Mira Sorvino
Jeremy Northam
Josh Brolin
Regie: Guillermo Del Toro
Verleih: Studiocanal
Als Gegenmittel für einen von Kakerlaken verbreiteten tödlichen Virus züchtet Insektenforscherin Susan Tyler eine kannibalistische Spezies. Doch die kleinen Helfer wachsen zur Menschengröße heran und können dank Mimikry grobe Menschenform annehmen. Als Mitverursacherin steigt Susan mit herunter ins U-Bahn-System zur Seek-and-Destroy-Expedition...

Nach dem monsterhaften Erfolg von "Scream - Schrei!" serviert Dimension Films mit dem düster-atmosphärischen Insektenschocker einen schleimig-glibberigen Horror-Nachschlag. Überraschenderweise findet sich in der Hauptrolle der unbeabsichtigt eine tödliche Killerkäfer-Epidemie auslösenden Wissenschaftlerin mit Oscar-Gewinnerin Mira Sorvina ("Geliebte Aphrodite") eine überaus versierte Schauspielgröße. Ihre Besetzung ist Indiz dafür, daß "Mimic" nicht nur schocken, sondern auch auf hohem Niveau unterhalten will.
Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro gab mit dem eleganten Vampirfilm "Cronos" seine Visitenkarte ab. Für seine kafkaesken Krabbler in "Mimic" stand "Aliens - Die Rückkehr" Pate, das trostlose Ambiente im Halbdunkel und triefendem Regen (plus die minimalistische Collagen-Openingsequenz) verneigt sich vor dem Deprithriller "Sieben", und die sorgfältig kreierten Bildkonstellationen sind eine Hommage an David Cronenberg. An den Look der stilvoll-makaberen Cronenberg-Alpträume fühlt man sich nicht zuletzt deshalb erinnert, da das Produktionsdesign von Carol Spier (stattete zehn Filme des Kanandiers aus) übernommen wurde. Das genretypische Drehbuch wurde von Del Toro nach einer Kurzgeschichte Donald A. Wohlheims verfaßt.
Die Story erzählt im vielversprechenden Prolog, wie New Yorks Kinder von einem tödlichen Virus befallen werden, der von der gemeinen Kakerlake übertragen wird. Die Insektenforscherin Susan Tyler (Sorvino) züchtet per DNA-Modifizierung eine sterile Judas-Spezies, die ihre lästigen Artgenossen vernichtet. Drei Jahre später stellt sich heraus, daß die Parasitenvertilger zu Menschengröße angewachsen sind und dank ausgezeichneter Mimikry primitiv-maskenhafte menschliche Gesichter und lange Mäntel imitieren können. Die kakophonisch mit ihren enormen Beißzangen knirschenden Mutationen nisten im U-Bahn-System der Stadt, und so kommt es schließlich denn auch in einem abgelegenen Schacht mit wunderschöner Glaskuppel zum konventionellen Abschlacht-Finale.
Wenn Sorvino von einem der geflügelten Monster gekrallt wird und in sein ekelerregendes Nest voller menschlicher Überreste getragen wird, dann ist dies der brillanteste der etlichen verstörenden Schockmomente. Del Toro, Besitzer eines Special-Effects-Shops, weiß die vorherrschende, schmierig-schmutzige Tristesse des Untergrundsystems mit morbiden Impressionen von Blutrot zu kontrastieren. Schleimbedeckte, riesige Eisäcke, abgerissene menschliche Extremitäten (selbst Kinder bekommen Saures), aufgespießte Insekten, ein mit Maden bedeckter Killerkreatur-Kadaver - Del Toro reizt den Ekeleffekt bis zum Exzess aus. Damit setzt er sich aber auch den Fallstricken des Genres aus, und der formelhafte Showdown ist hart an der Grenze zur Lächerlichkeit. Humor ist in diesem todernsten Horrorfilm dünngesät, Charles S. Dutton als U-Bahnpolizist verbucht noch einige Lacher. Einen Anflug von Ironie erzeugt der Umstand, daß die Forscherin und ihr Mann (Jeremy Northon) im Gegensatz zu dem stetig sich fortpflanzenden Ungeziefer trotz Anstrengungen kinderlos bleiben. F. Murray Abraham mimt Tylers Mentor, der als Stimme der Vernunft gegen kriminell mit der Natur pfuschende Wissenschaft fungiert und dabei furchtbar gestelzte Dialogzeilen von sich geben muß. Ein wenig ergiebiger Subplot bezieht sich auf einen herzensguten Schuhputzer (Giancarlo Giannini) und seinen geistig zurückgebliebenen Enkelsohn (Alexander Goodwin), der mit Löffeln die grauenvollen Geräusche der Untiere nachahmt. Der ansonsten sehr effektiv Schauder erzeugende Soundtrack setzt bei der Präsenz des Jungen auf aufgesetzt ätherische Frauenchöre à la "Rosemaries Baby". Insgesamt ein packender Horrorthriller, der sein ganzes Potential nicht auszureizen weiß. ara.
| Darsteller: | Mira Sorvino | als Susan Tyler | |
|---|---|---|---|
| Jeremy Northam | als Peter Mann | ||
| Josh Brolin | als Josh | ||
| Giancarlo Giannini | als Manny | ||
| Charles S. Dutton | als Leonard | ||
| Alexander Goodwin | als Chuy | ||
| Alix Koromzay | als Remy | ||
| F. Murray Abraham | als Dr. Gates | ||
| Regie: | Guillermo Del Toro | ||
| Drehbuch: | Matthew Robbins | ||
| Guillermo Del Toro | |||
| Matthew Greenberg | |||
| John Sayles | |||
| Produzent: | Bob Weinstein | ||
| B.J. Rack | |||
| Ole Bornedal | |||
| Koproduzent: | Scott Shiffman | ||
| Michael Zoumas | |||
| Cary Granat | |||
| Richard Potter | |||
| Andrew Rona | |||
| Ausf. Produzent: | Michael Phillips | ||
| Buchvorlage: | Donald A. Wolheim | ||
| Kamera: | Dan Laustsen | ||
| Schnitt: | Patrick Lussier | ||
| Musik: | Marco Beltrami | ||
| Produktionsdesign: | Carol Spier | ||
| Tamara Deverell | |||
| Kostüme: | Marie-Sylvie Deveau | ||
| Ton: | Glen Gauthier | ||
Als britischer Superspion 007 hat Pierce Brosnan bereits vier Mal den Erdball gerettet. Doch der Ire kann auch anders. In dem Action-Thriller "Instant Karma" will der Schauspieler beweisen, dass er auch in zweiter Reihe glänzen kann.
Knallharte Stunts und atemberaubende Action-Szenen überlässt Brosnan nämlich Dwayne "The Rock" Johnson. Der Wrestling-Champ hat bereits in "The Scorpion King" unter Beweis gestellt, dass er die Arnie-Nachfolge als Muskelmann der Traumfabrik antreten kann.
Johnson spielt in "Instant Karma" einen Safe-Knacker, der einen Bruch zu viel geplant hat. Mit seinem letzten Coup schaufelt sich der Meisterdieb sein eigenes Grab. Lange muss Johnson allerdings nicht im Hades bleiben, denn magische Kräfte schicken ihn wieder auf die Erde zurück. Dort wandelt er nicht mehr als Mensch unter den Sterblichen. Dafür kann er die Gestalt von Tieren annehmen.
Neben Brosnan und Johnson werden Mira Sorvino ("Mimic"), David Alan Grier und Soul-QueenEartha Kitt in "Instant Karma" weitere Rollen übernehmen. Und auch die Sprecher für die Tier-Reinkarnationen sind nicht von Pappe: Burt Reynolds, Dom DeLuise ("Das Schweigen der Hammel") und Gene Wilder werden hinters Mikro treten.
Regisseur Paul Hernandez, der das Drehbuch geschrieben hat, inszeniert "Instant Karma". Bei der Animation der verschiedenen Tiergestalten wird er auf die Hilfe der CGI-Profis von Digital Domain zurückgreifen, die bereits für die Special Effects von "Titanic" verantwortlich zeichnen.
Wann die erste Klappe fällt, steht noch nicht fest.
Aristokraten, Gentlemen und untadelige Amtsinhaber aus der Viktorianischen Ära und anderen Epochen der britischen Geschichte bilden das...
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Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.