Vierter Auftritt für Tom Cruise als Superagent Ethan Hunt, der diesmal eine Verschwörung gegen die Impossible Mission Force selbst aufdecken muss - unter dem Radar und auf eigene Faust! http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto46/11460082/b150x150.jpg Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Filmdetails

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Vierter Auftritt für Tom Cruise als Superagent Ethan Hunt, der diesmal eine Verschwörung gegen die Impossible Mission Force selbst aufdecken muss - unter dem Radar und auf eigene Faust!


Mission: Impossible - Phantom Protokoll
Start: 15.12.2011

Originaltitel: Mission: Impossible - Ghost Protocol

Action

USA 2011
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Tom Cruise
Paula Patton
Simon Pegg

Regie: Brad Bird
Verleih: Paramount

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

Bei einem Einsatz des IMF im Kreml kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: IMF-Anführer Ethan Hunt wird Zeuge eines verheerenden Bombenattentats, das der IMF in die Schuhe geschoben wird. Die Regierung verleugnet die Elite-Abteilung und initiiert das Phantom-Protokoll, ihr einziger Kontakt zur Kommandostruktur wird ermordet. Mit seinen Leuten geht Ethan in den Untergrund, um auf eigene Faust den Drahtzieher zu stellen. Die Spur führt nach Dubai, wo sie dem undurchschaubaren Hendricks auf die Schliche kommen.


Kritik

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Mit einem neuen Team und neuer Leichtigkeit geht Tom Cruises Agentenfranchise in die vierte unmögliche und sehr unterhaltsame Mission.

Nach dem hyperintensiven, unterschätzten Vorgänger, der unter der Regie von J.J. Abrams den Superagenten als verletzlichen Privatmann enthüllte, konzentriert sich der Nachfolger auf das, was Ethan Hunt nicht nur im Nachnamen ausmacht - auf eine Nonstop-Jagd über die Kontinente, die den Protagonisten kontinuierlich im Actionmodus, aber auch eingebunden in ein Team zeigt, das sich Homogenität erst noch erarbeiten muss.

Der Plot stellt sich ohne die gewohnten Überraschungen durch Doppelagenten, Verrat und dramaturgische Umleitungen als geradliniges Zerstörungsszenario vor, das keinen Zuschauer überfordert, Hunts Team aber unter permanenten Hochdruck setzt. Ungewöhnlich für ein Franchise, das so stark mit seinem Star verbunden ist, eröffnet der Film mit einem neuen Kollegen, der in Budapest spielerisch leicht Abschusscodes für russische Nuklearraketen erobert, bis eine Auftragskillerin ernst macht und ihn aus dem Film reißt. Um diese Codes entwickelt sich ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die US-Agenten versuchen, einen Drahtzieher (Michael Nyqvist) im Hintergrund aus dem Verkehr zu ziehen, bevor er die Codes erwerben und mit ihrer Hilfe einen globalen Nuklearkrieg provozieren kann.

Der verquere humanitäre Ansatz des Bad Guys, der menschlichen Zivilisation mit Vernichtung einen Reboot zu ermöglichen, passt ins Bond-Universum, der humorvoll verspielte Ton der Reaktion auf diese Bedrohung in den Kosmos des Pixar-Hits "Die Unglaublichen - The Incredibles", mit dem sich Brad Bird erstmals als Actionmeister mit originellen Einfällen auszeichnete. Birds Beförderung zum Regisseur eines Live-Action-Events resultiert in einer Gratwanderung zwischen Anspannung und Humor, die größtenteils erfolgreich bewältigt wird, auch wenn die Akzentuierung des Komischen manchmal auf Kosten der Intensität geht. Vieles, was diese Mission eigentlich erschwert, wird mit leichter Hand präsentiert. Der russische Gegenspieler, der Hunt als gebrandmarkten Terroristen um den Globus jagt, ein gewagter Gefängnisausbruch zu Dean Martins "Ain't That a Kick in the Head", die Gadgets der Agenten, die nicht zuverlässig funktionieren, selbst die Atomrakete, die am Ende auf eine US-Metropole zurast, schmiert nicht ohne Begleitgag ins Wasser ab.

Spaß und Spannung lautet das Motto des Films, der immer in Bewegung bleibt, mit Actionsequenzen am Himmelsturm Burj Khalifa in Dubai wie auch in einem vollautomatisierten Parkhaus in Mumbai glänzt und mit Paula Patton, Jeremy Renner und Komiker Simon Pegg ein unorthodoxes Team im Angebot hat, das nicht nur die Sonne im Zentrum dieses Agentenfilms umkreist. Und wer schon glaubte, Birds Film existiere völlig lösgelöst von seinem Vorgänger, bekommt am Ende doch noch eine Überraschung und eine Brücke serviert. kob.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Darsteller:  Tom Cruise   als Ethan Hunt
  Paula Patton   als Jane Carter
  Simon Pegg   als Benji Dunn
  Jeremy Renner   als Brandt
  Michael Nyqvist   als Kurt Hendricks
  Vladimir Mashkov   als Sidorov
  Samuli Edelmann   als Wistrom
  Ivan Shvedoff   als Leonid Lisenker
  Anil Kapoor   als Brij Nath
  Léa Seydoux   als Sabine Moreau
  Josh Holloway   als Trevor Hanaway
  Miraj Grbic   als Bogdan
  Ving Rhames   als Luther Stickell
  Tom Wilkinson   als IMF Sekretär
 
Regie:  Brad Bird  
Drehbuch:  Josh Appelbaum  
  André Nemec  
Produzent:  J.J. Abrams  
  Tom Cruise  
  Bryan Burk  
Ausf. Produzent:  Jeffrey Chernov  
  David Ellison  
Buchvorlage:  J.J. Abrams  
  Tom Cruise  
Kamera:  Robert Elswit  
Schnitt:  Paul Hirsch  
Musik:  Michael Giacchino  
Produktionsdesign:  James Bissell  
Kostüme:  Michael Kaplan  
Casting:  Nancy Bishop  
  Heike Brandstatter  
  Coreen Mayrs  
  April Webster  
  Alyssa Weisberg  

"Ohne Chaplin kein 'Mission: Impossible'!"

Mit "Die Unglaublichen - The Incredibles" und "Ratatouille" drehte Brad Bird zwei der erfolgreichsten Filme von Pixar. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" markiert nun seinen ersten Ausflug in die Welt der Live-Action.

Großansicht Tom Cruise und Brad Bird beim Dreh zu "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" in Dubai (Foto: Paramount)

Tom Cruise und Brad Bird beim Dreh zu "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" in Dubai (Foto: Paramount)

"Phantom Protokoll" ist Ihr erster Film als Realfilm-Regisseur. Hatten Sie bereits Zeit, sich zurückzulehnen und sich Gedanken zu machen, ob Sie das erreicht haben, was Sie sich vorgenommen hatten?
BRAD BIRD: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben das umgesetzt, was wir machen wollten: einen unterhaltsamen Film, der den Menschen eine gute Zeit im Kino beschert. Phantom Protokoll ist ein echter "Mission: Impossible"-Film. Das war unsere Maßgabe. Mir war nur wichtig, dass er sich von den drei anderen Filmen unterscheidet.

Gibt es feste Parameter für die Filme?
Eigentlich erklärt sich alles durch den Titel: Es geht immer um eine unmögliche Mission - um Nüsse, die für die Hauptfigur Ethan Hunt eigentlich nicht zu knacken sind. "Mission: Impossible"-Filme sind Agentenfilme, die an verschiedensten Orten auf der ganzen Welt spielen. Es gibt als feste Bestandteile vertauschte Identitäten, Intrigen, Action. Der Rest ist Verhandlungssache. Innerhalb der festen Parameter hat man einigen Spielraum, wie ich finde. Mir gefällt, dass Tom Cruise und die Produzenten die Filmemacher ermutigen, ihre ganz persönliche Interpretation zu finden. Es gibt keinen Hausstil, der diktiert wird.

Wie sieht Ihre Interpretation aus?
Da fragen Sie vermutlich die allerschlechteste Person, die etwas mit diesem Film zu tun hat. Ich mache mir über meinen persönlichen Ton keine Gedanken. Er ergibt sich ganz automatisch. Generell könnte man vielleicht sagen, dass dieser Film etwas leichter im Ton ist. Man muss nicht auf die Action verzichten, aber ich neige dazu, die Action gern mit Humor auszubalancieren. Wir haben einen Film gemacht, der viele verschiedene Rhythmen hat, teilweise in ein und derselben Szene. Wir hauen nicht unentwegt auf die Zwölf, sondern setzen auf Dynamik und Rhythmuswechsel.

Hat Ihnen Ihre Erfahrung als Regisseur von Animation bei diesem Film geholfen?
Der Schlüssel zu Animation ist Prävisualisierung. Man muss sich im Vorfeld ganz genau überlegen, wie eine Szene aussehen und aufgebaut sein soll. Animation ist so teuer, dass man sich keine Ungenauigkeiten erlauben kann. Für einen Film wie "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" ist diese Erfahrung eine ideale Vorbereitung. Es ist ein großer Film, der mit einem sehr engen Terminplan entstanden ist. Große Variationen waren da einfach nicht drin. Wir mussten im Vorfeld bereits genau festlegen, wie die Szenen aussehen sollten.

Gewiss stellte Sie der Dreh von Live-Action aber auch vor neue Herausforderungen?
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Medien ist, dass man sich bei Live-Action Spontaneität erlauben kann. Das kannte ich nicht. Ich hatte die einzelnen Einstellungen so genau im Kopf, dass ich immer nur genau das drehte, von dem ich glaubte, dass ich es brauchen werde, und dann rief ich: Cut! Ich musste erst lernen, die Kameras immer noch etwas laufen zu lassen, dass man erstaunliche Dinge festhalten kann, mit denen man nicht gerechnet hat, wenn man es nur zulässt. Bei Animation gibt es nur eine Anmutung von Spontaneität; im Realfilm gibt es sie wirklich. Eine tolle Sache.

Ist die Arbeit mit Schauspielern ebenso toll?
Sie war mir nicht fremd. Auch bei Animation arbeitet man mit Schauspielern. Da stehen sie zwar nicht vor der Kamera, aber es ist eine harte Arbeit für sie. Aber immerhin müssen sie nicht toll aussehen, können unfrisiert und unrasiert sein. Bei Live-Action ist der Druck höher: Sie müssen Kostüme und Make-up tragen, sie müssen sich bewegen und ihren Text perfekt beherrschen. Man kann sich keine Sperenzchen leisten. So ein Dreh ist teuer, alles muss stimmen. Meine letzten drei Filme waren etwa gleich teuer. Der Unterschied besteht darin, dass bei Animation gleichmäßig über die komplette Produktion hinweg Geld ausgegeben wird, während beim Realfilm vor allem der Dreh Geld verschlingt. Wenn da etwas nicht funktioniert, muss man sofort eine Lösung finden, oder man hat ein Problem.

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Hatten Sie das Gefühl, beim Dreh limitiert zu sein?
Ein kleines bisschen vielleicht. Man hat nicht all die Freiheiten, die man bei Animation besitzt, weil man da wirklich jedes einzelne Bild kontrolliert. Aber das wird spielend wieder wettgemacht von der Begeisterung, die ich verspürt habe, wenn man eine Kamera wirklich bewegt, in einer Szene, die man selbst orchestriert hat.

Warum wollten Sie überhaupt zu Live-Action wechseln?
Ich träume von Live-Action, seitdem ich Animation mache. Und ich war elf Jahre alt, als ich damit begonnen habe. Ich musste damals lernen, wie man den richtigen Bildausschnitt wählt, den richtigen Abstand, wann man schneidet, wann man Großaufnahmen wählt. Das habe ich gelernt, indem ich mir klassische Spielfilme angesehen habe. Ich habe entdeckt, dass es gewisse Filmemacher gibt, die es perfekt beherrschen, Emotionen zu wecken und das Publikum in die Handlung einzubinden. Die habe ich studiert, von ihnen habe ich das Handwerk gelernt. Sie waren die besten Lehrer, die man sich vorstellen kann - Hawks, Lean, Hitchcock, Spielberg, Forman, Kurosawa, Disney natürlich. Deshalb ist mir Live-Action sehr nahe, und damit auch der Wunsch, selbst Live-Action zu machen.

Bei Ihrem "Mission: Impossible" scheint der Einfluss der Slapstickmeister groß gewesen zu sein.
Sicher. Die Szenen an der Fassade des Burj Khalifa in Dubai wären ohne die Arbeit von Chaplin, Keaton und Lloyd nicht denkbar gewesen. Aber sehen Sie, Brian De Palmas "Mission: Impossible" wäre nicht möglich ohne Eisenstein und Hitchcock.

"Mission: Impossible - Phantom Protokoll" ist ein wichtiger Film für Paramount. Gab es Druck von Seiten des Studios?
Es gab keinen Grund für das Studio, sich Sorgen zu machen. Wir hielten die Zügel fest in der Hand. Man merkte, dass ein großes Interesse bestand. Aber man war eigentlich immer happy: Wir wollten im Grunde genau den Film machen, den das Studio haben wollte.

Der dritte "Mission: Impossible" führte zum Zerwürfnis zwischen Paramount und Tom Cruise. War das ein Thema?
Nicht für mich. Ich bin sicher, es gibt dazu so viele Meinungen wie involvierte Personen. Aber mich interessierte nur der Film, den wir machen wollten, nicht der Film, den sie damals gemacht haben.

Werden Sie zur Animation zurückkehren?
Wenn ich es entscheiden könnte, würde ich künftig am liebsten pendeln, einmal Animation, einmal Live-Action. Das wäre mein Traum...

Hintergrund: Eine unmögliche Geschichte

Es war eine ungewöhnliche Entscheidung, als Paramount die Verfilmungsrechte an der Fernsehserie "Kobra, übernehmen Sie!" seinem größten Star Tom Cruise und dessen damaliger Produktionspartnerin Paula Wagner überließ. Mit dem ersten Film der Reihe, damals inszeniert von Brian De Palma, landete Cruise mit einem weltweiten Einspiel von 457,7 Mio. Dollar einen der größten Hits des Jahres 1996 - und legte die Regeln der Reihe fest: Jeder Regisseur eines "M:I"-Films sollte seine ganz persönliche Handschrift einbringen. 2000 folgte "Mission: Impossible 2" von John Woo, der 546,4 Mio. Dollar an den Kinokassen umsetzte. J.J. Abrams' "M:I-III" von 2006 wurde mit einem Boxoffice von 397,8 Mio. Dollar als Enttäuschung gewertet und sorgte für das Zerwürfnis zwischen Paramount und Tom Cruise. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" markiert einen doppelten Neuanfang: Er ist ein Reboot des Franchises mit neuem Ensemble und der erste Film von Paramount mit Cruise seit dem großen Streit.

Star

Tom Cruise

Mit seinem achten Film "Top Gun" avancierte Cruise zum Weltstar und wurde als jüngster Hollywood-Schauspieler auf dem Walk of Fame verewigt....

Star

Paula Patton

* 05.12.1975

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