Fünfte Folge der TV-Krimireihe mit Fritz Wepper als detektivischer Psychiater, der diesmal mit seiner Tochter in der feinen Gesellschaft am Starnberger See ermittelt. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto42/09420356/b150x150.jpg Mord in bester Gesellschaft: Das eitle Gesicht des Todes

Filmdetails

Mord in bester Gesellschaft: Das eitle Gesicht des Todes

Fünfte Folge der TV-Krimireihe mit Fritz Wepper als detektivischer Psychiater, der diesmal mit seiner Tochter in der feinen Gesellschaft am Starnberger See ermittelt.


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Kritik

Mord in bester Gesellschaft: Das eitle Gesicht des Todes

Bislang war die ARD-Krimireihe "Mord in bester Gesellschaft" so etwas wie eine Wundertüte: Mal waren die Filme spannend und unterhaltsam, mal waren die Handlung durchschaubar und die Dialoge zum Davonlaufen. Der Autor war allerdings immer der gleiche. Der fünfte Fall von Wendelin Winter (Fritz Wepper) ist derart um Längen besser als die anderen Filme, als hätte Rolf-René Schneider bisher bloß geübt. Polizeipsychologe Winter hat es diesmal mit einem Frauenmörder zu tun, der ihm gleich in mehrfacher Hinsicht unangenehm nahe kommt. Erst scheint er bloß ein grimmiges Spiel mit Winter zu spielen, dann setzt er ihm ein Messer an die Kehle, und am Schluss ist Winters Tochter Alexandra (Weppers Tochter Sophie) in höchster Gefahr.

Die idyllische Winterlandschaft rund um den Starnberger See bietet einen reizvollen Kontrast zum mörderischen Treiben. Nacheinander sterben drei Frauen, die gleich mehrere Dinge gemeinsam hatten: Sie waren alle Patientin in der Schönheitsklinik von Rheza Hamadin (Erol Sander), sie haben sich von Stefan Kroninger (Thure Riefenstein) ein fotografisches Denkmal setzen lassen, und sie leben dort, wo Serienmörder Borchert (Max Tidof) vor Jahren eine blutige Spur hinterließ. Dank Winters Gutachten musste der Killer in die Sicherheitsverwahrung, doch nun ist ihm die Flucht geglückt. Winter hatte er damals gedroht, der Psychologe werde es als Erster davon erfahren, wenn Borchert wieder auf freiem Fuß sei. Ausgerechnet jetzt ist Alexandra ausgezogen, um sich als frei Journalistin am Starnberger zu etablieren. Rasch macht sie Bekanntschaft mit allen, die die toten Frauen kannten: Mit Hamadin führt sie ein Interview, Kroninger ist ihr Nachbar, und Borchert scheint ohnehin allgegenwärtig.

Die Darsteller passen prima zu ihren Rollen, die Dialoge klingen richtig gut, und Kameramann Gero Lasnig verleiht nicht nur dem von Tidof angemessen rätselhaft verkörperten Mörder eine reizvolle Doppelgesichtigkeit, sondern sorgt auch für prachtvolle Bilder vom Starnberger See. Gerade mit dem Schönheits-Chirurgen ist Schneider zudem eine faszinierende Figur gelungen: Seit dem Segeltod seiner Frau, den Hamadin nie verwunden hat, ist der Arzt ein anderer Mensch geworden. Instinktiv spürt Alexandra, dass es ein dunkles Geheimnis geben muss. Vor allem aber gelingt es Regisseur Hans Werner eine für diese Reihe ganz untypische Form von Spannung aufzubauen. Am Ende, als Alexandra dem Geheimnis durch Zufall auf die Spur gekommen ist und prompt in höchster Gefahr schwebt, entwickelt der Film eine ganz ungewohnte Thriller-Dramatik. tpg.

Mord in bester Gesellschaft: Das eitle Gesicht des Todes

Darsteller:  Fritz Wepper   als Dr. Wendelin Winter
  Erol Sander   als Prof. Rheza Hamadin
  Sophie Wepper   als Alexandra Winter
  Thure Riefenstein   als Stefan Kroninger
  Lara Joy Körner   als Silvia Hamadin
  Max Tidof   als Manfred Borchert
  Marion Mitterhammer   als Eleonore Pfitzer
  Bernd Herzsprung   als Christian Hartlaub
  Christian Hoening   als Valentin Sachtleben
  Tanja Hofer   als Susanne Sachtleben
  Tamara Barth   als Petra Hellwein
  Johann Schuler   als Kommissar Ackermann
  Peter Weiß   als Peter Borchert
  Franziska Janetzko   als Frau Schwerdtfeger
  Stefan Scheider   als Nachrichtensprecher
  Wolfgang Schatz   als Bank-Filialleiter
 
Regie:  Hans Werner  
Drehbuch:  Rolf-René Schneider  
Produzent:  Thomas Hroch  
Kamera:  Gero Lasnig  
Schnitt:  Gisela Castronari  
Musik:  Mick Baumeister  
Produktionsdesign:  Hermann R. Klein  
Kostüme:  Carola Raum  
Ton:  Michael Wollmann  

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