Nach einem Unfall befreit Krankenpfleger Noah einen Fremden aus dessen Auto. Er klaut dem Mann die Brieftasche, findet darin eine Zimmerkarte und fährt in der Hoffnung auf weitere Beute zu dem Hotel, wo er zu seiner Verblüffung ein Foto von sich selbst sowie eine Pistole entdeckt. Fieberhaft sucht Noah nun nach Gründen, warum der Mann es auf ihn abgesehen haben könnte. Der Unbekannte ist ihm keine große Hilfe: Seit dem Unfall kann er sich an nichts mehr erinnern.

Sat.1 hat mit Männern, die ihr Gedächtnis verlieren nicht unbedingt gute Erfahrungen gemacht ("Blackout"). Auch diese Geschichte, von Isabel Kleefeld alles andere als farbenfroh und mit nur ganz kleinem Wohlfühlfaktor inszeniert, kommt recht düster daher. Reizvoll ist die Ausgangsposition dennoch.
Krankenpfleger Noah (Wotan Wilke Möhring) befreit einen Fremden (Tobias Moretti) aus dessen Auto, das sich überschlagen hatte. Er klaut dem Mann die Brieftasche, findet darin eine Zimmerkarte und fährt in der Hoffnung auf weitere Beute zu dem Hotel, wo er zu seiner Verblüffung ein Foto von sich selbst sowie eine Pistole entdeckt. Er besucht den Unbekannten im Krankenhaus, doch der kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür wird Noah von ein paar Schlägern verprügelt, die ihm vor dem Krankenhaus aufgelauert haben.
Eine zunächst völlig undurchsichtige Geschichte, die Kleefeld (das Buch schrieb sie gemeinsam mit Uli Brée) erzählt. Erst nach und nach lüftet sie die Schleier. Trotzdem dauert es ziemlich lange, bis sich die Ahnung zur Gewissheit verdichtet, wer auf wessen Seite steht. Die reizvollste, weil undurchsichtigste Rolle spielt dabei natürlich Moretti: Dem Fremden mit dem Killerblick würde man alles zutrauen, selbst wenn sich Noahs Freundin (Jasmin Gerat) zu ihm hingezogen fühlt. Allerdings zeigt sich bald, dass das Trio mächtige gemeinsame Feinde hat: Motor der Handlung ist ein noch nicht freigegebenes neues Medikament gegen Alzheimer, das in einem Innsbrucker Krankenhaus illegal getestet worden ist.
Kleefeld konzentriert sich ganz auf die beiden ungleichen Männer, die eher widerwillig so etwas wie eine Zweckgemeinschaft bilden. Der Film lebt vor allem von Morettis Charisma; letztlich vielleicht zu wenig, um ein größeres Publikum zu fesseln. tpg.
| Darsteller: | Tobias Moretti | als Luis Kramar | |
|---|---|---|---|
| Wotan Wilke Möhring | als Noah Becker | ||
| Jasmin Gerat | als Franka | ||
| Ulrike Krumbiegel | als Dr. Katharina Trapp | ||
| Wolfgang Gasser | als Luis Kramar Senior | ||
| Sven Pippig | als André | ||
| Matthias Brandt | als Albrecht | ||
| Filip Peeters | als Goran Paul | ||
| Alexandra Sommerfeld | als Steffi | ||
| Maria Urban | als Mutter Trapp | ||
| Gabriela Schmoll | als Pflegerin | ||
| Carmen Gratl | als Rezeptionistin | ||
| Regie: | Isabel Kleefeld | ||
| Drehbuch: | Uli Brée | ||
| Isabel Kleefeld | |||
| Rupert Henning | |||
| Produzent: | Danny Krausz | ||
| Dr. Kurt Stocker | |||
| Kamera: | Tom Fährmann | ||
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