Originaltitel: Oldeuboi
Südkorea 2003
Choi Min-sik
Yu Ji-tae
Kang Hye-jeong
Regie: Park Chan-wook
Verleih: 3L (Central)
Fünfzehn lange Jahre und ohne je den Grund dafür zu erfahren wird der koreanische Geschäftsmann Oh Dae-su (Choe Min-shik) von Unbekannten in einem Raum gefangen gehalten und eines Tages ebenso unvermittelt auf die Straße gekippt. Dort bleiben ihm genau fünf Tage, die Hintergründe seiner Gefangenschaft aufzuklären, ansonsten drohen seine Peiniger jede Frau zu töten, für die er je ein Gefühl hegte - inklusive der hübschen Restaurant-Bedienung Mido (Gang Hye-jeong), die ihm gerade eben auf die Beine half.
Mit seinem stilsicheren, bildgewaltigen Rächerthriller erzielte der koreanische Filmemacher Park Chan-wook ("Sympathy for Mr. Vengeance") einen BoxOffice-Hit in der Heimat und einen Achtungserfolg in Cannes. Nichts für schwache Nerven, Hollywood-Remake in Arbeit.
Südkoreas Regiewunder Park Chan-wook präsentiert das "Kill Bill" anno 2004.
"Die Rache ist mein!" spricht der Herr des koreanisches Tötungsfilmes, Park Chan-wook, und serviert kompromissloses, packendes Kino total.
15 Jahre wird Oh Dae-su (Choe Min-shik) von Unbekannten in einer Isolationszelle gefangen gehalten. Ein Fernseher ist sein Fenster nach draußen, während er drinnen seinen Dämonen, Wahnsinn und Depression, ausgesetzt ist.
Nach seiner Freilassung brennt er auf Rache an seinen Peinigern. Allerdings ahnt Oh Dae-su noch nicht, dass nicht "Wer?" die entscheidende Frage ist, sondern "Warum?".
Völlig zurecht erhielt "Oldboy" in diesem Jahr die höchsten Weihen des Filmfestivals in Cannes.
Denn Park inszeniert Oh Dae-sus Vergeltung nicht nur als visuell bahnbrechenden Pas de Deux der Gewalt.
Er verwebt auch noch kunstvoll die Motivation aller Agierenden und die Folgen ihres Handelns zu einer Story, die bis zum Schluss die Spannung hält und in jeder Szene mehr erzählt als das bloße Bild auf der Leinwand.
So ist "Oldboy" trotz einiger Schockmomente im Grunde eine Reflexion über menschliche Emotionalität jenseits von Zivilisation. Freud und Kafka würden frohlocken.
| Darsteller: | Choi Min-sik | als Oh Dae-su | |
|---|---|---|---|
| Yu Ji-tae | als Lee Woo-jin | ||
| Kang Hye-jeong | als Mido | ||
| Ji Dae-han | als No Joo-hwan | ||
| Oh Dal-su | als Park Cheol-woong | ||
| Kim Byoung-ok | als Chefwächter | ||
| Lee Seung-shin | als Yoo Hyung-ja | ||
| Yoon Jin-seo | als Lee Soo-ah | ||
| Regie: | Park Chan-wook | ||
| Drehbuch: | Hwang Jo-yun | ||
| Lim Jun-hyeong | |||
| Park Chan-wook | |||
| Produzent: | Kim Dong-ju | ||
| Koproduzent: | Syd Lim | ||
| Ausf. Produzent: | Kim Jang-wook | ||
| Kamera: | Chung Chunghoon | ||
| Schnitt: | Kim Sang-beom | ||
| Musik: | Shim Hyeon-jeong | ||
| Lee Ji-su | |||
| Choi Sung-hyeon | |||
| Produktionsdesign: | Ryu Seong-heui | ||
| Kostüme: | Jo Sang-gyeong | ||
| Ton: | Lee Sang-wook | ||
| Lee Sung-choul | |||
Er war nach dem Angriff eines Bären schon halb verblutet und wurde von seinen Gefährten einfach den angreifenden Indianern überlassen ...
Doch Hugh Glass, einer der berühmtesten Haudegen im Wilden Westen Anfang des 19. Jahrhunderts, weigerte sich zu sterben: Er schleppte sich halbtot aus der Wildnis in die rettende Stadt - und schwor Rache an jedem einzelnen seiner Begleiter ...
Das ist natürlich ein Stoff, wie in Hollywood liebt. Und kein Geringerer als Christian Bale soll Hugh Glass auf der großen Leinwand verkörpern. Ganz klar eine Idealbesetzung, schließlich ist Christian Bale seit seiner legendären Hasstirade gegen einen Kameramann am Set von "Terminator" für seinen extrem kurzen Geduldsfaden bekannt.
"The Revenant" - zu deutsch etwa "Der Wiedergänger" soll der Western-Thriller heißen. Regie führt Park Chan-wook, der mit "Oldboy" eins der besten Rachedramen überhaupt geschaffen hat. Damit dürfte auch klar sein, dass "The Revenant" vor ungeschminkten Gewaltszenen nicht zurückschrecken wird.
Das passt zum Thema, denn Hugh Glass wurde von dem Bären derart verunstaltet, dass sein Überleben tatsächlich ausgeschlossen schien. Eigentlich wollten seine Kumpanen zwar noch bei ihm bleiben, um ihn nach seinem Tod zu beerdigen, doch sie flüchteten vor einem Indianer-Angriff und ließen Glass zurück: nur mit einer Flinte zur Selbstverteidigung - oder um sich selbst den Gnadenschuss zu geben. Doch dann kam es ganz anders ...
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