein leidendes Kind zu zeigen. Manchmal wird etwas dick aufgetragen, wenn es um Gott und einen naiven Symbolismus geht, ein Wesen stirbt und ein anderes quasi wiedergeboren wird oder die pseudo-philosophischen Exkurse in prätentiöse Sphären abdriften. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen. Dennoch packt dieser Ausflug ins Reich der Tränen und Fantasie, vor allem wegen der Darsteller und der Musik von Michel Legrand. Aus vollem Herzen schluchzen kann so schön sein. mk.

Oskar und die Dame in Rosa

Darsteller:  Amir   als Oscar
  Michèle Laroque   als Rose
  Max von Sydow   als Dr Düsseldorf
  Amira Casar   als Oberschwester Gommette
  Mylène Demongeot   als Lily, Roses Mutter
  Constance Dollé   als Oscars Mutter
  Jerôme Kircher   als Oskars Vater
  Thierry Neuvic   als Victor, Roses Freund
  Benoît Brière   als Ringsprecher
  Mathilde Goffart   als Peggy Blue
  Eric Remi   als Popcorn
  Jonas Wertz   als Einstein
  Martin Nissen   als Bacon
 
Regie:  Eric-Emmanuel Schmitt  
Drehbuch:  Eric-Emmanuel Schmitt  
Produzent:  Philippe Godeau  
  Bruno Metzger  
  Olivier Rausin  
Ausf. Produzent:  Jean-Yves Asselin  
Buchvorlage:  Eric-Emmanuel Schmitt  
Kamera:  Virginie Saint-Martin  
Schnitt:  Philippe Bourgeuil  
Musik:  Michel Legrand  
Kostüme:  Jean-Daniel Vuillermoz  
Ton:  Patrick Rousseau  
  Louis Gignac  

Star

Michèle Laroque

* 15.06.1960

Star

Max von Sydow

Sein unverwechselbar nordisches, hohes, kantiges Gesicht mit dem suchenden, ernsten und oft gepeinigt wirkenden Blick machten den 1929...

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