Turbulenter Spaß mit Nora Tschirner als braver Studentin, die durch den Kauf eines Jeeps in Dealerkreise gerät. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto50/11500092/b150x150.jpg Offroad

Filmdetails

Offroad

Turbulenter Spaß mit Nora Tschirner als braver Studentin, die durch den Kauf eines Jeeps in Dealerkreise gerät.


Offroad
Start: 12.01.2012

Komödie / Lovestory

Deutschland 2011
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Nora Tschirner
Elyas M'Barek
Max von Pufendorf

Regie: Elmar Fischer
Verleih: Paramount

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Inhalt

Meike Pelzer hat alles so schön geplant: Gerade mit dem BWL-Studium fertig, die Übernahme des väterlichen Betriebs in Aussicht und die Hochzeit vor der Tür. Einmal will sie doch noch etwas Verrücktes tun und erwirbt einen protzigen, beim Zoll beschlagnahmten goldfarbenen Jeep. Da passiert das Unerwartete: Sie erwischt ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett, der Lebensplan scheint gescheitert. Das Chaos setzt sich fort, als sie eine große Menge Kokain im Jeep findet. Der ideale Zeitpunkt, um ein neues Geschäftsmodell zu starten.


Kritik

Offroad

Ein Spaßfilm, ein turbulenter Mix aus Komödie, Thriller und Roadmovie, in dem eine sympathische Nora Tschirner eine junge Frau spielt, deren Leben aus dem Ruder läuft.

"Offroad". Den Titel darf man ganz wörtlich nehmen. Das Leben einer Frau gerät aus der Spur - und das obwohl für Meike Pelzer (Nora Tschirner) doch alles klar vorgezeichnet ist: Das Betriebswirtschaftsstudium ist abgeschlossen und mit Rechtsanwalt Philip (Max von Pufendorf) schon der zu heiratende Mann gefunden. Bald gilt es die elterliche Gartenbedarffirma - Spezialität Grasfangsäcke - zu übernehmen, dann Kinder. Doch da tauchen im von ihr beim Zoll ersteigerten, Büffelhorn-verzierten Jeep, im Kofferraum versteckt, 50 Kilogramm Kokain auf. Damit könnte man doch endlich in die Sahara fahren, so richtig über Staubpisten brettern und all den bürgerlichen Mief hinter sich lassen.

Mit einem typischen Hitchcock'schen MacGuffin steigt Regisseur und Co-Autor Elmar Fischer in seinen Spaßfilm ein. Im Schnelldurchlauf wird Meikes Lebenssituation beschrieben: Tandemfahren mit Helm und korrekten Handzeichen beim Abbiegen. Ein Bier zuviel auf dem örtlichen Schützenfest. Philip geht mit Meikes bester Freundin fremd und dann tauchen die Besitzer der Drogen auf, drei überforderte Jungunternehmer, die ihre Eventagentur gegen die Wand gefahren haben. Schmerzlich muss Meike erfahren, dass Dealen ein hartes Geschäft ist - und dass es noch Gentlemen gibt, die einer Dame in Not helfen: In diesem Fall der coole, unverschämte, unverschämt gut aussehende Deutschtürke Salim (Elyas M'Barek), der sie immer wieder aus gefährlichen Situationen befreit.

Von einer "angry young woman" erzählt Fischer im zweiten Kinofilm nach seinem vielfach ausgezeichneten Schläferdrama "Fremder Freund" (2002). Virtuos mixt er Komödien-, Thriller- und Roadmovie-Elemente, setzt auf Tempo und schnelle Schnitte, Autostunts, Verfolgungsjagden und Schießereien inklusive. US-Hits wie "Ocean's Eleven" oder "Thomas Crown ist nicht zu fassen" werden auf deutsche Verhältnisse umdekliniert, Split-Screen-Technik kommt klug zum Einsatz und Ali M. Askins schwungvoller Ethno-Soundrack befeuert die Handlung. Die Musik greift die absurden Momente auf, die in vielen Szenen lauern, unterstützt oder überhöht sie mit reggaeartigen Dubs, ehe dank der Easy-Listening-Elemente à la David Holmes wieder Ruhe und Leichtigkeit einkehren.

Nora Tschirner, Publikumsliebling seit Ohren- und Kükenerfolgen an der Seite von Til Schweiger, funktioniert als Sympathieträger perfekt, die Chemie mit "Türkisch für Anfänger"-Traumboy M'Barek stimmt und die Bösewichte sind mit Thomas Fränzel (Julian), Stefan Rudolf (Ulf) und Tonio Arrango (Tuschi) treffend gecastet. Die gute Besetzung runden Gastauftritte von Leslie Malton (Mama Pelzer) sowie der "Tatort"-Kommissare Dominic Raacke (Papa Pelzer) und Axel Milberg (Rechtsanwalt Schanowski) ab, für die atmosphärischen (Berlin-)Bilder sorgte Philipp Kirsamer. geh.

Offroad

Darsteller:  Nora Tschirner   als Meike Pelzer
  Elyas M'Barek   als Salim
  Max von Pufendorf   als Philip
  Tonio Arango   als Tuschi
  Thomas Fränzel   als Julian
  Stefan Rudolf   als Ulf
  Nele Kiper   als Sarah
  Seyneb Saleh   als Özlem
  Nora Binder   als Denise
  Teresa Weißbach   als Mandy
  Michael Kind   als Concierge
  Leslie Malton   als Mutter Pelzer
  Dominic Raacke   als Vater Pelzer
  Axel Milberg   als Rechtsanwalt Schanowki
 
Regie:  Elmar Fischer  
Drehbuch:  Elmar Fischer  
  Susanne Hertel  
Produzent:  Jakob Claussen  
  Uli Putz  
Koproduzent:  Dr. Wilfried Ackermann  
Kamera:  Philipp Kirsamer  
Schnitt:  Eva López Echegoyen  
Musik:  Ali N. Askin  
Produktionsdesign:  Wolfgang Arens  
Kostüme:  Gudrun Johanna Binger  
Maske:  Mechthild Schmitt  
  Henny Zimmer  
Ton:  Josef Pörzchen  
Casting:  Daniela Tolkien  

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Nora Tschirner

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Elyas M'Barek

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