Visuell bestechendes Science-Fiction-Movie von Brian De Palma, der eine Rettungsmission auf dem Mars nach verschollenen Astronauten suchen lässt. http://images.kino.de/flbilder/max00/bf00/bf18/b0018997/b150x150.jpg Mission to Mars

Filmdetails

Mission to Mars

Visuell bestechendes Science-Fiction-Movie von Brian De Palma, der eine Rettungsmission auf dem Mars nach verschollenen Astronauten suchen lässt.


Mission to Mars
Start: 11.05.2000

Science Fiction

USA 2000
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Gary Sinise
Tim Robbins
Don Cheadle

Regie: Brian De Palma
Verleih: Constantin

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Im Jahr 2020 gelingt es den Astronauten der Mars-One-Mission, Fuß auf den roten Planeten zu setzen. Bei der Erkundung einer Unregelmäßigkeit werden sie von einem Wirbelsturm angegriffen. Im letzten Moment gelingt es dem Kommandanten, eine kryptische Meldung an die Erdstation zu schicken. In Windeseile wird eine Rettungsmission zusammengestellt, die auf dem Mars nach Überlebenden forschen soll.


Kritik

Mission to Mars

Faszinierende Begegnung mit der eigenen Art: In der ersten großen Mars-Mission made in Hollywood in diesem Jahr (Warners "Red Planet" folgt im Spätherbst) stoßen Gary Sinise, Tim Robbins und Connie Nielsen bei einem Rettungseinsatz auf dem roten Planeten auf die Ursprünge der Menschheit. Optisch als Hommage an Kubricks "2001" angelegt, orientiert sich diese Odyssee im Weltraum inhaltlich mehr an James Camerons "Abyss" - ohne allerdings dessen Tiefe und Emotionalität zu erreichen. Dass diese Mission Impossible im Weltenraum unterhaltsam und spannend bleibt, ist Brian De Palma zu verdanken, der nichts von seinem Sinn für visuelles Flair und beeindruckenden Suspense verloren hat.

Die Bilder mögen immer wieder auf Kubrick verweisen, Thriller-Spezialist De Palma kann auch in seinem ersten Ausflug ins Science-Fiction-Genre nicht verleugnen, dass sein filmischer Gottvater Alfred Hitchcock ist - und bis auf weiteres bleibt. Für den ewig kühlen Stilisten und Pragmatiker ist dieser mit Gefahren gespickte Ausflug auf den erdnächsten Planeten vor allem eine ideale Spielwiese, sich seinem Film und der sich stellenden Aufgaben wie ein Mathematiker mit kühlem Verstand zu nähern. Filmtechnisch ist "Mission to Mars" dementsprechend - und wie nicht anders zu erwarten - von Anfang bis Ende ein Genuss. Atemberaubend, wie er Stephen H. Burums bestechende Kamera wie die Darsteller an Bord ihres Raumschiffs sich schwere- und mühelos um die eigene Achse drehen lässt. Aufregend, wie er in einer ausgedehnten Sequenz im Weltall den meisterlichen Einbruch von Tom Cruise und Co. in "Mission: Impossible" in die futuristische CIA-Zentrale noch einmal übertrifft, indem er auf jede Lösung eines Problems unweigerlich eine noch größere Katastrophe folgen lässt, bis sich die Mars-Crew in eine unausweichliche Situation manövriert hat. Aber mit Ausnahme der sehr schönen Szene, in der Tim Robbins und die dänische Entdeckung Connie Nielsen zu den Klängen von Van Halens "Dance the Night Away" im schwerelos rotierenden Raum tanzen, bleibt "Mission to Mars" eiskalt wie die endlosen Weiten des Alls, in denen sich ein Großteil der Action abspielt. Daran ändert auch Ennio Morricones wild wogender und auf Dauer enervierender Score nichts: Emotion war noch nie die Forté De Palmas, der offensichtlich eine innigere Beziehung mit seinem technischen Stab pflegt als mit seinen Darstellern. Während der Regisseur nämlich immer dann zu großer Form aufläuft, wenn er virtuose Illusionen schaffen kann, wie bei einem bedrohlichen Mars-Sandsturm mit Eigenleben gleich zu Beginn des Films, bleiben fähige Leute wie Gary Sinise, Robbins oder Don Cheadle auf sich allein gestellt, wenn sie sich mit den nur bedingt begnadeten Dialogen des bestenfalls funktionalen Drehbuchs abmühen. Denkbar simpel verbinden die Autoren die Handlungsfäden, nachdem die erste NASA-Crew auf dem Mars im Jahr 2021 vermeintlich samt und sonders von besagtem Sandsturm verschlungen wird. De Palmas bedächtiger Rhythmus auf dem Weg zur Entschlüsselung des Geheimnisses eines gigantischen, gesichtsförmigen Felsen trägt dazu bei, dass "Mission to Mars" in den USA nicht das ganz große Boxoffice-Ereignis geworden ist. Anstatt in erwarteter Event-Manier zu überwältigen und mitzureißen, verlangt diese bisweilen fast kontemplative Variation des "Unheimliche Begegnung"- oder "E.T."-Themas von den guten Außerirdischen eine behutsame Annäherung. Denn ein entrückt schöner Film, von De Palma sozusagen "dressed to kill", ist "M2M" allemal - auch wenn er sich wichtiger nimmt, als er eigentlich ist. ts.

Mission to Mars

Darsteller:  Gary Sinise   als Jim McConnell
  Tim Robbins   als Woody Blake
  Don Cheadle   als Luke Graham
  Connie Nielsen   als Terri Fisher
  Jerry O'Connell   als Phil Ohlmyer
  Kim Delaney   als Maggie McConnell
  Elise Neal   als Debra Graham
  Peter Outerbridge   als Sergei Kirov
  Jill Teed   als Renee Cote
  Kavan Smith   als Nicholas Willis
 
Regie:  Brian De Palma  
Drehbuch:  Jim Thomas  
  John Thomas  
  Graham Yost  
Produzent:  Tom Jacobson  
Koproduzent:  David S. Goyer  
  Justis Greene  
  Jim Wedda  
Ausf. Produzent:  Sam Mercer  
Kamera:  Stephen H. Burum  
Schnitt:  Paul Hirsch  
Musik:  Ennio Morricone  
Produktionsdesign:  Ed Verreaux  

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