Im Jahr 2054 ist die Mordrate in Washington auf Null gesunken. Verantwortlich für diesen bemerkenswerten Erfolg ist ein Fahndungsprogramm namens Pre-Crime: Drei Hellseher mit Spezialgebiet Mordvision sagen Verbrechen vorher, die dann von Cops wie John Anderton (Tom Cruise) schon in der Vorbereitung vereitelt werden. Das Programm ist ethischerseits nicht ganz unumstritten, und als Anderton sich eines Tages selbst auf der Fahndungsliste wiederfindet, beginnt auch er zu zweifeln.
Schon seit längerem hatten Hollywoods erfolgreichster Regisseur und Star eine Zusammenarbeit ins Auge gefasst - mit Spielbergs Adaption einer SF-Story von "Blade Runner"-Dichter Philip K. Dick ist es nun soweit. |
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KRITIK
Titanentreffen im Kino: Tom Cruise flüchtet als Cop des Jahres 2054 vor seiner Zukunft als Mörder, die Steven Spielberg meisterlich inszeniert.
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Die Aufzüge der Zukunft (Foto: Fox) |
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145 Minuten Ereigniskino. Diese Erwartung ist Pflicht, wenn Steven Spielberg erstmals mit Tom Cruise eine Story von Philip K. Dick verfilmt. Zwei moderne Klassiker, "Blade Runner" und "Total Recall", haben den SciFi-Guru über seinen Tod (1982) hinaus unsterblich gemacht. Sie bekommen nun Gesellschaft.

Von einem futuristischen Thriller, der mit Skepsis in die Zukunft blickt, sie aber auch mit großen Augen bestaunen lässt. Gläsern ist der Mensch des Jahres 2054 und zerbrechlich folglich seine Rechte. Überall Kameras und Netzhautscans, die Anonymität unmöglich machen.

Aber auch coole Technik, die den Albtraum versüßt. Wie Magnetautos, die an Wolkenkratzern hinauf zum Himmel gleiten und ihre Passagiere direkt ins Wohnzimmer entlassen. Perfekter Bilderzauber als Teamwork von menschlicher Fantasie und digitaler Realisation. Visuell makellos wirkt die Optik, aber die Welt von morgen ist bedrohlich, nicht verführerisch.

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Danny Witwer im Office von "Pre-Crime" (Foto: Fox) |
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Nichts ist sicher

Sicherheit scheint realisiert, doch sicher fühlen darf sich keiner. Selbst Cop Anderton (Cruise) nicht, der mit seiner Spezialeinheit Pre-Crime Morde verhindert, noch bevor sie begangen werden. Dank der Visionen dreier Hellseher, der Pre-Cogs, die symbiotisch miteinander verbunden sind.

Doch als Anderton in einer weiteren visuellen Projektion des als unfehlbar geltenden Trios sich selbst als Mörder erkennt, gerät auch er ins Visier seiner Einheit und eines undurchsichtigen Regierungsbeamten (Colin Farrell). Durch Washington gehetzt, bleiben ihm 36 Stunden, um seine Unschuld zu beweisen.

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John Anderton und Pre-Cog Agatha (Foto: Fox) |
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Timing ist alles

Ein Traum aus Suspense und Action ist diese Treibjagd durch eine vollautomatisierte Welt. Spektakulär dabei Andertons Duell mit seinen Kollegen, die ihn fliegend attackieren, spannend und perfekt getimt seine Konfrontation mit Metallspinnen, die ihn aufzuspüren versuchen.

Verblüffendes erlebt das Auge in "Minority Report": Spezialeffekte, Designzauber, aber auch Unauffälligeres wie ein Hitchcock-Zitat mit unzähligen Regenschirmen. Aber wie schon in "Total Recall" oder "Blade Runner" bedeutet Sehen auch Täuschen. Und genau darum geht es. |
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