Düsterer Filmalbtraum über zwei gegensätzliche Frauen, die auf der Schattenseite der Traumfabrik einem Mysterium auf der Spur sind. http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf49/b0149992/b150x150.jpg Mulholland Drive

Filmdetails

Mulholland Drive

Düsterer Filmalbtraum über zwei gegensätzliche Frauen, die auf der Schattenseite der Traumfabrik einem Mysterium auf der Spur sind.


Mulholland Drive
Start: 03.01.2002

Thriller / Drama

USA/Frankreich 2001
Laufzeit: 147 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Justin Theroux
Laura Harring
Naomi Watts

Regie: David Lynch
Verleih: Concorde

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Nach einem Unfall sucht eine mysteriöse Schwarzhaarige benommen Untschlupf in einem verlassenen Appartment, das am nächsten Tag von der jungen Schauspielerin Betty bezogen wird. Die will eigentlich in Hollywood Karriere machen, erklärt sich aber bereit, der Schwarzhhaarigen, die ihr Gedächtnis verloren hat, bei der Suche nach ihrer Identität zu helfen.


Kritik

Mulholland Drive

Nach einer heiter-melancholischen Landpartie mit "Straight Story - Eine wahre Geschichte" ist David Lynch zurückgekehrt auf den Lost Highway seiner schwarzen Träume und bizarren Fantasien: "Mulholland Drive", von einem TV-Pilotfilm umgearbeitet zum Kinofilm und in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet, entwickelt sich von einem relativ geradlinig erzählten Thriller zu einem Mysterium um Identität und Schicksal, Liebe und Mord, das den Zuschauer vollkommen fasziniert, aber mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf aus dem Saal entlässt. Man darf dennoch erwarten, dass das Publikum Lynchs Rätselkino zu schätzen gelernt hat und ihm bereitwillig auf diese kurvenreiche Fahrt durch ein Hollywood der Seltsamkeiten folgt.

Vermutlich kämen außer Lynch nicht viele andere Filmemacher damit durch, einen Film im Wettbewerb von Cannes laufen zu lassen und den Kritikern ein Presseheft dazu zu geben, das außer einigen großformatigen Fotos und dem Hinweis, es handle sich um "eine Liebesgeschichte in der Stadt der Träume", keine weiteren Infos zum Film enthält. So muss man sich also selbst seinen Reim auf die Sache machen, und vielleicht ist es nicht das Schlechteste, wenn ein Film einmal statt behaglicher Zufriedenheit Irritation und Neugierde auslöst. Von der ersten Szene an beginnt "Mulholland Drive" seine zahlreichen Storyfäden auszulegen, samt Haken und Köder: Eine schwarzhaarige Schöne wird in einer Limousine gefahren, und just, als der Chauffeur anhält, um sie zu erschießen, rast ein anderes Auto in den Wagen und tötet alle bis auf sie. Benommen sucht sie Unterschlupf in einem verlassenen Apartment, das anderntags von der jungen Schauspielerin Betty bezogen wird, die in Hollywood Karriere zu machen hofft. Weil sie beim Unfall ihr Gedächtnis verloren hat, nennt sie sich Rita, und Betty ist schnell bereit, gemeinsam mit ihr das Rätsel ihrer Identität zu lösen. Lynch stellt diese beiden Frauen wie zwei Seiten der gleichen Münze dar: Rita als brütende, dunkle Schöne in schwarz und rot, Betty als sonnige All-American-Beauty in blond und pastell. Während die beiden jedem Erinnerungsfetzen von Rita nachgehen, dabei eine homoerotische Liebe entwickeln und schließlich die verwesende Leiche eines anderen Mädchens finden, entspinnt sich ein zweiter Erzählstrang um den jungen Regisseur Adam Kesher. Bei der Vorbereitung seines nächsten Kinofilms versucht die Mafia Einfluss auf seine Besetzung zu nehmen und nimmt ihm, als er sich weigert, kurzerhand seinen Film weg. Dessen nicht genug, entdeckt Adam zu Hause auch noch seine Frau mit dem Mann von der Pool-Reinigung im Bett, und Lynch gelingt hier eine der überraschendsten und witzigsten Szenen seines Films, der an Überraschungen, Schocks und Humor ohnehin nicht arm ist. Natürlich überschneiden sich schließlich auch die Wege von Betty und Adam, doch gerade, als man glaubt, nach etwa 90 Minuten das Webmuster hinter diesem komplexen Thriller zu erkennen, gibt Lynch der Geschichte durch eine kurze Montage von Zeitrafferszenen (vor- und rückwärts) und Überblendungen eine völlig neue Wendung: Die weiblichen Charaktere haben plötzlich Namen, Beruf und Darstellerin gewechselt, und während die Männer ihre Parts beibehalten, führen sie mit vertauschten Rollen das Leben einer jeweils anderen fort. Das Ende des Films bietet bewusst keine Lösung an, sondern unterstreicht Lynchs offensichtliches Vorhaben, durch Doppelspiegelung seinen Film von der narrativen auf eine rein assoziative Ebene zu heben. Es spricht sehr für den Regisseur, dass "Mulholland Drive", auch wenn er keinen wirklichen Sinn ergibt, doch stets spannend und höchst unterhaltsam bleibt. Ebenfalls ohne Belang bleibt die Tatsache, dass der Film ursprünglich als Pilot für den US-Fernsehsender ABC gedreht wurde. Man mag bestenfalls einwenden, dass die vielen nicht aufgelösten Figuren und Plots auf die Mechanik einer TV-Serie hinweisen, doch die Virtuosität, mit der Lynch seine Bilder montiert und wie er mit Sound und Musik umgeht, lässt sich nur auf der großen Leinwand wirklich erfahren. Dass man schließlich nach den Schlusscredits das dringende Bedürfnis hat, sich den Film sofort noch einmal anzuschauen, dürfte die potenziellen Verleiher dieses schönen, merkwürdigen, traumhaften Films am allerwenigsten stören. evo.

Mulholland Drive

Darsteller:  Justin Theroux   als Adam Kesher
  Laura Harring   als Rita
  Naomi Watts   als Betty Elms
  Ann Miller   als Coco Lenoix
  Dan Hedaya   als Vincenzo Castigliane
  Mark Pellegrino   als Joe
  Brian Beacock   als Studiosänger
  Robert Forster   als Detective Harry McKnight
  Monty Montgomery   als Der Cowboy
  Billy Ray Cyrus   als Gene
  Chad Everett   als Jimmy Katz
  Kate Forster   als Martha Johnson
  Scott Coffey   als Wilkins
  Michael John Anderson   als Mr. Roque
  Katharine Towne   als Cynthia
  Lee Grant   als Louise Bonner
  Matt Gallini   als Chauffeur
  Melissa George   als Camilla Rhodes
  Marcus Graham   als Mr. Darby
  Sean E. Markland   als Taxifahrer
  Elizabeth Lackey   als Carol
  Jeanne Bates   als Irene
  Missy Crider   als Kellnerin
  James Karen   als Wally Brown
  Patrick Fischler   als Dan
  Vincent Castellanos   als Ed
  Michael Des Barres   als Billy
  Michael Fairman   als Jason
  Wayne Grace   als Bob Booker
  Lori Heuring   als Lorraine Kesher
  Michele Hicks   als Nikki
  Tad Horino   als Taka
  Tony Longo   als Kenny
  Rena Riffel   als Laney
  David Schroeder   als Robert Smith
  Robert Katims   als Ray Hott
  Rita Taggart   als Linny James
  Angelo Badalamenti   als Luigi Castigliane
  Diane Baker  
  Johanna Stein  
 
Regie:  David Lynch  
Drehbuch:  David Lynch  
Produzent:  Mary Sweeney  
  Alain Sarde  
  Neal Edelstein  
  Michael Polaire  
  Tony Krantz  
Ausf. Produzent:  Pierre Edelman  
Kamera:  Peter Deming  
Schnitt:  Mary Sweeney  
Musik:  Angelo Badalamenti  
Produktionsdesign:  Jack Fisk  
  Peter Jamison  
Kostüme:  Amy Stofsky  
Ton:  Susumo Tokonow  
  Ed Novick  

Orlando als Amor in Australien

Übte als Legolas, wie man mitten ins Herz trifft: Heath Ledger

Übte als Legolas, wie man mitten ins Herz trifft: Heath Ledger

Hollywood-Paar Heath Ledger und Naomi Watts haben ihre Beziehung einem menschlichen Liebesengel zu verdanken. Die Rede ist von Orlando Bloom.

Der Legolas-Darsteller aus "Der Herr der Ringe" spielte Amor für den Monster's Ball"-Star und die Schöne aus "Mulholland Drive". In Australien drehte das Trio den Film "The Kelly Gang".

Der smarte Brite sorgte nicht nur dafür, dass das Paar zueinander fand, sondern fungierte auch als Lockvogel für die Paparazzi. Ein Freund des selbstlosen Liebesboten erzählte:

"Orlando ging förmlich in seiner Rolle auf. Er kam immer mit Heath Ledger in die angesagtesten Nacht Clubs. Drinnen trennten sich die beiden und Heath ist dann immer gleich zu Naomi gefahren, während Orlando die Tanzflächen unsicher machte und so die Aufmerksamkeit der Pressevertreter auf sich lenkte."

Das Täuschungsmanöver hat funktioniert. Die Liebesbande zwischen dem "Ritter aus Leidenschaft" und der sexy Schönheit wurden erst bekannt, nachdem sie von Australien in ihre Heimat Hollywood zurückgekehrt waren.

Star

Justin Theroux

Amerikanischer Schauspieler und Regisseur. Serienschauspieler mit Vorlieben für Rollen als Autor und Darsteller, Fetischschauspieler von...

Star

Laura Harring

* 03.03.1964

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