Bildstarke, mitreißende Bestseller-Verfilmung über einen verstaubten Schweizer Lateinlehrer, der durch das Zugticket einer jungen Portugiesin den Widerstand gegen die Salazar-Diktatur und ungeahnte Leidenschaft entdeckt.
Brillante Bestseller-Verfilmung von Oscar-Preisträger Bille August mit Jeremy Irons als Mann auf der Suche nach dem wahren Sinn des Lebens.
Pascal Mercier traf 2004 mit seinem Titel gebenden philosophischen Roman ins Schwarze. Das Werk wurde in 32 Sprachen übersetzt und allein im deutschsprachigen Raum zwei Mio. Mal verkauft. Vielleicht weil er "ewige" Fragen aufwarf wie die nach der Freiheit, dem Zufall, der Selbst- und Fremderkenntnis. Sein Held ist ein Lateinlehrer, etwas verstaubt, etwas langweilig. Raimund Gregorius nennen alle nur "Mundus", weil er nur die alte Welt im Kopf hat. Ausgerechnet er rettet eine junge Portugiesin vor dem Sprung von der Berner Kirchenfeldbrücke in die kalten Fluten. In der Jacke, die sie bei ihm zurücklässt, findet er ein Buch mit einem Zugticket nach Lissabon. "Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist, was geschieht dann mit dem Rest?" Dieser Satz elektrisiert ihn, er, der als der verlässlichste Mensch gilt, verlässt die Schule mitten im Unterricht und steigt abends in den Nachtzug nach Lissabon, lässt seine wohl geordnete Existenz hinter sich. Der Mann der Worte folgt den Worten des unbekannten Dichters namens Amadeu Prado.
Bille August schickt einen zurückhaltenden und fulminant aufspielenden Jeremy Irons als Mann am Wendepunkt seines Lebens auf eine lange Reise, die ihn auf Umwegen zu sich selbst führt, während er den Spuren des Portugiesen folgt, der am Tag der Nelkenrevolution starb. Fasziniert von der privaten Geschichte taucht er immer tiefer in die politische, in die alltägliche Grausamkeit unter Diktator Salazar, in die Widerstandsbewegung junger Idealisten, in die Abgründe von Leidenschaft ein. Geschickt verwebt der Oscar-Preisträger verschiedene Zeitebenen und Schicksale, spinnt ein emotionales und gesellschaftliches Puzzle, das sich nach und nach zu einem fantastischen Ganzen zusammensetzt. In atmosphärischer Dichte entwickelt das Drama eine spannende Dynamik, vor allem auch durch die Nebenfiguren (von August Diehl über Mélanie Laurent bis Jack Huston), von der jede eine individuelle Facette und Farbe zur Erzählung beisteuert. Der philosophisch angehauchte Film ist sinnlicher und weniger kompliziert als der Roman, lässt dessen Komplexität aber unangetastet. mk.
Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Kurztext:
Bern: Als der Lateinlehrer Raimund Gregorius eines Morgens eine junge Frau vor dem Selbstmord bewahrt, fällt ihm das Buch eines geheimnisvollen portugiesischen Autors in die Hände, zusammen mit einem Ticket für den Nachtzug nach Lissabon. Fasziniert von der Geschichte, den Ansichten und Gedanken des Verfassers, steigt er spontan in den Zug, um vor Ort nach Antworten auf seine Fragen zu suchen. Bille Augusts Verfilmung des gleichnamigen Romans von Pascal Mercier ist eine spannende Reise in die jüngere Vergangenheit Portugals. Durch die Perspektive von Raimund Gregorius, den Jeremy Irons blendend aufgelegt verkörpert, kann der Zuschauer Puzzlestück für Puzzlestück zusammensetzen und erlebt eine packende Geschichte zu Zeiten der Portugiesischen Revolution. Irons zur Seite steht ein hervorragendes Ensemble mit hochrangigen internationalen Stars wie Christopher Lee, Bruno Ganz, Mélanie Laurent und Martina Gedeck, die alle in ihren Rollen zu überzeugen wissen. NACHTZUG NACH LISSABON nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und deren komplexe Geschichte. Damit liefert der wunderschön fotografierte Film philosophische Denkansätze und übt gleichzeitig ganz nebenbei eine leise Kritik an der Routine eines immergleichen Alltags. Eine intellektuell anspruchsvolle und gleichzeitig spannende Literaturverfilmung!
Jurybegründung:
Hier ist eine Literaturverfilmung gelungen, die nichts Papierenes an sich hat und doch vieles von den Worten und Ideen des Autoren Pascal Mercier in das andere Medium adaptiert. Der "Nachtzug nach Lissabon" ist eine Metapher für den befreienden Ausbruch des Lateinlehrers Raimund Gregorius, der am Anfang des Films eine junge Frau davor zurückhält, in Bern von einer Brücke zu springen. Bald verschwindet sie, lässt aber ihren roten Mantel und darin ein geheimnisvolles Buch zurück. Frau und Buch faszinieren den Helden so sehr, dass er sich spontan entschließt, ihren Spuren nach Lissabon zu folgen, und hier stößt er bei seinen Recherchen auf eine spannende und bewegende Geschichte aus dem diktatorisch regierten Portugal der 70er Jahre, die ihn zunehmend fesselt und schließlich sein Leben verändert.
Buch und Film sind strukturiert wie eine Detektivgeschichte, in der Gregorius all jene Menschen aufsucht und befragt, die den Autoren des geheimnisvollen Buches, einen Arzt, Philosophen und Widerstandskämpfer, kannten. Jeweils mit ihren Erinnerungen springt der Film in die frühere Zeitebene und zeigt das damals geschehene Drama, in dem es um Politik, Humanität, Liebe, Eifersucht und Schuld geht. Bille August hat die beiden Ebenen geschickt miteinander verknüpft und setzt die Kontraste unter anderem mit unterschiedlichen Farb- und Lichtdramaturgien. Er arbeitet mit einem imposanten Ensemble, zu dem sowohl internationale Stars wie Charlotte Rampling, Lena Olin und Christopher Lee wie auch deutschsprachige Schauspieler wie Martina Gedeck, Bruno Ganz und August Diehl gehören.
Eine der vielen Qualitäten des Films liegt in der sorgfältigen und inspirierten Besetzung, dank der alle Figuren durch ihre Darsteller eine bemerkenswerte Präsenz und Tiefe bekommen. Dies gilt besonders für den Hauptdarsteller Jeremy Irons, dem eine faszinierende Charakterstudie des melancholischen Grüblers Raimund Gregoruis gelungen ist. Weil er dessen "Erweckung" so intensiv spürbar werden lässt, überträgt sich auch seine Faszination für das Buch, die Geschichte und die Stadt Lissabon auf den Zuschauer. Und so kann es sich August sogar leisten, ihn immer wieder poetische und philosophische Passagen aus dem Buch vorlesen zu lassen, die sich bruchlos in die Dramaturgie einfügen. Dies ist ein sehr kultivierter, stimmungsvoller und intelligent gemachter Film.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
Raimund Gregorius, seit 30 Jahren in Bern Lateinlehrer an derselben Schule, rettet eine junge Frau vor dem Sprung von der Brücke in den Fluss. Als sie verschwindet, findet er in ihrer Jacke das Buch eines unbekannten Autors und ein Zugticket. Er wirft seinen Job hin und fährt spontan nach Lissabon. Bei der abenteuerlichen Suche nach dem Poeten und Mediziner taucht er ein in dessen Vergangenheit unter der Salazar-Diktatur, in Widerstandsbewegung und Abgründe der Leidenschaft. Auf verschlungenen Umwegen findet er zu sich selbst.
| Originaltitel | Nachtzug nach Lissabon |
| OV | Ja |
| OmU | Ja |
| Genre | Drama |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | - |
| Kinostart (D) | 07.03.2013 |
| Besucher (D) | 637.731 |
| Einspielergebnis (D) | € 4.647.451 Bes. (EDI) 637.731 |
| FSK | ab 12 Jahre |
| WWW | - |
Beatriz Batarda
Adriana
Marco D'Almeida
Joao Eca
Christopher Lee
Vater Bartolomeu
Charlotte Rampling
Adriana, älter
Nicolau Breyner
Da Silva
Jane Thorne
Clotilde
Burghart Klaußner
Richter Prado
Adriano Luz
Mendez
Sarah Bühlmann
Catarina Mendez
Filipe Vargas
Vater Bartolomeu, jung
Ana Lúcia Palminha
Clotilde, jung
Joao Lagarto
Grenzpolizist
José Wallenstein
Pide Agent
Eloy Monteiro
Professor
Joaquim Leitao
Principal
Jean-Pierre Cornu
Buchhändler
Hanspeter Müller-Drossaart
Mr. Kägi
Dominique Devenport
Natalie
Max Hubacher
Schüler
Marcal Godinho
Gärtner
Helena Afonso
Maria Prado
Bruno Salgueiro
junger Mann
Maria D´Aires
spuckende Frau
Jorge Veríssimo
Herren-Ausstatt er
Ulrich Herrmann
Drehbuch
Peter Reichenbach
Produzent
Günther Russ
Produzent
Michael Lehmann
Produzent
Michael Steiger
Produzent
Anita Wasser
Produktionsleit ung
Catherine Leroux
Produktionsleit ung
Pascal Mercier
Buchvorlage
Augusto Mayer
Produktionsdesi gn
Filip Zumbrunn
Kamera
Hansjörg Weißbrich
Schnitt
Annette Focks
Musik
Monika Jacobs
Kostüme
Anja Dihrberg
Casting
"Pacific Rim": Trailer zu Del Toros Monsterspektakel
Der neue Film vom "Hellboy"-Macher: Aus dem Meer entsteigen riesige Urzeitmonster, die ganze Städte vernichten. Die Menschheit baut zur Abwehr riesige Roboter …
mehr ›
Evil Dead
Remake des klassischen Schockers von Sam Raimi, in dem fünf junge Menschen in einer einsamen Waldhütte von Dämonen attackiert werden.
mehr >
Epic - Verborgenes Königreich
Animationsspaß der Woche von den "Ice Age"-Machern um eine 17-Jährige, die Waldwesen vor Eindringlingen schützt.
mehr >
Star Trek Into Darkness
SciFi-Kult: Captain Kirk und seine Crew kämpfen gegen den Untergang der ganzen Sternenflotte. Großes Spektakel!
mehr >
Star Trek Into Darkness
Die Enterprise startet wieder durch in Teil 2 der von Regie-Star J.J. Abrams neu aufgelegten SciFi-Kultserie. Diesmal steht die gesamte Sternenflotte vor dem Untergang!
mehr >
Evil Dead
Preview der Woche für alle Horror Fans!
Die Neuverfilmung des Kult Klassikers.
mehr >
Orlando Bloom unter Terror-Feuer
Wegen einer Explosion am Set von Ridley Scotts Kreuzzugs-Epos "Kingdom of Heaven" wurde Orlando Bloom samt Crew evakuiert.
mehr ›
Leiden schafft Kunst
Gestern noch Hitler, morgen schon Maler. Im neuen Film des Schweizer Vollblutmimen Bruno Ganz spielt die Leinwand eine größere Rolle als er selbst.
mehr ›
Weihnachtsschmuck von Schwarzenegger und Co. ersteigern
Jetzt aber schnell: Noch bis Sonntag können auf Ebay von Stars wie Arnold Schwarzenegger oder Shakira designte Weihnachtskugeln ersteigert werden.
mehr ›
Sie haben den Film bereits bewertet.
Wir erinnern Sie gerne daran, wenn der Film im Kino anläuft, damit Sie ihn nicht verpassen
E-Mail Adresse