Angenehm unprätentiös und realistisch erzählte Coming-of-Age-Geschichte eines 19Jährigen zwischen Zivildienst und unberechenbarer Liebe. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf37/b0137995/b150x150.jpg Nichts bereuen

Filmdetails

Nichts bereuen

Angenehm unprätentiös und realistisch erzählte Coming-of-Age-Geschichte eines 19Jährigen zwischen Zivildienst und unberechenbarer Liebe.


Nichts bereuen
Start: 04.07.2002

Drama / Komödie

Deutschland 2001
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Daniel Brühl
Jessica Schwarz
Denis Moschitto

Regie: Benjamin Quabeck
Verleih: ottfilm (UIP)

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Inhalt

Der 19-jährige Daniel (Daniel Brühl) ist verwirrt, passieren doch so viele Dinge auf einmal: Da interessiert sich seine heimliche Liebe Luca (Jessica Schwarz) plötzlich für ihn, nur um ihm wenig später einen Korb zu geben; gleichzeitig hegt er Gefühle für seine Arbeitskollegin Anna (Marie-Lou Sellem). Ein alter Herr, den er als Zivi zu betreuen hat, stirbt, und er überwirft sich mit seinem besten Freund. Ein Tankstellen-Überfall macht seine momentane Katastrophenphase komplett. Bevor Daniel jedoch vollends resigniert, wird ihm klar, dass man das Leben einfach nicht planen kann...

Bemerkenswerter Debütfilm von Benjamin Quabeck, der seinen eigenen Roman als gefühlvollen Selbstfindungstrip und sympathische Coming-of-Age-Story inszenierte.


Kritik

Nichts bereuen

Ausgezeichnet mit dem Regieförderpreis der HypoVereinsbank beim Münchner Filmfest, kommt dieser in seiner Frische und ungezwungenen Erzählungssorgfalt bemerkenswerte Debütfilm des jungen Benjamin Quabeck in die Kinos. Basierend auf seinem eigenen Roman erzählt er angenehm unprätentiös von den ersten Erfahrungen eines 19-Jährigen beim Erwachsenwerden und dürfte sein Publikum sicher nicht nur in dieser Altersgruppe finden, sondern generationsübergreifend bei allen Filmliebhaber-Jahrgängen.

Quabeck beendete sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg mit "Nichts bereuen", in dem Zusammenhang ein schön programmatischer Titel. Erstaunlich stilsicher konzentriert er sich auf eine unaufdringliche, lakonische Erzählstruktur, wird nie geschwätzig, weder verbal noch inszenatorisch, und lässt dadurch seinen Figuren die Chance zu Spannungen und Geheimnis. Daniel (melancholisch: Daniel Brühl) hat das Abi hinter sich und setzt seine ganze Hoffnungen auf das wahre Leben und die große Liebe. Aber, wie so häufig, kommt es anders, als er denkt. Die schöne Luca (Jessica Schwarz), die er seit seinem "ersten Mal" vor vier Jahren heimlich liebt, bleibt romantisch unerreichbar für ihn. Der Zivi-Job, den ihm sein Vater ausgerechnet bei der Kirche besorgt hat, entpuppt sich als unerträglich und dient Daniel schließlich nur zu einer melodramatischen Selbstdarstellung in Sachen Liebeskummer in dem er sich ganz einfach selbst ans Kreuz hängt. Benjamin Quabeck gelingt es, auch nur den geringsten Hauch von Seifenopern-Pathos zu vermeiden, sondern wahrt fast so etwas wie erzählerisch-ironischen Abstand. Dadurch bekommt der Film eine gewisse Leichtigkeit des Seins und einen Realismus, der Neugier weckt und das Interesse an den Figuren und der Geschichte motiviert. Bei seinem neuen Zivi-Job in der Altenpflege lernt er die Diakonie-Schwester Anna (Marie-Lou Sellem) kennen und entdeckt Gefühle, die er bislang nur für Luca empfand. Er kommt völlig durcheinander, als die sich plötzlich wieder bei ihm meldet, um nach einem erneuten Treffen Unvereinbarkeit festzustellen. Die Zeit der Katastrophen scheint in seinem Leben angebrochen, als er mit seinem besten Freund in einen kapitalen Streit gerät, ein von ihm betreuter alter Herr stirbt und auch noch ein Tankstellenüberfall dazu kommt. Bevor er sich als Pechvogel selbst bejammert, begreift Daniel, dass Leben das ist, was dazwischen passiert, was man nicht planen und vorbereiten kann. Das Unberechenbare und Unvorhersehbare ist es, worauf es sich einzustellen lohnt. Da gibt es nichts zu bereuen, dafür aber alles zu gewinnen. Auch im Kino. fh.

Nichts bereuen

Darsteller:  Daniel Brühl   als Daniel
  Jessica Schwarz   als Luca
  Denis Moschitto   als Dennis
  Josef Heynert   als Axel
  Sonja Rogusch   als Maria
  Marie-Lou Sellem   als Schwester Anna
 
Regie:  Benjamin Quabeck  
Drehbuch:  Hendrik Hölzemann  
Koproduzent:  Michael Schaefer  
Buchvorlage:  Benjamin Quabeck  
Kamera:  David Schultz  
Schnitt:  Tobias Haas  
Musik:  Lee Buddah  
Produktionsdesign:  Miriam Möller  
  Markus Wollersheim  
Kostüme:  Sandra Schulte  
Ton:  Bernd Schreiner  

Daniel Brühl ist "Shooting Star 2003"

Ab Februar im Kino: Daniel Brühl in "Good Bye, Lenin!"

Ab Februar im Kino: Daniel Brühl in "Good Bye, Lenin!"

Daniel Brühl gilt spätestens seit "Schule" als eine der großen Hoffnungen des deutschen Films. Mit Hauptrollen in "Das Weisse Rauschen" und "Nichts bereuen" ging die Karriere seitdem steil bergauf und nun scheint der 24-Jährige auch kurz vor seinem internationalen Durchbruch zu stehen: Brühl wurde zum "Shooting Star 2003" nominiert.

Dieser Titel wird von der Export-Union des Deutschen Films verliehen, und ist weit mehr als nur ein schmucker Name. Denn die European Film Promotion, deren Mitglied die Export Union ist, präsentiert die jeweiligen "Shooting Stars" eines Landes auf der Berlinale der internationalen Filmbranche und Presse - mit besten Aussichten auf hochkarätige Rollen!

Daniel Brühl freut sich über die Auszeichnung und zeigte sich begeistert über den Austausch mit Schauspielern aus anderen Ländern: "Das ist für mich eine Chance, über nationale Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen. Sehr gerne würde ich z.B. in meiner zweiten Heimat Spanien arbeiten."

Angesichts der Karriere vorangegangener "Shooting Stars" wie Franka Potente, Moritz Bleibtreu oder Heike Makatsch sollte dem nichts im Wege stehen.

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Daniel Brühl

Er besuchte nie eine Schauspielschule und ist doch DER Jungstar des deutschen Films. Daniel Brühls sanfte sensible Art macht ihn zwischen Teen-...

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Jessica Schwarz

Deutsche Schauspielerin. Aparte Brünette. Jessica Schwarz ist vorwiegend in nervösen, hastigen Rollen mit tupferartiger Charakterisierung...

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