Ungewöhnlicher Dokumentarfilm über Zugvögel als Sinfonie der Bewegung gestaltet. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz15/z0215058/b150x150.jpg Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel

Filmdetails

Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel

Ungewöhnlicher Dokumentarfilm über Zugvögel als Sinfonie der Bewegung gestaltet.


Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel
Start: 04.04.2002

Originaltitel: Le peuple migrateur

Dokumentarfilm

Frankreich/Deutschland/Spanien/Italien 2001
Laufzeit: 98 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Jacques Perrin, ...
Verleih: Studiocanal

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Inhalt

Kraniche gleiten in V-Formationen vorüber und rasten an den großen Seen Europas. Ringel- und Graugänse ziehen kraftvoll ihre Bahnen, und imposante weiße Pelikane überfliegen die Ebenen der USA und Kanadas. Dabei werden die verschiedenartigsten Landschaften überflogen - das schottische Hochland, die Fjorde Norwegens, Wälder aus Laub- und Nadelbäumen, die Taiga, Vulkane in Japan.


Kritik

Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel

Wie eine große, vitale Sinfonie der Bewegung füllt dieser ungewöhnliche Film des französischen Produzenten Jaques Perrin die Leinwand. Flügelnah ist er den Zugvögeln aller Art nahezu überall auf der Welt auf der Spur und schafft ein ganz anderes spannendes, vogelfreies Abenteuerkino, ein federleichtes "Sky Movie".

Kraniche gleiten in V-Formationen vorüber und rasten an den großen Seen Europas. Ringel- und Graugänse ziehen kraftvoll ihre Bahnen, und imposante weiße Pelikane überfliegen die Ebenen der USA und Kanadas, während die kanadischen Schneegänse auf ihrem Weg nach Norden und die wilden Schwäne von Japan nach Europa unterwegs sind. Dabei werden die verschiedenartigsten Landschaften überflogen - das schottische Hochland, die Fjorde Norwegens und die Nordsee-Dünen, die Kreidefelsen am Ärmelkanal, Wälder aus Laub- und Nadelbäumen, die Taiga, Vulkane in Japan. Wenn die Zeit des Balzens und Brütens kommt, müssen Raubtiere und Jäger von Eiern aus den unterschiedlichsten Nestern vertrieben werden. Die ersten Geh- und Flugversuche der Jungen sind dann so abenteuerlich rührend und komisch wie hoffnungsvoll. Himalaya, Pyrenäen, der Golf von Mexico, Savannen und Wüsten werden in zum Teil atemberaubenden Höhen überflogen. In den Tropen sind die Vogelarten fröhlich kunterbunt - die Aras, Kolibris, Tukane. Und in der Antarktis können die Pinguine und Albatrosse nur durch ihre Schwimmkünste oder den artistischen Segelflug dicht über den Wellen überleben. Jaques Perrin, der von Haus aus eigenlicht immer auch Schauspieler war und beispielsweise in den ersten Costa-Gavras-Filmen wie "Z" und "Sondertribunal" große Rollen spielte und außerdem produzierte, hat keinen landläufigen ornithologischen Lehrfilm gedreht, sondern eine dokumentarische Hommage an eine Tiergattung, die den Menschen von jeher zu Träumen und Sehnsüchten inspiriert hat. Drei Jahre hat er mit seiner Crew in 25 Ländern insgesamt 44 Vogelarten beobachtet und gefilmt. Flugtechnisch waren sie dabei auf dem neuesten Stand speziell ausgerüstet mit einem Ultraleichtflugzeug, einem Deltadrachen und einem ferngesteuerten Minihubschrauber. So konnten sie die Vögel auf ihren Flügen begleiten und uns Zuschauern das aufregende Gefühl vermitteln, unmittelbar dabei zu sein, mitzufliegen. In der Normandie hat Perrin eine Schule für seine Stars eingerichtet und sie von Fachbetreuern in Aufzucht und Hege auf den Menschen und seine Flugapparate prägen und dadurch auf die Filmaufnahmen vorbereiten lassen. Kein schulmeisterlicher Kommentar quatscht den Film zu - Perrin vertraut auf seine Bilder, die durch den Respekt vor den Tieren und die faire Distanz ihre Faszination erhalten. Disney ist da ein ganz anderer Planet. Perrin regt an zum Nachdenken - auch über uns selbst. Sein atmosphärisch stimmungsvoller Film ist in Frankreich bereits ein Riesenerfolg - bei uns kann er es auch werden. fh.

Nomaden der Lüfte - Das Geheimnis der Zugvögel

 
Regie:  Jacques Perrin  
  Jacques Cluzaud  
  Michel Debats  
Drehbuch:  Jacques Perrin  
  Stéphane Durand  
Produzent:  Jacques Perrin  
Ausf. Produzent:  Jean de Tregomain  
Kamera:  Michel Benjamin  
  Sylvie Carcedo  
  Laurent Charbonnier  
  Luc Drion  
  Laurent Fleutot  
  Philipe Garguil  
  Dominique Gentil  
  Bernard Lutic  
  Thierry Machado  
  Stephane Martin  
  Fabrice Moindrot  
  Ernst Sasse  
  Michel Terasse  
  Thierry Thomas  
Schnitt:  Marie-Josèphe Yoyotte  
  Colette Beltran-Pauline Cazalis  
  Catherine Mauchain  
Musik:  Bruno Coulais  
Produktionsdesign:  Régis Nicolino  
Ton:  Philippe Barbeau  
  Jean-Baptiste Benoît  
  Paolo de Jesus  
  Denis Guilhem  

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