Erbarmungsloses und stilistisch faszinierendes Rachedrama, für das der Koreaner Park Chan-Wook in Cannes mit dem Grand Prix der Jury ausgezeichnet wurde. http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz34/z0434631/b150x150.jpg Oldboy

Filmdetails

Oldboy

Erbarmungsloses und stilistisch faszinierendes Rachedrama, für das der Koreaner Park Chan-Wook in Cannes mit dem Grand Prix der Jury ausgezeichnet wurde.


Oldboy
Start: 02.09.2004

Originaltitel: Oldeuboi

Thriller / Drama

Südkorea 2003
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Choi Min-sik
Yu Ji-tae
Kang Hye-jeong

Regie: Park Chan-wook
Verleih: 3L (Central)

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Fünfzehn lange Jahre und ohne je den Grund dafür zu erfahren wird der koreanische Geschäftsmann Oh Dae-su (Choe Min-shik) von Unbekannten in einem Raum gefangen gehalten und eines Tages ebenso unvermittelt auf die Straße gekippt. Dort bleiben ihm genau fünf Tage, die Hintergründe seiner Gefangenschaft aufzuklären, ansonsten drohen seine Peiniger jede Frau zu töten, für die er je ein Gefühl hegte - inklusive der hübschen Restaurant-Bedienung Mido (Gang Hye-jeong), die ihm gerade eben auf die Beine half.

Mit seinem stilsicheren, bildgewaltigen Rächerthriller erzielte der koreanische Filmemacher Park Chan-wook ("Sympathy for Mr. Vengeance") einen BoxOffice-Hit in der Heimat und einen Achtungserfolg in Cannes. Nichts für schwache Nerven, Hollywood-Remake in Arbeit.


Kritik

Südkoreas Regiewunder Park Chan-wook präsentiert das "Kill Bill" anno 2004.

Großansicht Oh Dae-su sucht seine Peiniger (Foto: 3L (Central))

Oh Dae-su sucht seine Peiniger (Foto: 3L (Central))

"Die Rache ist mein!" spricht der Herr des koreanisches Tötungsfilmes, Park Chan-wook, und serviert kompromissloses, packendes Kino total.

15 Jahre wird Oh Dae-su (Choe Min-shik) von Unbekannten in einer Isolationszelle gefangen gehalten. Ein Fernseher ist sein Fenster nach draußen, während er drinnen seinen Dämonen, Wahnsinn und Depression, ausgesetzt ist.

Nach seiner Freilassung brennt er auf Rache an seinen Peinigern. Allerdings ahnt Oh Dae-su noch nicht, dass nicht "Wer?" die entscheidende Frage ist, sondern "Warum?".

Großansicht Gleich startet der Flug ins Jenseits (Foto: 3L (Central))

Gleich startet der Flug ins Jenseits (Foto: 3L (Central))

Spannender Pas de Deux

Völlig zurecht erhielt "Oldboy" in diesem Jahr die höchsten Weihen des Filmfestivals in Cannes.

Denn Park inszeniert Oh Dae-sus Vergeltung nicht nur als visuell bahnbrechenden Pas de Deux der Gewalt.

Er verwebt auch noch kunstvoll die Motivation aller Agierenden und die Folgen ihres Handelns zu einer Story, die bis zum Schluss die Spannung hält und in jeder Szene mehr erzählt als das bloße Bild auf der Leinwand.

Großansicht Schmerzen gehören für Oh Dae-su zur Tagesordnung (Foto: 3L (Central))

Schmerzen gehören für Oh Dae-su zur Tagesordnung (Foto: 3L (Central))

Freude für Kafka

So ist "Oldboy" trotz einiger Schockmomente im Grunde eine Reflexion über menschliche Emotionalität jenseits von Zivilisation. Freud und Kafka würden frohlocken.

Oldboy

Darsteller:  Choi Min-sik   als Oh Dae-su
  Yu Ji-tae   als Lee Woo-jin
  Kang Hye-jeong   als Mido
  Ji Dae-han   als No Joo-hwan
  Oh Dal-su   als Park Cheol-woong
  Kim Byoung-ok   als Chefwächter
  Lee Seung-shin   als Yoo Hyung-ja
  Yoon Jin-seo   als Lee Soo-ah
 
Regie:  Park Chan-wook  
Drehbuch:  Hwang Jo-yun  
  Lim Jun-hyeong  
  Park Chan-wook  
Produzent:  Kim Dong-ju  
Koproduzent:  Syd Lim  
Ausf. Produzent:  Kim Jang-wook  
Kamera:  Chung Chunghoon  
Schnitt:  Kim Sang-beom  
Musik:  Shim Hyeon-jeong  
  Lee Ji-su  
  Choi Sung-hyeon  
Produktionsdesign:  Ryu Seong-heui  
Kostüme:  Jo Sang-gyeong  
Ton:  Lee Sang-wook  
  Lee Sung-choul  

Christian Bale nimmt nach Grizzly-Angriff blutige Rache

Er war nach dem Angriff eines Bären schon halb verblutet und wurde von seinen Gefährten einfach den angreifenden Indianern überlassen ...

Großansicht Macht kurzen Prozess mit treulosen Trappern: Christian Bale (Foto: Kurt Krieger)

Macht kurzen Prozess mit treulosen Trappern: Christian Bale (Foto: Kurt Krieger)

Doch Hugh Glass, einer der berühmtesten Haudegen im Wilden Westen Anfang des 19. Jahrhunderts, weigerte sich zu sterben: Er schleppte sich halbtot aus der Wildnis in die rettende Stadt - und schwor Rache an jedem einzelnen seiner Begleiter ...

Das ist natürlich ein Stoff, wie in Hollywood liebt. Und kein Geringerer als Christian Bale soll Hugh Glass auf der großen Leinwand verkörpern. Ganz klar eine Idealbesetzung, schließlich ist Christian Bale seit seiner legendären Hasstirade gegen einen Kameramann am Set von "Terminator" für seinen extrem kurzen Geduldsfaden bekannt.

"The Revenant" - zu deutsch etwa "Der Wiedergänger" soll der Western-Thriller heißen. Regie führt Park Chan-wook, der mit "Oldboy" eins der besten Rachedramen überhaupt geschaffen hat. Damit dürfte auch klar sein, dass "The Revenant" vor ungeschminkten Gewaltszenen nicht zurückschrecken wird.

Christian Bale greift zur Flinte

Das passt zum Thema, denn Hugh Glass wurde von dem Bären derart verunstaltet, dass sein Überleben tatsächlich ausgeschlossen schien. Eigentlich wollten seine Kumpanen zwar noch bei ihm bleiben, um ihn nach seinem Tod zu beerdigen, doch sie flüchteten vor einem Indianer-Angriff und ließen Glass zurück: nur mit einer Flinte zur Selbstverteidigung - oder um sich selbst den Gnadenschuss zu geben. Doch dann kam es ganz anders ...

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