Berührendes Drama um die schmerzhafte Selbstfindung eines jungen Mannes in der Psychatrie. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz20/z0220607/b150x150.jpg On the Edge

Filmdetails

On the Edge

Berührendes Drama um die schmerzhafte Selbstfindung eines jungen Mannes in der Psychatrie.


On the Edge
Start: 06.06.2002

Drama

Irland 1999
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Cillian Murphy
Tricia Vessey
Jonathan Jackson

Regie: John Carney
Verleih: UIP

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Der junge Jonathan Breech (Cillian Murphy) bricht am Sarg seines Vaters zusammen. Nachts stiehlt er die Urne und fährt mit einem gestohlenem Auto über die Klippen. Er überlebt den Selbstmordversuch und landet in einer psychiatrischen Klinik, wo er sich in die Patientin Rachel (Tricia Vessey) verliebt und auf Toby (Jonathan Jackson) trifft, der sich am Unfalltod seines Bruders schuldig fühlt. Gemeinsam mit dem Psychiater (Stephen Rea) durchlebt das Trio den abstumpfenden Alltag in der Anstalt, der die Jugendlichen immer weiter in eine neue Tragödie treibt.

Regisseur und (Co-)Autor John Carney gelang ein Meisterwerk, das den Vergleich mit "Einer flog über das Kuckucksnest" nicht zu scheuen braucht.


Kritik

On the Edge

Weit weg von spektakulären "Irrenhaus-Szenen" erzählt der junge irische Regisseur John Carney von einem 19-Jährigen, der durch den Tod seines Vaters den Boden unter den Füßen verliert und in der Psychiatrie landet. Ein berührendes Drama um schmerzhafte Selbstfindung und den verzweifelten Versuch, dem Leben ein Stückchen Glück abzutrotzen.

Er macht auf cool und unheimlich lässig, aber innerlich bricht Jonathan Breech in Stücke, als er am Sarg seines Vaters Abschied nimmt. Nachts klaut er seinem Bruder die Urne mit der Asche des Verblichenen und jagt mit einem gestohlenen Auto über die Klippe. Er überlebt den Suizidversuch und darf wählen zwischen Gefängnis oder psychiatrischer Klinik. In der von einem charismatischen Stephen Rea als Arzt geleiteten Therapie-Gruppe ist Jonathan der "Normalste", leidet er doch "nur" unter einer vererbten Depression, die in den Griff zu kriegen sein soll. Langsam freundet er sich mit dem sensiblen Toby an, der sich am tödlichen Autounfall seines Bruders schuldig fühlt, und verliebt sich in Rachel, eine Mitpatientin, die den Verlust der Mutter nicht verkraften kann und sich in ein emotionales Schneckenhaus verkriecht. Der erst 27-jährige Regisseur bewegt sich weit weg von jeglicher Mainstream-Routine wie in "Durchgeknallt", verzichtet größtenteils auf die Klischees von Wärtern in weißen Kitteln, die Patienten mit Psychopharmaka vollstopfen oder in Zwangsjacken stecken, belässt es bei Andeutungen von Hoffnungslosigkeit - da starrt eine Frau seit Jahren im Aufenthaltsraum aus "ihrem" Fenster, spielt eine andere als Beschäftigungstherapie permanent Klavier ohne jegliche Aussicht auf Heilung. Ein Glücksgriff sind die Schauspieler: Cillian Murphy als wilder und doch so empfindsamer Rebell, Jonathan Jackson als an der Realität zerbrechender Idealist, Tricia Vessey als junges Mädchen mit Angst vor Liebe. Das Drama konzentriert sich auf die drei Jugendlichen, die Rivalitäten unter den beiden Jungs, ihre kleinen Fluchten wie nächtlichen Ausbrüche und Züge durch Kneipen, die langsame Annäherung zwischen Jonathan und Rachel, und die Figur des Psychiaters, der sich seiner Hilflosigkeit bewusst ist und dennoch versucht, seine Schützlinge wieder in ein normales Leben zu integrieren, was immer diese Normalität auch bedeuten mag. Toby scheitert, die beiden anderen könnten den Hauch einer Chance haben, dem Teufelskreis der Selbstzerstörung zu entkommen. Aber Glück ist zerbrechlich. Es gibt keine Helden, sondern nur verwundete Seelen, die ihre Hilfeschreie sehr verschlüsselt senden. Trotz der tragischen Entwicklung gelingt es dem Iren in diesem wahrhaftigen Porträt von Menschen in Grenzsituationen Emotionalität und Humor zu verbinden, den Zuschauer nicht in ein Loch fallen zu lassen, sondern mit leichtem Optimismus auf den Heimweg zu schicken. "On the Edge" gehört zu den seltenen Teenie-Filmen, der seine Protagonisten nicht verrät. Einen Vergleich mit "Einer flog übers Kuckucksnest" muss dieses vielschichtige Meisterwerk nicht scheuen. mk.

On the Edge

Darsteller:  Cillian Murphy   als Jonathan Breech
  Tricia Vessey   als Rachel Row
  Jonathan Jackson   als Toby
  Stephen Rea   als Dr. Figure
  Paul Hickey   als Mikey Breech
  Gerard McSorley   als Priester
  Camille O'Sullivan   als Mikeys Frau
  Mary Murray   als Maria
  Gavin Coleman   als Marias Freund
  Marcella Plunkett   als Lesley
  Tomas O'Suilleabhain   als Nick
  Gerard McSorley   als Rachels Vater
 
Regie:  John Carney  
Drehbuch:  John Carney  
  Daniel James  
Produzent:  Ed Guiney  
  Arthur Lappin  
Ausf. Produzent:  Jim Sheridan  
  Roger Crago  
Kamera:  Eric Alan Edwards  
Schnitt:  Dermot Diskin  
Musik:  John Carney  
Produktionsdesign:  Brian Morris  
  Anna Rackard  
Kostüme:  Lorna Marie Mugan  
Ton:  Dan Birch  

Kinofest 2002: Der Star ist das Publikum

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Kino so günstig wie nie: Für nur drei Euro gibt's dieses Wochenende in deutschen Filmtheatern die absoluten Movie-Highlights zu sehen: Die Filmwirtschaft möchte sich bei ihrem Publikum bedanken und bittet zum Kinofest 2002. Aktuelle Blockbuster, grandiose Klassiker und die Topfilme der nächsten Monate flimmern in vielen deutschen Kinos zum Sonderpreis über die Leinwände.

Am 26. Juni gab's ihn Berlin schon die große Eröffnungsfeier mit Armin Rohde ("666 - Traue keinem, mit dem du schläfst") und Jessica Schwarz, der Moderatorin von "Film ab" auf VIVA (Di 19 u. 23 Uhr, So. 19 Uhr).

Auf www.kinofest2002.de finden Sie aktuelle Infos zum Kinofest, unter anderem eine Liste der teilnehmenden Kinos und Rezepte für coole Cocktails wie "Kinocolada", "Terminator", "Hollywood Dream" oder "Pretty Woman".



Diese Filme und viele mehr gibt es beim Kinofest 2002 zu sehen:

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Cillian Murphy

Der Unberechenbare. Mit seinen flirrenden unruhigen Augen und der beherrschten Körpersprache ist der Ire Cillian Murphy ausgezeichneter...

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Stephen Rea

Er blickt gutmütig in die Welt, seine krausen kurzen Locken wachsen, wie es ihnen gefällt, das ovale Gesicht hängt meist etwas nach unten, das...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

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