Sei es nun die glorreiche britische Geschichte oder das moderne Leben mit all seinen Tücken: Beides taugt hier hervorragend als Hintergrund für einen Sketch. Ob der tödlichste Witz der Welt als Kriegswaffe eingesetzt wird oder jemand Opfer eines betrügerischen Tierhändlers wird, die Komik bleibt garantiert nicht auf der Strecke. In den Pausen wird zur Entspannung mal eine überflüssige Ansage geboten, mal ein kleiner aberwitziger Animationsfilm.

Die berühmte englische Komiker-Mannschaft Monty Python drehte zwischen 1969 und 1973 45 Folgen dieser Kult-Serie für die BBC, eine Produktion die auf Initiative von Barry Took entstand. Die Beteiligten waren John Cleese, Michael Palin, Terry Jones, Graham Chapman, Terry Gilliam und Eric Idle. Als Gastakteurin trat Carol Cleveland auf. Nach dem Erfolg dieser Serie drehten die Comedians, die auch international sehr beliebt sind, auch erfolgreiche Spielfilme (u.a. "Das Leben des Brian").
| Darsteller: | John Cleese | ||
|---|---|---|---|
| Terry Gilliam | |||
| Eric Idle | |||
| Michael Palin | |||
| Graham Chapman | |||
| Terry Jones | |||
| Regie: | Ian MacNaughton | ||
Schräg, schräger, Monty Python!
Mit "Das Leben des Brian" und dem Song "Always look on the bright side of Life" schrieben Monty Python Filmgeschichte - nun kehren sie zurück! (Foto: Filmwelt)
Die legendäre Klamauk-Reihe "Flying Circus", die Mittelalter-Splattersatire "Die Ritter der Kokosnuß", die respektlose Jesus-Persiflage "Das Leben des Brian" bis hin zum unfassbar ekelhaften Episodenfilm "Der Sinn des Lebens" - das Letzterer vornehmlich im Unsinn besteht, das hat die Comedy-Kulttruppe "Monty Python" mit ihren Werken eindrücklich bewiesen.
Doch seit dreißig Jahren sind die britischen Schwarzhumor-Jongleure von der Bildfläche verschwunden, sie absolvierten nur gelegentlich noch kleinere Charity-Auftritte. Angeblich vor allem deshalb, weil John Cleese, Eric Idle, Michael Palin, Terry Jones und Terry Gilliam im Laufe ihrer Karriere immer öfter aneinandergerieten.
Nun scheinen aber die größten Differenzen ausgeräumt, denn völlig sensationell hat Regisseur Terry Jones nun ein Filmprojekt angekündigt, für das er bereits fast alle seiner alten Weggefährten gewinnen konnte. Nur die Zusage von Eric Idle steht noch aus, die sei aber Formsache.
"Absolutely Anything" heißt der Film und handelt von einem Mann, dem von Außerirdischen die Fähigkeit verliehen wird, alles zu tun, was ihm gerade in den Sinn kommt. In alter Monty-Python-Tradition nutzt er das natürlich aus, um die abseitigsten Spinnereien geschehen zu lassen.
Kleiner Wermutstropfen: Die Monty-Python-Stars werden, obwohl "Absolutely Anything" ein Realfilm ist, nicht körperlich anwesend sein, sondern lediglich ihre Stimme den Aliens leihen, die dann computeranimiert werden. Doch Terry Jones tröstet seine Fans: "Auch wenn es kein klassischer Monty-Python-Film wird, hat er trotzdem diesen Geist in sich."
Einen Gaststar aus Hollywood hat Terry Jones sogar auch schon in petto: Robin Williams leiht seine Stimme einem sprechenden Hund namens Dennis. Wer die Hauptrolle als allmächtiger Erdenbürger spielen soll, ist indes noch unklar.
Die erste Klappe zu "Absolutely Anything" wird dennoch bereits im Frühling fallen. Mit etwas Glück gibt's den SciFi-Klamauk im Monty-Python-Stil also noch dieses Jahr im Kino zu erleben!
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