Billy Bob Thornton
Halle Berry
Peter Boyle
Regie: Marc Forster
Verleih: Tobis
Hank Grotowski (Billy Bob Thornton), Redneck-Unterschichtler par excellence, nimmt als Todestraktwärter in Louisiana an der Hinrichtung des Cop-Killers Musgrove (Sean "Puffy" Combs) teil. Als er bald darauf tiefere Gefühle für die neue Kellnerin (Halle Berry) seines Stamm-Cafés entwickelt, ahnt er nicht, dass es sich bei dieser um die Witwe des Hingerichteten handelt. Eine seltsame Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.
Zwei herausragende Hauptdarsteller (von denen eine, Ms. Berry, den verdienten Oscar empfing) prägen das meditativ stimmungsvolle, von Kritikern hochgelobte Hollywooddebüt des in Deutschland geborenen Wahlschweizers Marc Forster.
"Oscar"- und Bond-Girl Halle Berry und Billy Bob Thornton balancieren am Abgrund - in der ungewöhnlichsten Love-Story des Jahres.
Minuten lang rang Halle Berry auf der diesjährigen "Oscar"-Verleihung um Fassung. Und dennoch war sie kaum in der Lage, ihre Freude über den ersten Academy Award für eine schwarze Hauptdarstellerin in Worte zu fassen. Ging doch die bereits als "Leinwand-Beauty" abgestempelte Schauspielerin mit der schwierigen Rolle in Marc Forsters packendem Südstaatendrama ein großes Risiko ein.
Das eindringliche Psychogramm rückt zwei Außenseiter in den Mittelpunkt: Auf der einen Seite die Kellnerin Leticia (Berry), deren Leben ein Trümmerfeld ist, seit Ehemann Lawrence (P. Diddy) in der Todeszelle sitzt. Auf der anderen Seite Hank (Billy Bob Thornton), der in eben diesem Todestrakt Wärter ist. Desillusioniert ob seiner dysfunktionalen Familie befindet auch er sich dicht vor dem Abgrund.
Forster nimmt sich die Zeit, die Agonie der Charaktere in impressiven Bildern zu zeigen. Behutsam und Zug um Zug, nähern sich die Figuren dem "Monster's Ball", dem Abend bevor Lawrence hingerichtet wird. Mit der drastisch inszenierten Exekution explodiert die Handlung.
Familiäre Unglücke führen Leticia und Hank zusammen. Wie von selbst finden die beiden gequälten Seelen zueinander. Die verdrängten Gefühle brechen in einem verstörenden Liebesakt aus, der wie ein reinigendes Gewitter den Weg frei macht für eine zart aufkeimende Beziehung. Doch Leticia hat keine Ahnung, dass Hank an der Hinrichtung ihres Mannes beteiligt war.
"Monster's Ball" verweigert sich konsequent den Konventionen typischer Todesstrafen-Dramen, sondern setzt mutig auf die ungewöhnliche Liebesgeschichte. Gerade deshalb macht der Film trotz aller Schicksalsschläge vor allem Eines: Hoffnung.
| Darsteller: | Billy Bob Thornton | als Hank Grotowski | |
|---|---|---|---|
| Halle Berry | als Leticia Musgrove | ||
| Peter Boyle | als Buck Grotowski | ||
| Heath Ledger | als Sonny Grotowski | ||
| Sean "P. Diddy" Combs | als Lawrence Musgrove | ||
| Mos Def | als Ryrus Cooper | ||
| Coronji Calhoun | als Tyrell Musgrove | ||
| Taylor Simpson | als Lucille | ||
| Gabrielle Witcher | als Betty | ||
| Amber Rules | als Vera | ||
| Charles Cowan jr. | als Willie Cooper | ||
| Taylor LaGrange | als Darryl Cooper | ||
| Anthony Bean | als Dappa Smith | ||
| Francine Segal | als Georgia Ann Paynes | ||
| John McConnell | als Harvey Shoonmaker | ||
| Marcus Lyle Brown | als Phil Huggins | ||
| Milo Addica | als Tommy Roulaine | ||
| Leah Loftin | als Booter | ||
| Will Rokos | als Warden Velasco | ||
| Anthony Michael Frederick | als Billy | ||
| Clara Daniels | als Maggie Cooper | ||
| Carol Sutton | als Mrs. Guillermo | ||
| Bernard Johnson | als Deputy Jones | ||
| Regie: | Marc Forster | ||
| Drehbuch: | Milo Addica | ||
| Will Rokos | |||
| Produzent: | Lee Daniels | ||
| Koproduzent: | Eric Kopeloff | ||
| Ausf. Produzent: | Michael Paseornek | ||
| Michael Burns | |||
| Mark Urman | |||
| Kamera: | Roberto Schaefer | ||
| Schnitt: | Matt Chesse | ||
| Musik: | Asche and Spencer | ||
| Produktionsdesign: | Monroe Kelly | ||
| Leonard Spears | |||
| Kostüme: | Frank Fleming | ||
| Ton: | Jeff Pullman | ||
| Casting: | Kerry Barden | ||
Neuere Sandalenfilme wie "Alexander" oder "Troja" konnten einfach nicht an den Erfolg von Meilensteinen wie "Ben Hur" oder "Spartacus" anknüpfen. Mit einem Drama über Nofretete möchte Powerfrau Halle Berry neuen Schwung in das verstaubte Genre bringen.
Trotz anstehender Babypause lässt Halle Berry nicht locker und plant weiterhin fieberhaft ihr Traumprojekt über die altägyptische Königin Nofretete. Große Schlachtenszenen und eine aufregende Liebesgeschichte bilden in den Augen der Oscargewinnerin beste Vorraussetzungen für richtig großes Kino: "Der Film wird ein gigantisches Epos!"
Das historische Drama wird in der Zeit spielen, in der Nofretete als Königin alleine über das gesamte altägyptische Reich geherrscht haben soll. Während Wissenschaftler früher davon ausgingen, dass die einflussreiche Gattin von König Echnaton schon vor ihrem Mann gestorben ist, interpretieren Ägyptologen die Hieroglyphen und Reliefs heute anders. Viele Überreste deuten darauf hin, dass die schöne Frau Echnaton überlebt hat und selbst auf den Thron gestiegen ist.
Wann Halle sich für die Rolle der Nofretete in das 13. Jahrhundert vor Christus zurückversetzen wird, steht allerdings immer noch nicht fest. Marc Forster, der Berry bereits für ihre preisgekrönte Darbietung in "Monster's Ball" in Szene setzte, hat schon seit langem als Regisseur für das Epos unterschrieben, befindet sich aber zurzeit mitten in den Vorbereitungen für den nächsten Bond-Film. Die zukünftige Mama Berry steht frühestens in neun Monaten zur Verfügung.
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