Vielfach ausgezeichnete Adaption eines baskischen Romans über skurrile Ereignisse und Bewohner eines Bergdorfes. http://images.kino.de/flbilder/max07/auto07/auto19/07190184/b150x150.jpg Obaba

Filmdetails

Obaba

Vielfach ausgezeichnete Adaption eines baskischen Romans über skurrile Ereignisse und Bewohner eines Bergdorfes.


Obaba
Start: 21.06.2007

Drama / Episodenfilm

Spanien/Deutschland 2005
Laufzeit: 107 Min.
FSK: Ungeprüft

Peter Lohmeyer
Pilar López de Ayala
Juan Diego Botto

Regie: Montxo Armendáriz
Verleih: Zorro

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Action
Humor
Romantik
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Inhalt

Obaba nennt sich das baskische Bergdorf, in das die abgeklärte Studentin Lourdes (Barbara Lennie) aufbricht, um ein Video über die Einwohner fertigzustellen. Aber schon auf der einsamen Waldstraße zu dem Nest stößt sie auf Gasthausbesitzer Ismail (Hector Colome), der Kryptisches murmelt. Im Ort selbst wimmelt es vor Eidechsen, schwer Geschädigten wie dem alten Tomas (Txema Blasco) und anderen Merkwürdigkeiten. Lourdes verliebt sich in Miguel (Juan Diego Botto), dessen Mutter am Grab eines Deutschen (Peter Lohmeyer) trauert.

Die Geheimnisse eines Dorfes entblättern sich mit rundweg hypnotischer Wirkung in der mit spanischen Filmpreisen überhäuften Bestselleradaption von Montxo Armendáriz ("Secretos del corazón"). Das skurrile und parodistische Fabulieren berauscht die Sinne.


Kritik

Obaba

Der spanische Oscar-Kandidat und Goya-Gewinner basiert auf dem Buch des baskischen Autors Bernardo Atxaga und fabuliert über die Geschichte(n) der Bewohner eines Bergdorfs.

"Bis vor kurzem war ich noch normal", beginnt die Ich-Erzählerin und Protagonistin Lourdes (Barbara Lennie). Nämlich als sie, die abgeklärte Filmstudentin aus der Großstadt, mit einer Videokamera zum nordspanischen Bergdorf Obaba fährt, um eine Doku über die Einwohner zu drehen. Seltsames geschieht bereits auf der nächtlichen Landstraße, wo ihr Ismael (Hector Colome) begegnet, der Besitzer des Hotels. Er sammelt Eidechsen und ist wie der Rest des Dorfes von Zahlen besessen. Dem alten Tomas hat er angeblich eins der Tiere ins Ohr gesteckt, wo es sein Gehirn verschlang. Eine von mehreren Geschichten, die Lourdes erfährt, während sie sich in den jungen Vater Miguel (Juan Diego Botto) verliebt, dessen Mutter das Grab eines deutschen Ingenieurs (Peter Lohmeyer) pflegt. Der Sohn des Deutschen unterhielt eine Brieffreundschaft nach Hamburg. Weitere Geschichten handeln von einer einsamen Lehrerin und einem labilen Mann, der die Stimmen seiner ertrunkenen Schwester hört. Lourdes verirrt sich in diesem eigentümlichen Puzzle aus Erzählungen und vermag darin Einbildung und Wahrheit kaum mehr zu trennen.

Was auf dem Papier nach einem spannenden Mystery-Thriller klingt, gerinnt unter der Regie von Montxo Armendáriz ("Geheimnisse des Herzens") zu einer betulichen Suche nach Erinnerungen, baskischer Identität und Nationalität, behandelt Einsamkeit, Neid, Wahnideen und Xenophobie. Wirklich skurril oder geheimnisvoll wird es nie, Manien und Obsessionen drängen sich nicht auf oder werden weiter vertieft, weshalb sich auch engere Vergleiche zu Lynch, Bunuel und Zeitgenossen wie Medem erübrigen. Die einfühlsame und melancholische Folklore lässt sich in keine (Genre-)Schublade stecken, sondern bietet unaufgeregtes Arthouse-Kino in gedeckt-dunklen Farben, verzichtet konsequent auf jedes Spektakel. Die parodistischen, verfremdeten Reiseberichte und Legenden aus Bernardo Atxagas Literaturereignis "Obabakoak oder Das Gänsespiel" kommen allerdings nur bedingt zur Geltung. Seine 25 Erzählungen werden auf per Kapitel angekündigte wenige Geschichten reduziert, deren Gesamtheit Leerstellen offen lässt, in denen man sich gern verliert. tk.

Obaba

Darsteller:  Peter Lohmeyer   als Ingenieur
  Pilar López de Ayala   als Maestra
  Juan Diego Botto   als Miguel
  Barbara Lennie   als Lourdes
  Mercedes Sampietro   als Miguels Mutter
  Eduard Fernández   als Lucas
  Héctor Colomé   als Ismael
  Pepa López   als Merche
  Iñake Irastorza   als Begoña
  Christian Tardio   als Manuel
  Paco Sagarzazu   als Tomás
  Ramón Barea   als Cartero
  Txema Blasco   als Tomás
  Juan Sanz   als Junge mit Tätowierung
  Lluís Homar   als Esteban
 
Regie:  Montxo Armendáriz  
Drehbuch:  Montxo Armendáriz  
Produzent:  Karl Baumgartner  
  Puy Oria  
  Montxo Armendáriz  
  Michael Eckelt  
Ausf. Produzent:  Puy Oria  
Buchvorlage:  Bernardo Atxaga  
Kamera:  Javier Aguirresarobe  
Schnitt:  Rori Sáinz de Rozas  
Musik:  Xavier Capellas  
Produktionsdesign:  Julio Esteban  
Kostüme:  Carmela Garcia  
Ton:  Patrick Ghislain  
  Carlos Bonmati  
  Alfonso Pino  
  Pelayo Gutiérrez  

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