Daniel Day-Lewis
Penélope Cruz
Marion Cotillard
Regie: Rob Marshall
Verleih: Senator
Italien in den frühen Sechzigern. Guido Contini, berühmtester Regisseur des Landes, steht kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu seinem neuen Film. Doch wegen einer kreativen Blockade gibt es noch kein Drehbuch, dafür aber einen Mann auf Sinnsuche, der keiner Frau widerstehen kann, obwohl er bereits eine Muse, eine Geliebte und eine ihm viel bedeutende Ehefrau hat, der er trotzdem nicht treu sein kann. In dieser Situation gibt sich Contini Erinnerungen und Träumen hin und findet dabei zumindest künstlerisch einen Ausweg.

Nach "Chicago" bringt Rob Marshall einen weiteren Broadwayhit ins Kino. Mit ähnlicher Starbesetzung, aber einem thematisch ambitionierteren Ansatz.
Federico Fellinis Klassiker "Achteinhalb" rückte die eigene Regieblockade des berühmtesten Träumers von Cinecitta in den Mittelpunkt, wurde schließlich Inspiration für Maury Yestons Musical "Nine", das 1982 am Broadway seinen Siegeszug startete. In der positiven Resonanz bei Publikum und Presse verbindet "Nine" vieles mit "Chicago", doch im Libretto gibt es markante Unterschiede. Der auffälligste: "Chicago" zielt schwungvoll auf Bauch und Beine, "Nine" nachdenklich auf die Bühne im Kopf.
Hier nämlich ringt Protagonist Guido Contini (Daniel Day-Lewis) mit einer künstlerischen Schaffenskrise, die mit einer Reflexion über sein Leben und die Frauen, die es prägten, einhergeht. In ganz Italien wird Contini verehrt - für seine frühen Filme, nicht die letzten Flops, wie er viel zu oft hören muss. "Italia" soll sein neuer Film heißen, doch eine Woche vor Drehbeginn in Cinecitta, seiner künstlerischen Heimat, hat Contini nicht eine brauchbare Idee, geschweige denn ein Drehbuch. Bedrängt von der Presse, flüchtet Contini an die Küste und dort in Erinnerungen und Träume, während sein Privatleben kollabiert. Seine Geliebte (Penélope Cruz) ist vor Ort, seine Muse, Star von "Italia", ebenfalls, darüber hinaus auch eine amerikanische Journalistin, die das "Cinema Italiano" liebt und das dem wichtigsten Repräsentanten auch im Bett beweisen möchte, und schließlich auch seine schwer geprüfte Frau Luisa (Marion Cotillard), die Einzige unter vielen Schönen, die dauerhaft in seinem Herzen wohnt, seine Affären aber dennoch nicht verhindern kann.
Der Plot ist im Grunde Continis Suche danach und einem Sinn, mit dem sich das Leben und er selbst besser verstehen lässt. Es ist diese Kopflastigkeit des von Michael Tolkin und Anthony Minghella verfassten Drehbuchs, die dem Musical manchmal im Weg steht - ein Kontrast zur Leichtigkeit, für die Italien eigentlich steht. Hinzu kommt, dass trotz dreier neu komponierter Songs ein Hit fehlt, der sich wirklich ins Gehör gräbt, ein Problem, das allerdings auch "Chicago" hatte. Trotz Dreharbeiten an einigen italienischen Originalschauplätzen, werden fast alle musikalischen Nummern, denen der Schnitt manchmal den optimalen Fluss nimmt, auf einer Studiobühne vorgetragen, dem Zentrum von Continis Leben. Hier ist Marshall, der seine Karriere am Theater begründete, unterstützt von Stammkameramann Dion Beebe in seinem Element. Lichtdramaturgie, wie man sie von der Bühne kennt, bestimmt den Film, von der eindrucksvollen Eröffnung, als Contini die Tür zum Studio öffnet, bis zum Finale, wenn sich seine wichtigsten weiblichen Bezugspunkte, darunter auch Mutter und Ratgeberin, zum Gruppenbild versammeln. Marshalls Staraufgebot ist die größte Attraktion von "Nine" - und jeder Stern bekommt zumindest einen Song zum Leuchten. Am blassesten dabei Sophia Loren, am strahlendsten, weil mit Leidenschaft und Stimmsicherheit präsentiert, Cruz, Cotillard und Stacy Ferguson, Leadsängerin der "Black Eyed Peas". kob.
| Darsteller: | Daniel Day-Lewis | als Guido Contini | |
|---|---|---|---|
| Penélope Cruz | als Carla Albanese | ||
| Marion Cotillard | als Luisa Contini | ||
| Nicole Kidman | als Claudia Nardi | ||
| Dame Judi Dench | als Liliane La Fleur | ||
| Sophia Loren | als Guido's Mutter | ||
| Kate Hudson | als Stephanie Necrophuros | ||
| Stacy Ferguson | als Saraghina | ||
| Regie: | Rob Marshall | ||
| Drehbuch: | Michael Tolkin | ||
| Anthony Minghella | |||
| Produzent: | John Deluca | ||
| Marc E. Platt | |||
| Harvey Weinstein | |||
| Rob Marshall | |||
| Ausf. Produzent: | Kelly Carmichael | ||
| Michael Dreyer | |||
| Ryan Kavanaugh | |||
| Bob Weinstein | |||
| Tucker Tooley | |||
| Alexander Kopit | |||
| Kamera: | Dion Beebe | ||
| Schnitt: | Claire Simpson | ||
| Wyatt Smith | |||
| Musik: | Maury Yeston | ||
| Produktionsdesign: | John Myhre | ||
| Kostüme: | Colleen Atwood | ||
| Casting: | Francine Maisler | ||
Als fesche Piratentochter wird Penelope Cruz Captain Jack Sparrow ein bisschen vom Kurs abbringen.
Schon länger ist bekannt, dass Penelope Cruz in "Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides" eine Hauptrolle übernehmen wird. Die rassige Spanierin, derzeit in "Nine" zu sehen, löst Keira Knightley ab. Doch welchen Part Cruz im vierten Karibik-Spektakel spielen wird, war bisher nicht klar.
Produzent Jerry Bruckheimer hat die Katze jetzt aus dem Sack gelassen: Penélope wird die Tochter von Piraten-Bösewicht und Jack Sparrows Erzfeind Blackbeard spielen. "Diese Rolle bringt jede Menge Humor mit sich", verrät Bruckheimer. "Die Figur ist ein bisschen kratzbürstig, man darf sich aber auch auf eine kleine Romanze zwischen Jack und ihr freuen."
Für die Figur des Blackbeard wurde jüngst Ian McShane bestätigt. In diesem Zusammenhang erwähnte Bruckheimer, dass sich Ian schon mal warm anziehen darf - denn er wird möglicherweise Bösewicht-Konkurrenz von Geoffrey Rush bekommen. Damit gab Bruckheimer dem Gerücht, dass Geoffrey als Captain Barbossa zurück kommt, neuen Zunder.
In "Fluch der Karibik - On Stranger Tides" (deutsch: In fremden Gewässern) geht es um die Suche nach einer Quelle der ewigen Jugend. Drehbeginn ist im Juni auf Hawaii.
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