TV-Drama über die Entführung des Passagierflugzeugs "Landshut" im Herbst 1977. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto44/08441096/b150x150.jpg Mogadischu

Filmdetails

Mogadischu

TV-Drama über die Entführung des Passagierflugzeugs "Landshut" im Herbst 1977.


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Kritik

Mogadischu

"Das fiktionale Event des Jahres 2008" ist für den scheidenden ARD-Programmdirektor Günter Struve dieser Spielfilm von Roland Suso Richter, deshalb wird sogar ausnahmsweise die Programmierung am "heiligen Tatort-Sonntag" aufgehoben.

Statt eines "Tatorts" wird es das hochkarätig besetzte Entführungsdrama geben, danach beschäftigt sich die Talksendung "Anne Will" mit diesem Thema, gefolgt von der Dokumentation "Mogadischu" von Maurice Philip Remy. Dem erfolgreichen Dokumentarfilmer ist es überhaupt zu verdanken, dass die ARD einen Spielfilm über die Entführung der Lufthansamaschine Landshut im Oktober 1977 produzieren ließ, brachten seine Recherchen doch so viel Neues zutage. Teamworx-Produzent Nico Hofmann bezeichnet "Mogadischu" als "Gegenentwurf" zu "Der Baader Meinhof Komplex", dem RAF-Film von Uli Edel und Bernd Eichinger. "Im Gegensatz zu dem Film von Eichinger ist es ein Film über die Opfer, aber auch über die Helden", betont er. Remy schrieb zu "Mogadischu" sein erstes szenisches Drehbuch, unterstützt wurde er dabei von Gabriela Sperl ("Die Flucht").

Wie "Der Baader Meinhof Komplex" beginnt auch "Mogadischu" mit den Studentenunruhen der siebziger Jahre, in schneller Folge wird die Geschichte der RAF bis zur zweiten Generation und der Entführung Hanns Martin Schleyers gezeichnet. Die eigentliche Handlung setzt mit dem Vorhaben der Terroristen ein, ein Flugzeug zur Unterstützung ihrer Erpressungsversuche zu kidnappen, parallel wird erzählt, wie der Pilot Jürgen Schumann (Thomas Kretschmann) sich von seiner Familie verabschiedet - was ein Routineflug sein soll, wird eine Reise in den Tod. Im weiteren Verlauf des Films konzentrieren sich die Macher auf die Geschehnisse im entführten Flugzeug sowie die Bemühungen der Politiker und der Militärs, Passagiere und Besatzung zu befreien. Roland Suso Richter und sein Kameramann Holly Fink zeigen eindringlich die klaustrophobischen Zustände im Flugzeug und die Angst der Passagiere vor den unberechenbaren Terroristen. Absurde, aber wahre Episoden verstärken dabei noch den Schrecken, etwa eine gespenstische Geburtstagsfeier für eine Stewardess oder die Deutung eines Montblanc-Signets als Judenstern durch den Entführer, die beinahe zu einem Todesurteil für die Besitzerin des Stiftes wird. Die Terroristen, gespielt u.a. von dem französischen Schauspieler Said Tamaoui (bekannt aus "Hass" und "Drachenläufer") werden dabei nicht nur negativ gezeichnet, die eigentlichen Helden sind jedoch die Piloten, insbesondere Jürgen Schumann, und die Stewardessen, vor allem Gabriele Dillmann (Nadja Uhl). Auf der Seite der Politiker überzeugen Christian Berkel, der sich die Rolle des Bundeskanzlers Helmut Schmidt auf verblüffende Art und Weise zu eigen gemacht hat, und Jürgen Tarrach als Hans Jürgen "Ben Wisch" Wischnewski. Weitere Rollen sind mit Herbert Knaup, Simon Verhoeven und Valerie Niehaus stimmig besetzt. Gegen Ende zieht Richter das Tempo deutlich an, die Stürmung der Landshut gerät zum spannenden Showdown. Ein eindringlicher Film, und zugleich eine weitere wichtige Facette in der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte. sw.

Mogadischu

Darsteller:  Thomas Kretschmann   als Kapitän Jürgen Schumann
  Nadja Uhl   als Gabriele Dillmann
  Saïd Taghmaoui   als Mahmud
  Herbert Knaup   als Oberstleutnant Ulrich Wegener
  Jürgen Tarrach   als Hans-Jürgen Wischnewski
  Christian Berkel   als Bundeskanzler Helmut Schmidt
  Simon Verhoeven   als Co-Pilot Jürgen Vietor
  Tobias Licht   als Leutnant Baum
  Cornelia Schmaus   als Lyvia Vamos
  Valerie Niehaus   als Birgit Röhll
  Franz Dinda   als Peter-Jürgen Boock
  Youssef Hamid   als Dr. Wadi Haddad
  Gernot Kunert   als Schleyer
  Bettina Hoppe   als Brigitte Mohnhaupt
  Abdellatif Chaouki   als Scheich Ahmed
  Sofi Mohamed   als Siad Barre
  Judith Engel   als Monika Schumann
  Jan Messutat   als Rüdiger von Lutzau
  Fritz Roth   als Horst Herold
  Fabian Ridder   als Stephan Röhll
  Jan Henrik Stahlberg   als Wolfgang Salewski
  Karl Fischer   als Manfred Schüler
  Nabila Harfan   als Terroristin
  Mohcine Nadifi   als junger Terrorist
 
Regie:  Roland Suso Richter  
Drehbuch:  Maurice Philip Remy  
  Dr. Gabriela Sperl  
Produzent:  Dr. Gabriela Sperl  
  Prof. Nico Hofmann  
  Dr. Jürgen Schuster  
Kamera:  Holly Fink  
Schnitt:  Bernd Schlegel  
Musik:  Martin Todsharow  
Produktionsdesign:  Michael Köning  
Kostüme:  Katrin Schäfer  
Maske:  Heiko Schmidt  
  Jens Bartram  
Ton:  Steffen Graubaum  
Casting:  Nina Haun  

Video Champion für Armin Mueller-Stahl

Zum zehnten Mal werden in München am 19. November herausragende Persönlichkeiten und Filmschaffende für ihre Verdienste mit einem Video Champion ausgezeichnet

Großansicht Wird mit dem Lifetime Achievement Award geehrt: Armin Mueller-Stahl (Foto: Kurt Krieger)

Wird mit dem Lifetime Achievement Award geehrt: Armin Mueller-Stahl (Foto: Kurt Krieger)

Zur 10. Verleihung der Video Champions am 19. November im The Westin Grand Hotel München werden zahlreiche Topstars erwartet. Im Rahmen der festlichen Video Night werden traditionell die besten Veröffentlichungen des Jahres auf DVD und Blu-ray ausgezeichnet. Die Personality Awards bilden das emotionale Highlight der Video Night, mit denen herausragende Persönlichkeiten und Filmschaffende für Ihre Verdienste geehrt werden.

Als besonderer Stargast wird in diesem Jahr Schauspiellegende Armin Mueller-Stahl für sein Lebenswerk mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Insgesamt wirkte Mueller-Stahl in über 130 internationalen TV- und Kinofilmen mit. Er genießt als einer der wenigen deutschen Schauspieler auch in Hollywood großes Ansehen und war zuletzt im Blockbuster "Illuminati" und den Kino- und Videohighlights "The International" und "Buddenbrooks" zu sehen.

Ob "Illuminati" oder "Buddenbrooks" - Armin Mueller-Stahl ist immer der perfekte Grandseigneur

Der Artist Award 2009 geht an die Schauspielerin Nadja Uhl, die trotz der Geburt ihrer zweiten Tochter einen Höhepunkt in ihrem filmischen Schaffen erreichte. Sie spielte in der Eichinger-Produktion "Der Baader Meinhof Komplex" und im TV-Quotenhit "Mogadischu". Darüber hinaus war sie mit dem Kinofilm "So glücklich war ich noch nie" erfolgreich und ist derzeit in Simon Verhoevens Film "Männerherzen" zu bewundern, der bereits knapp zwei Mio. Zuschauer ins Kino gelockt hat.

Die weiteren Preisträger der Video Champions 2009 werden erst am Abend bekannt gegeben. Insgesamt rund 500 Gäste aus Film, Fernsehen und Musik feiern die glamouröse Jubiläumsveranstaltung der seit 2000 stattfindenden Video Night. Zahlreiche Prominente haben Ihr Kommen bereits zugesagt, darunter Michael Mittermeier, Nina Eichinger, Diana Amft, Volker Schlöndorff, Paula Kalenberg, Florian David Fitz, Giulia Siegel, Simon Verhoeven und Wolfgang Stumph. Als außergewöhnlicher Showact tritt die englische Percussion-Gruppe STOMP auf. Durch den Abend führt die TV-Moderatorin Bettina Cramer.

Bilder von Armin Mueller-Stahl

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Thomas Kretschmann

Am besten sieht er in langen dunklen Mänteln und in Uniform aus, weil er seine sportliche Figur beherrscht und kerzengerade...

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Nadja Uhl

Deutsche Schauspielerin. Vielseitig, wandlungsfähig, intelligent und natürlich, gehört Nadja Uhl zu den herausragenden deutschen Schauspielerinnen,...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

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    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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