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Open Your Eyes

Open Your Eyes

(Abre los ojos)
Thriller - Spanien/Frankreich/Italie. 1997
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 117 Min. - Verleih: Helkon
Start: 24.01.2002
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Open Your Eyes
Weil er eine aufdringliche Geliebte loswerden will, flirtet der gut aussehende Sunnyboy Cesar mit der hübschen Sofia und verliebt sich in sie. Später lässt er sich von der Ex-Geliebten im Auto mitnehmen. Die Enttäuschte lenkt den Wagen über eine Böschung. Sie stirbt, Cesar wird grausam entstellt. Fortan will keiner mehr mit ihm zu tun haben. Dann wendet sich das Blatt, Cesars Gesicht kann wieder hergestellt werden und Sofia gesteht ihm ihre Liebe. Doch immer öfter trägt sie das Gesicht der Ex-Geliebten - Cesar scheint in einem Albtraum gefangen.

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KRITIK
Open Your Eyes
Der zweite Spielfilm des durch den Extrem-Psycho-Thriller "Tesis" bekannt gewordene, heute 25jährigen spanischen Regisseurs Alejandro Amenabar, der damals ein Versprechen abgab, das er jetzt, mit seinem zweiten Hochspannungs-Thriller, mehr als einlöst. Wie vor zwei Jahren auf der Berlinale im Panorama umjubelt, sollte die elegante, erotische und stilistisch makellose Mischung aus "12 Monkeys", "Das Phantom der Oper" und "Die Schöne und das Biest" im Gewand eines virtuellen Psycho-Labyrinths genügend Anhänger finden, um diesmal nicht nur auf Video (wie der Vorgänger, der überdies sieben "Goya", die spanischen Oscars, gewann), sondern auch auf der Leinwand zu reüssieren.

Als schöner und reicher Ladies' Man hat der junge César (Eduardo Noriega) alles vom Leben und scheut sich nicht, seinem Freund Pelayo die Freundin Sofia (Penelope Cruz, aus "Jamon, Jamon") auszuspannen. Noch in derselben Nacht wird die junge Nuria, die er als One-Night-Stand vergessen hatte und die ihn obsessiv eifersüchtig verfolgt, seinen Traum vom romantischen Paradies, der durch Sofia geweckt wurde, in einen Alptraum verwandeln. Ein Autounfall, der sein Gesicht entstellt, Wahrnehmungstäuschungen, Lücken im Gedächtnis, die Zelle in der Gerichtspsychiatrie, Gesichtsoperationen, Hypnose, Verwechslungen der beiden Geliebten und schließlich Verdacht und Gewißheit, daß er in einer virtuellen Welt lebt, bringen César (wie James Stewart in "Vertigo") an den Rand des Abgrunds.

Ob er springen wird, ist nur eine von vielen Fragen, die der außerordentlich suggestive, ungemein spannende, attraktiv erotisierte komplexe Gehirn-Krimi auslöst, dessen Plot ein mehrfaches Sehen geradezu verlangt. Amenabar blufft nicht (wie viel Genrefilme), sondern er schafft dank eines einzigartig in seinen Motivkreisen vernetzten Drehbuchs ein ständiges Klima der Unsicherheit, der wechselnden Raum- und Zeitebenen und der planvollen Zerstörung von Gewißheiten. Fabelhaft die Einbeziehung der Architektur von Madrid, blendend die Schauspieler, fatal das Programm zur Verlängerung von Leben mittels Einfrieren. Das Meisterwerk des Spannungskinos sollte spielend Verleih und entsprechende Häuser finden. ger.

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