Milan Peschel
Sebastian Butz
Stephanie Charlotta Koetz
Regie: Robert Thalheim
Verleih: Stardust
Marcel Werner (Milan Peschel) ist ein antriebsloser Verlierer wie er im Buche steht. Einsam hockt der arbeitslose Mittvierziger daheim oder in der Kneipe, stets dabei, alle Welt mit naiven Binsenweisheiten zu erhellen und von einer steilen Karriere als Actionheld im Sicherheitsdienst zu träumen. Eines Tages steht Sebastian (Sebastian Butz) auf der Hausmatte, der Sohn, den er in besseren Zeiten siebzehn Jahre zuvor zeugte. Dem fällt bei der Mutter und ihrem neuen Schleimergatten neuerdings die Decke auf den Kopf. Nun wird er Marcels kleine Existenz aufmischen. Und zwar ordentlich.
Als voll funktionstüchtiges Meisterstückchen feierten namhafte heimische Feuilletons dieses hintergründige Familienlustspiel und Gesellenstück an der Babelsberger Filmhochschule von Regisseur Robert Thalheim.
Tragikomisches Regiedebüt um einen alleinerziehenden Vater und dessen Teenagersohn.
Der arbeitslose Thekenphilosoph Marcel Werner (Milan Peschel) quasselt jeden, der es hören will oder auch nicht, mit seinem Wissen über Sicherheitstechnik und plumper Gesellschaftskritik zu. Auch an abstrusen Theorien über geschlechtsspezifische Morde lässt er es nicht fehlen. Verzweifelt sucht er einen Job in der "Security-Branche" - bisher verdient Marcel seine Brötchen aber nur als gewöhnlicher Nachtwächter.
Als plötzlich sein Sohn Sebastian (Sebastian Butz) bei ihm am Prenzlauer Berg vor der heruntergekommenen Wohnung steht, hält sich Marcels Begeisterung in Grenzen. Doch der Filius hat keine Lust, zur hochschwangeren Mutter und ihrem neuen Freund in ein hübsches Häuschen vor den Toren West-Berlins zu ziehen. So coacht 15-Jährige den ungelenken Papa beim Bewerbungsgespräch und berät ihn beim Krawattenkauf. Die beiden bilden bald ein Team, auch wenn der Ältere noch ein paar Nackenschläge hinnehmen muss.
Das tragikomische Regiedebüt von Robert Thalheim wurde beim Saarbrücker Max-Ophüls-Nachwuchsfestival im Wettbewerb und in der Reihe Perspektive Deutsches Kino gezeigt. Der Film behandelt auf humorvolle Art und Weise die Liebe zwischen Vater und Sohn, die erste romantische Liebe und vieles mehr von dem, was das Leben sonst noch an Selbstfindungskrisen zu bieten hat.
| Darsteller: | Milan Peschel | als Marcel Werner | |
|---|---|---|---|
| Sebastian Butz | als Sebastian | ||
| Stephanie Charlotta Koetz | als Nora | ||
| Christina Große | als Angelika | ||
| Bernd Lamprecht | als Bernd | ||
| Peter Tschernig | als Peter Tschernig | ||
| Regie: | Robert Thalheim | ||
| Drehbuch: | Robert Thalheim | ||
| Produzent: | Matthias Miegel | ||
| Kamera: | Yoliswa Gärtig | ||
| Schnitt: | Stefan Kobe | ||
| Musik: | Peter Tschernig | ||
| Produktionsdesign: | Katrin Müller | ||
| Kostüme: | Michal Galinski | ||
| Ton: | Anton Feist | ||
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