Eddie Murphy
Thandie Newton
Terry Crews
Regie: Brian Robbins
Verleih: Paramount
Der arme Tropf Norbit (Eddie Murphy) ist nicht zu beneiden. Schon als Baby wurde er von herzlosen Eltern vor einem chinesischen Waisenhaus ausgesetzt, dann als Findelkind von dem griesgrämigen Mr. Wong (Eddie Murphy) großgezogen. Aber das ist nichts im Vergleich zu seiner Ehe mit der fetten, ordinären und niederträchtigen Rasputia (ebenfalls Eddie). Dabei war sie zunächst wirklich seine Traumfrau! Das Los ist bitter und Norbit verzweifelt, da trifft er zufällig seine Jugendliebe Kate (Thandie Newton) wieder und schöpft neue Hoffnung.
Eddie Murphy ist auch über zwei Jahrzehnte nach "Beverly Hills Cop" noch voll aktiv und absolviert seinen Comedy-Homerun quasi im Alleingang à la "Der verrückte Professor". Thandie Newton und Cuba Gooding jr. erden den schadenfreudigen Slapstick-Wahnsinn.
Komödie über einen armen Tropf, der von seiner übergewichtigen und bösartigen Frau terrorisiert wird.
Zeit seines Lebens hat es Norbit (Eddie Murphy) nicht leicht gehabt. Als Baby wurde er als Findelkind auf den Stufen eines chinesischen Restaurants und Waisenhauses ausgesetzt und dort von Mr. Wong (auch Eddie Murphy) großgezogen. So schlimm das gewesen sein mag, es war ein Kinderspiel im Vergleich zu seiner Ehe mit der übergewichtigen, obszönen, bösartigen Rasputia (auch Eddie Murphy).
Norbit verzweifelt gerade an seiner aussichtslosen Lage, da zieht seine erste Liebe Kate (Thandie Newton) wieder in die Stadt und mit ihr die Hoffnung auf ein besseres Leben.
Mit "Shaggy Dog" bewies Brian Robbins, dass er ein Gespür für effektlastige Familienkomödien hat. Entsprechend ist er der richtige Mann, Eddie Murphy in Norbit in Szene zu setzen: Ganz im Stil der "Der verrückte Professor"-Filme spielt der wieder erstarkte Komiker fast alle relevanten Rollen selbst.
So sieht man ihn als Chinesen Mr. Wong, alten Greis und natürlich als übergewichtige Rasputia - "Big Mama's Haus" lässt grüßen. Thandie Newton sorgt für die nötige Erdung in diesem ausgelassenen Slapstick-Spaß, der Fans von schadenfreudigem Humor begeistern wird.
| Darsteller: | Eddie Murphy | als Norbit /Rasputia/ Mr. Wong | |
|---|---|---|---|
| Thandie Newton | als Kate | ||
| Terry Crews | als Big Jack | ||
| Cuba Gooding Jr. | als Deion Hughes | ||
| Clifton Powell | als Earl | ||
| Lester "Rasta" Speight | als Blue | ||
| Eddie Griffin | als Pope Sweet Jesus | ||
| Katt Williams | als Lord Have Mercy | ||
| Floyd Levine | als Abe the Tailor | ||
| Anthony Russell | als Giovanni | ||
| Pat Crawford Brown | als Mrs. Henderson | ||
| Michael Colyar | als Morris | ||
| Marlon Wayans | als Buster | ||
| Alexis Rhee | als Mrs. Ling Ling Wong | ||
| Regie: | Brian Robbins | ||
| Drehbuch: | Charles Q. Murphy | ||
| David Ronn | |||
| Produzent: | Eddie Murphy | ||
| John A. Davis | |||
| Ausf. Produzent: | David B. Householter | ||
| Brian Robbins | |||
| Michael Tollin | |||
| Kamera: | J. Clark Mathis | ||
| Schnitt: | Ned Bastille | ||
| Produktionsdesign: | Clay A. Griffith | ||
| Kostüme: | Molly Maginnis | ||
Die Rassentrennung ist zwar lange abgeschafft, doch Diskriminierung ist immer noch ein heikles Thema in den USA - besonders, wenn sie aus den eigenen Reihen kommt.
Eddie Murphy in "Norbit": Ärgerliche Klischeeschlacht oder selbstironische Satire? (Foto: Universal)
So empören sich afroamerikanische Bürgerrechtler jetzt massiv über den Kultkomiker Eddie Murphy. Der hat mit seinem neuen Film "Norbit" gerade die Spitze der US-Kinocharts erobert - nicht zuletzt dank seiner Auftritte als rücksichtslose fettleibige Ehefrau.
"Es gibt keine Entschuldigung dafür, dass er seine Prominenz für so etwas missbraucht", ärgert sich Robert Entman, Autor von Bucherfolgen wie "Das Bild der Schwarzen aus dem Blickwinkel der Weißen: Medien und Ethnien in Amerika". Der Kritiker fordert: "Besonders afroamerikanische Stars müssen hier verantwortlicher handeln!"
Doch wie schon im Fall von "Borat" gründet sich der Erfolg von "Norbit" eben gerade auf die gnadenlose Missachtung jeder politischen Korrektheit. Murphy spielt im Film mehrere Rollen. Die Hauptfigur ist ein armer Tropf, der seit seiner Geburt zeitlebens vom Pech verfolgt wird. Das Schicksal beschert ihm eine geradezu elefantöse Gattin (ebenfalls Murphy) mit brachialer Wesensart. Wenn die Dame mit dem klangvollen Namen "Rasputia" auf der Wasserrutsche im Freibad einen regelrechten Tsunami auslöst, bleibt auch beim Kinopublikum kein Auge trocken.
Kritiker wie Entman sehen darin jedoch eine Fortführung des Klischees der dicken "Negermama", das seit der Sklaverei eine Konstante in der Bilderwelt weißer Amerikaner sei. Doch Künstler wie Queen Latifah oder Missy Elliott haben dieses Image längst vom negativen Beigeschmack befreit: Wie sich Martin Luther King und Malcolm X einst "schwarz und stolz darauf" auf die Fahne schrieben, ist für die beiden ihre Leibesfülle ein selbstbewusst zur Schau gestelltes Merkmal persönlicher und künstlerischer Stärke.
Eddie Murphy selbst hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert - kein Wunder, denn der Star ist nach einer langen Durststrecke mit kapitalen Flops wie "Pluto Nash" so begehrt wie seit Jahren nicht. Sein Auftritt als Soul-Legende in "Dreamgirls" brachte ihm sogar eine Oscar-Nominierung.
Eins ist indes sicher: Wo über etwas nicht gelacht werden darf, gibt's generell ein ungelöstes Problem...
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