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Drama/Thriller - USA/Deutschland 2003 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 110 Min. - Verleih: 3L (Central) Start: 15.04.2004
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Ende der 80er blickt die amerikanische Prostituierte Aileen Wuornos (Charlize Theron) in den ganz persönlichen Depri-Abgrund, als zwei Ereignisse ihr kaputtes Leben verändern - wenn auch nicht gerade zum Besseren. In der etwas undurchsichtigen Selby (Christina Ricci) findet sie erstmalig so etwas wie eine Freundin. Und als sie in Notwehr einen sadistischen Freier tötet, erkennt sie, dass man mit so etwas davon kommen kann.
Charlize Theron, bekannt und beliebt als glamouröses Babe aus Filmen wie "The Italian Job" und "Reindeer Games", ist kaum wiederzuerkennen als aufgedunsene, ungeschminkte Bordsteinschwalbe des Todes in dieser einfühlsamen, zu recht für allerhand Auszeichnungen nominierten Chronik einer wahren Begebenheit. |
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KRITIK
Oscar-gekrönt: Charlize Theron als Prostituierte Aileen,
die eines Tages den Straßenstrich nur noch mit Pistole
besuchte.
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Aileen und Freundin Selby (Foto: 3L (Central)) |
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Unvergesslich an diesem erschreckend bewegenden Film ist die Hauptdarstellerin: Wie Charlize Theron am Straßenrand steht und mit den Schultern wippt, wie sie den vorbeifahrenden Männern ganz unverfroren vermittelt, was sie von ihr erwarten können, das sind Bilder, die man nicht vergisst, ein Abgesang auf das verklärte Tramperinnen-Leben der Hippie-Ära.

Erstlingsregisseurin Patty Jenkins liefert die packende Pathologie des Verbrechens und zeigt, was hinter den Schlagzeilen vom "männermordenden Monster" steckt, das die Presse zu Amerikas erster Serienkillerin stilisierte.

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Aileen steht ein harter Prozess bevor (Foto: 3L (Central)) |
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Das Leben als Außenseiter

Auf den Spuren von Aileen Wuornos, die 2002 für sechs Morde an ihren Freiern hingerichtet wurde, erfährt man von trauriger Kindheit, Straßenstrich und Biker-Bars. Und von der überwältigenden Liebe zu einer anderen Außenseiterin, der jungen Selby (Christina Ricci), die von ihren Eltern von ihrer Homosexualität "geheilt" werden soll.

Dass Charlize Theron im Film Mut zur Hässlichkeit beweist, hat sich mittlerweile herumgesprochen, aber ihren Oscar bekam sie trotz der vielzitierten 13 Kilo Übergewicht, die sie für die Rolle brauchte.

Am Ende dieser scharfen Sozialkritik und sanften Liebesgeschichte steht die Frage, ob die Monster nicht doch die anderen sind. | Doris Kuhn |
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