Romantischer TV-Thriller nach einem Roman der amerikanischen Bestseller-Autorin. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto25/10251252/b150x150.jpg Nora Roberts: Ein Haus zum Träumen

Filmdetails

Nora Roberts: Ein Haus zum Träumen

Romantischer TV-Thriller nach einem Roman der amerikanischen Bestseller-Autorin.


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Kritik

Nora Roberts: Ein Haus zum Träumen

Der Titel dieser weiteren Verfilmung eines Romans von Nora Roberts ist völlig berechtigt, doch das Beste an dem wundervollen alten Haus, dass die junge Cilla von ihrer Großmutter gerbt hat, ist eigentlich der Nachbar. Mr. Sawyer ist einer dieser Männer, wie sie sich offenbar nur in romantischen Frauenfilmen rumtreiben.

Daher werden die Zuschauerinnen Drehbuchautor Gary Tieche vermutlich auch den Uraltkalauer verzeihen: Sawyer, der für einen Comiczeichner erstaunlich athletisch ist, trägt den ungewöhnlichen Vornamen Ford, weil die Rückbank eines Ford Mustangs in der pränatalen Phase seiner Existenz eine entscheidende Rolle gespielt hat. Gut, dass es kein Käfer war, kann sich die Heldin dieser Geschichte nicht verkneifen, was im Deutschen natürlich blöd, in englischsprachigen Ländern (der VW Käfer heißt dort Beetle) aber durchaus witzig klingt.

Ford wird von Jason Lewis gespielt, für den die Zielgruppe der Nora-Roberts-Filme vermutlich schon gemeinsam mit Samantha Jones in "Sex and the City" geschwärmt hat. Interessanter aber ist die Frau an seiner Seite, und das nicht nur, weil sie die Hauptrolle spielt: Der frühere Kinderstar Cilla wird von der im Dezember 2009 unter tragischen Umständen verstorbenen Brittany Murphy verkörpert. Wie alle Liebschaften in den Nora-Roberts-Filmen sind die beiden ein hübsches Paar, und dass ein Unbekannter Cilla nach dem Leben trachtet, schweißt sie und Ford nur noch um so enger zusammen. Cilla hat Hollywood den Rücken gekehrt und will Restauratorin werden; der etwas heruntergekommene Landsitz ihrer Großmutter in Virginia soll ihr Meisterstück werden. Irgendjemand aber will ihr den Aufenthalt verleiden. Erst werden Bäume zerhackt, dann wird Cillas Ex-Mann erschlagen und schließlich müssen Puppen, die ihrer einstigen Kinderrolle nachempfunden sind, dran glauben, die eine erstochen, die andere erhängt; "Hau ab oder stirb" lautet die unmissverständliche Botschaft. Nachts ist auch einiges los, und das nicht bloß, weil Cilla dem Werben des Nachbarn nachgibt: Angeregt durch versteckte Liebesbriefe träumt sie immer wieder von ihrer Großmutter, die einst ein gefeierter Star war, sich aber mit 38 das Leben genommen hat. Kaum merklich wandelt sich der romantische Thriller zum Krimi, als sich die Anzeichen mehren, dass Oma Janet ermordet worden ist.

Wie die anderen Filme aus der viertieligen Nora-Roberts-Reihe, deren Abschluss "Ein Haus zum Träumen" darstellt, ist auch dieser romantische Thriller von Martha Coolidge gepflegte Fernseh-Unterhaltung ohne größeren künstlerischen Anspruch. Sich das Werk nur wegen Tippi Hedren anzuschauen, lohnt sich übrigens nicht: Die einstige Hitchcock-Heldin ("Die Vögel", "Marnie") spielt bloß eine kleine Nebenrolle. tpg.

Nora Roberts: Ein Haus zum Träumen

Darsteller:  Brittany Murphy   als Cilla McGowan
  Tippi Hedren   als Mrs. Hennessey
  Jason Lewis   als Ford Sawyer
  Christian Oliver   als Steve Chensky
  Diana Scarwid   als Cathy Morrow
  Tiffany Morgan   als Janet
  Griff Furst   als Brian Morrow
  Wallace Merck   als Carl Hennessey
  Brandi Coleman   als Shanna
 
Regie:  Martha Coolidge  
Drehbuch:  Gary Tieche  
Produzent:  David A. Zelon  
Ausf. Produzent:  Stephanie Germain  
  Peter Guber  
  Peter E. Strauss  
Buchvorlage:  Nora Roberts  
Kamera:  Johnny E. Jensen  
Schnitt:  Elba Sanchez-Short  
Musik:  Martin Davich  
Ton:  Dan Izen  
Casting:  Susan Glicksman  

Star

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