Fesselnder High-Concept-Thriller, in dem ein Mann von einem unsichtbaren Scharfschützen in einer Telefonzelle festgehalten wird. http://images.kino.de/flbilder/max03/mbiz03/mbiz20/z0320504/b150x150.jpg Nicht auflegen!

Filmdetails

Nicht auflegen!

Fesselnder High-Concept-Thriller, in dem ein Mann von einem unsichtbaren Scharfschützen in einer Telefonzelle festgehalten wird.


Nicht auflegen!
Start: 07.08.2003

Originaltitel: Phone Booth

Thriller

USA 2002
Laufzeit: 81 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Colin Farrell
Kiefer Sutherland
Forest Whitaker

Regie: Joel Schumacher
Verleih: Fox

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Als er gerade mal wieder von der Telefonzelle aus bei seiner Geliebten anruft, damit seine Ehefrau die Nummer nachher nicht auf der Rechnung entdeckt, nimmt ein unbekannter Gewehrschütze den für seine unlauteren Praktiken wohlbekannten Geschäftsmann Stu Shepard (Colin Farrell) ins Visier, hindert ihn mit einigem Nachdruck am Verlassen der Kabine und fordert eine Stunde der Wahrheit ein. Als dabei unversehens die Polizei auf der Bildfläche erscheint, verkompliziert sich die Situation.

Katie Holmes, Forest Whitaker und Kiefer Sutherland sind mit von der Partie, wenn Joel Schumacher ("Falling Down", "8mm") in bester Hitchcock-Manier mit einfachsten Mitteln ein Höchstmaß an Spannung erzielt.


Kritik

Ein Killer hat eine Telefonzelle im Visier. Sein Opfer soll seine Sünden beichten. Eine Todsünde wäre es, das Gespräch zu beenden.

Großansicht Colin Farrell: Telefoniere um dein Leben (Foto: Fox)

Colin Farrell: Telefoniere um dein Leben (Foto: Fox)

Stu Shepard (Colin Farrell) verkörpert alles, was Großstadtneurotiker an einer Stadt wie New York hassenswert finden. Der eitle PR-Agent trägt Designer-Anzüge und eine 2000-Dollar-Uhr, spielt seine Kunden gegeneinander aus und hintergeht seine Ehefrau Kelly (Radha Mitchell).

Er betritt eine der letzten Telefonzellen der Stadt und versucht, sich mit Pamela (Katie Holmes) auf ein Stündchen Sex in einem Hotel zu verabreden. Plötzlich hat er einen Unbekannten (Kiefer Sutherland) in der Leitung, der erschreckend genau Bescheid weiß über seine Geschäftstricks und das kleine Geheimnis mit Pamela.

Großansicht Gib das Telefon frei: Streit mit einer Stripperin (Foto: Fox)

Gib das Telefon frei: Streit mit einer Stripperin (Foto: Fox)

Der Tod hört mit

Mr. No-Name hört die Zelle ab, beobachtet Stu aus einem nahe gelegenen Gebäude und hat sein Opfer mittels Scharfschützengewehr im Visier. Stu hat die Wahl: Eine schnelle Kugel oder ein demütigendes Strafgericht unter den Augen einer Zuschauermenge, des Polizei-Einsatzleiters Ramey (Forest Whitaker) und der beiden Frauen. Er entscheidet sich dafür, um sein Leben zu kämpfen...

Joel Schumacher ("Falling Down") hat nach einem fantastischen Drehbuch einen Kino-Nervenkrieg inszeniert, der mit Colin Farrell ("Tigerland") perfekt besetzt ist. Ihm nimmt man den arroganten Wichtigtuer ebenso ab wie das mit Komplexen beladene Nervenbündel, das im Laufe des Dramas unter der rauen Schale sichtbar wird. Ein Seelenstriptease mit Action und Tiefgang - spannend bis zum Schluss.

Nicht auflegen!

Darsteller:  Colin Farrell   als Stu Shepard
  Kiefer Sutherland   als Der Anrufer
  Forest Whitaker   als Captain Ramey
  Radha Mitchell   als Kelly Shepard
  Katie Holmes   als Pamela McFadden
  Paula Jai Parker   als Felicia
  Arian Ash   als Corky
  Tia Texada   als Asia
  John Enos III   als Leon
  Richard T. Jones   als Sergeant Cole
  Keith Nobbs   als Adam
  Dell Yount   als Pizzajunge
  James MacDonald   als Unterhändler
  Josh Pais   als Mario
  Yorgo Constantine   als ESU-Commander
  Colin Patrick Lynch   als ESU-Techniker
  Troy Gilbert   als ESU-Heckenschütze
  Richard Paradise   als ESU-Typ
  Seth William Meier   als Officer McDuff
  Svetlana Efremova   als Erica
 
Regie:  Joel Schumacher  
Drehbuch:  Larry Cohen  
Produzent:  Gil Netter  
  David Zucker  
Ausf. Produzent:  Ted Kurdyla  
Kamera:  Matthew J. Libatique  
Schnitt:  Mark Stevens  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Produktionsdesign:  Andrew Laws  
  Martin Whist  
Kostüme:  Daniel Orlandi  
Ton:  Jay Meagher  
Casting:  Mali Finn  

Der Regisseur über "Nicht auflegen!"

Bereits im Jahr 2000 hatte Joel Schumacher den Telefonzellen-Thriller "Nicht auflegen!" abgedreht. Wegen der Geschehnisse des 11. September startete der Film aber erst im April diesen Jahres in den US-Kinos - und landete sofort auf Rang eins. Der Filmveteran über eine bewegte Projektgeschichte.

Großansicht Brachte Colin Farrell nach Hollywood: Joel Schumacher

Brachte Colin Farrell nach Hollywood: Joel Schumacher

» "Nicht auflegen!" wurde Ende 2000 abgedreht. Waren die Startverschiebungen gerechtfertigt?

JOEL SCHUMACHER: Es waren immer wieder äußere Umstände, die dazu führten. Zuerst sollte "Nicht auflegen!" im Herbst 2001 gestartet werden, aber dann geschah die Katastrophe vom 11. September. Danach wollte Fox erst einmal abwarten, ob Colin Farrell durch Steven Spielbergs "Minority Report" einen Popularitätsschub bekommen würde. Als "Nicht auflegen!" schließlich auf den Spätherbst letzten Jahres geschoben wurde, versetzte der Scharfschütze von Washington die amerikanische Bevölkerung in Angst und Schrecken, was einen Start unseres Film ein weiteres Mal unmöglich machte.

Aber letztendlich haben uns die ständigen Verschiebungen überhaupt nicht geschadet. Colin Farrell ist inzwischen kein Unbekannter mehr, und als "Nicht auflegen!" endlich in den USA anlief, landete er sofort auf Platz eins.

Großansicht Joels Schützling mit seinem Entdecker am Set von "Nicht auflegen!"

Joels Schützling mit seinem Entdecker am Set von "Nicht auflegen!"

» Warum wurde die Rolle nicht von vornherein mit einem größeren Star besetzt?

Weil ich darauf bestand, den Film mit Colin Farrell zu machen. Die Studiobosse von Fox weigerten sich zunächst, aber nachdem sie ihn in "Tigerland" sahen, waren sie einverstanden. Es hat gewisse Vorteile, wenn man einen kleinen Film mit einem unbekannten Darsteller macht. Ich konnte freier arbeiten und stand nicht unter dem Druck, einen Kassenhit zu landen.

» Es gab mehrere Anläufe, die Geschichte zu verfilmen?

Mir wurde der Stoff erstmals 1998 mit Mel Gibson in der Hauptrolle angeboten. Aber ich bereitete gerade den Film "Makellos" vor. Soweit ich weiß, ging das Drehbuch danach durch mehrere Hände. Zunächst zeigten die Brüder Albert und Allen Hughes Interesse, dann war Michael Bay im Gespräch, der den Film mit Will Smith machen wollte. Auch Namen wie Brad Pitt und Jim Carrey fielen, aber ich weiß nicht, was da wirklich dran ist.

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Arnie und George Clooney: Die beiden "Batman"-Stars mit ihrem Regisseur

» Wann kam das Drehbuch wieder zu Ihnen?

Als ich gerade am Schnitt von "Tigerland" saß. Fox schien den Glauben an das Projekt verloren zu haben. Mir stand ein Budget von etwas über zehn Millionen Dollar zur Verfügung und ich musste den Film in zwölf Tagen im Kasten haben. Das ist verdammt wenig Geld und wenig Zeit.

Aber man muss bedenken, dass Colin Farrell noch unbekannt war, und deshalb war es nur fair, mit so wenig auskommen zu müssen. Für das Studio wäre es sonst ein zu großes Risiko geworden. Dass "Nicht auflegen!" trotzdem an die Spitze der amerikanischen Kinocharts kam, ist für uns alle eine Überraschung.

» Wie schwierig war es, bei einer Geschichte, die sich an einem einzigen Ort abspielt, die Spannung zu halten?

"Nicht auflegen!" war für mich ein experimenteller Film, weil ich verschiedene Techniken benutzen konnte. Ich drehte oft mit vier Kameras gleichzeitig, um sowohl die Reaktionen der Menschenmassen auf der Straße als auch die der Schauspieler einzufangen. Ich wollte, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, selbst am Handlungsort zu sein. Die Anspannung, die im Film spürbar ist, herrschte tatsächlich am Set, weil wir den Film auf Grund des geringen Budgets unter schwierigen Bedingungen drehen mussten.

Großansicht "Nicht auflegen!": Farrell hat den Hörer fest in der Hand

"Nicht auflegen!": Farrell hat den Hörer fest in der Hand

» Von den "Batman"-Filmen sind Sie bessere Verhältnisse gewohnt. Warum drehen Sie jetzt wieder kleinere Filme?

Letztendlich ist es immer die Story, die mich überzeugen muss. Ich fühle mich als Geschichtenerzähler, dessen Aufgabe es ist, die Zuschauer für zwei Stunden zu fesseln. Da ist es egal, ob es ein kleiner oder großer Film ist. Insgesamt bringe ich es mit den "Batman"-Filmen und den Grisham-Verfilmungen "Die Jury" und "Der Klient" nur auf vier Filme, die man guten Gewissens als Blockbuster bezeichnen könnte.

» Was ist mit Jerry Bruckheimers "Bad Company"?

"Bad Company" ist mehr ein Bruckheimer- als ein Schumacher-Film. Jerry ist berühmt für seine Actionfilme, und wenn man für ihn arbeitet, muss man sich an seinen Stil halten.

Großansicht Multitalent: Zwischen Blockbuster und Sozialkritik

Multitalent: Zwischen Blockbuster und Sozialkritik

» Welche Projekte stehen als Nächstes für Sie an?

Im Herbst wird mein nächster Film, "Die Journalistin" mit Cate Blanchett, ins Kino kommen. Etwa zur gleichen Zeit werde ich mit den Dreharbeiten zu "Phantom der Oper" nach Andrew Lloyd Webber beginnen, und im nächsten Jahr "Cruel & Unusual" drehen. Der Film basiert auf Patricia Cornwells Roman um eine Gerichtsmedizinerin, die mit dem FBI arbeitet, um Verbrechen aufzuklären.

Star

Colin Farrell

Ein starker Typ mit männlicher Ausstrahlung, strahlendem Power-Gestus und sofortiger Präsenz, stahl Colin Farrell auf sensationelle Weise den...

Star

Kiefer Sutherland

Vielseitiger Darsteller, der in Rollen zwielichtiger Charaktere brillierte und in über 70 Filmen seine Bandbreite als Musketier,...

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