Aaron Johnson
Kristin Scott Thomas
Anne-Marie Duff
Regie: Sam Taylor-Wood
Verleih: Senator
John Lennon ist 14, als 1955 sein Onkel stirbt und aus dem charmanten Rebellen ein zorniger wird. Plötzlich beginnt er die Mutterrolle seiner Tante Mimi, bei der er aufwuchs, zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester, seiner leiblichen Mutter. Sie kauft ihm die erste Gitarre und erlebt, wie ihr Sohn eine Skiffleband gründet und mit Paul McCartney einen Jungen kennenlernt, mit dem zusammen er die Welt erobern wird. Doch das ist die Zukunft, vor der noch die Aussöhnung seiner Familie steht.

Der Junge, der es vermeintlich zu nichts bringen sollte, aber als John Lennon die Welt eroberte, steht im Fokus eines glänzend gespielten Familiendramas.
In den Fünfzigerjahren, in denen der Rock'n'Roll und auch Lennon erwachsen wurden, ist diese britisch-kanadische Produktion angesiedelt. An der Autobiografie von Lennons Halbschwester Julia orientiert, aber nicht sklavisch faktentreu erzählt das Drehbuch von Matt Greenhalgh ("Control") recht konventionell von den familiär und auch musikalisch prägenden frühen Jahren Lennons. Am Anfang (1955) und am Ende (1958) vom Tod wichtiger Bezugspersonen flankiert, entfaltet sich über einen Zeitraum von wenigen Jahren ein Leben, für das es vermeintlich wenig Perspektive gab. "I'm a wild one" tönt Jerry Lee Lewis deskriptiv im Soundtrack - und natürlich lässt Teenager John Taten folgen. Sein Direktor sieht den Weltuntergang kommen, weil John alten Damen Pornohefte zeigt, im Park Sex mit einer Mitschülerin hat und auf dem Dach eines Doppeldeckers die Stadt durchquert. Nach dem Tod seines geliebten Onkels wird aus dem charmanten Rebellen ein zorniger. Fortan beginnt er seine Tante Mimi (Kristin Scott Thomas), bei der er aufwuchs, als Mutterfigur zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester (Anne-Marie Duff), seiner leiblichen Mutter. Das Geheimnis, das diese ungewöhnliche Familienkonstellation erklärt, ist dramaturgisch der Motor des Films und viele Jahre später in Lennons Hit "Mother" thematisiert - der einzige Song aus dem Umfeld der "Beatles", der hier original, den Abspann begleitend, eingesetzt wird. Parallel zur familiären Entwicklung verfolgt der Film Lennons musikalische. Sie beginnt mit der ersten Gitarre, die ihm seine Mutter schenkt, führt über seine erste Skiffleband zur Freundschaft mit Paul McCartney und schließlich zu ersten Auftritten mit George Harrison, bis sich mit der Reise nach Hamburg eine neue Ära ankündigt. Auch wenn Aaron Johnson und die anderen Darsteller der Bandmitglieder einige der frühen Songs selbst einspielten und der Musik eine wesentliche Rolle zufällt, ist "Nowhere Boy" vorrangig ein psychologisches Familiendrama, das Lennons prägende Einflüsse als Mensch erklärt. Johnson gibt wie schon in "Kick-Ass" in der Titelrolle eine gute Figur ab und sorgte für Schlagzeilen, als er und die 23 ältere Regisseurin des Films, Sam Taylor-Wood, Juli 2010 Eltern einer Tochter wurden. Auch wenn die bekannte Fotografin und Videokünstlerin damit zum dritten Mal Mutter wurde, steht sie trotzdem im Schatten von Kristin Scott Thomas und Anne-Marie Duff, die als Johnsons Filmmütter beeindruckende Darstellungen liefern. kob.
| Darsteller: | Aaron Johnson | als John Lennon | |
|---|---|---|---|
| Kristin Scott Thomas | als Mimi Smith | ||
| Anne-Marie Duff | als Julia Lennon | ||
| David Threlfall | als George Smith | ||
| David Morrissey | als Bobby Dykins | ||
| Josh Bolt | als Pete Shotton | ||
| Thomas Sangster | als Paul McCartney | ||
| Sam Bell | als George Harrison | ||
| James Johnson | als Stan Parks | ||
| Andrew Buchan | als Fishwick | ||
| Ophelia Lovibond | als Marie | ||
| Kerrie Hayes | als Marie's Freund | ||
| Angela Walsh | als Lehrerin | ||
| Regie: | Sam Taylor-Wood | ||
| Drehbuch: | Matt Greenhalgh | ||
| Produzent: | Robert Bernstein | ||
| Kevin Loader | |||
| Douglas Rae | |||
| Buchvorlage: | Julia Baird | ||
| Kamera: | Seamus McGarvey | ||
| Schnitt: | Lisa Gunning | ||
| Musik: | Alison Goldfrapp | ||
| Will Gregory | |||
| Produktionsdesign: | Alice Normington | ||
| Kostüme: | Julian Day | ||
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