Clint Eastwood
Hilary Swank
Morgan Freeman
Regie: Clint Eastwood
Verleih: Studiocanal
Der alte Boxtrainer Frankie Dunn (Clint Eastwood) hat in seiner langen Laufbahn viele Talente kommen und besonders gehen sehen. Dabei hat er weder privat noch beruflich sonderlich viele richtige Entscheidungen getroffen. Nun steht die vom Schicksal gebeutelte Kellnerin Maggie (Hilary Swank) auf seiner Matte, wild entschlossen, Fressen zu polieren und Anerkennung zu finden. Nach gutem Zureden durch Kumpel und Ex-Preisboxer Eddie (Morgan Freeman) nimmt Frankie die zähe Dame unter seine Fittiche und entdeckt bereits nach kurzem Polieren einen Diamanten.
Hollywood-Urgestein Clint Eastwood altert wie guter Wein und lässt in diesem außergewöhnlichen Ringmelodram einmal mehr gebrochene Figuren mit den Schatten ihrer Vergangenheit ringen. Viel mehr als nur ein Box-Film!
Seid umschlungen Millionen: Nach seinem Triumph bei den Oscars tritt Clint Eastwoods Geniestreich zum Siegeszug in Deutschland an.
Für Oscars gibt es keine Begründung. Keiner weiß, warum die Mitglieder der Film Academy "Million Dollar Baby" die höchsten Ehren zuerkannten. Doch jeder kann es sich denken. Denn packende Dramen, die die Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz ausloten, sind rar geworden in Hollywood.
Clint Eastwoods Film gelingt es, die physische Dynamik von Boxfights mit einer psychologisch bewegenden Geschichte zu verbinden - ganz in der Tradition von "Rocky" oder "Wie ein wilder Stier". Anders als bei diesen Klassikern steht eine weibliche Kämpferin im Mittelpunkt, die aus bitterer Armut stammende Maggie Fitzgerald (Hilary Swank), die im Boxen die einzige Chance zu einer lebenswerten Existenz sieht.
Aber vorher muss sie den verbitterten Trainer Frankie Dunn (Clint Eastwood) überzeugen, sie als Schülerin anzunehmen. Aus der gegensätzlichen Paarung entsteht eine innige Beziehung, die zunächst zu sportlichen Höhepunkten führt, um dann eine erschütternde Wendung zu nehmen.
Filmemacher Eastwood entfaltet diese Geschichte mit einer erzählerischen Präzision und Klarheit, die an die legendären Regisseure Hollywoods erinnert. Stilsicher, ohne selbstzweckhafte Effekte bringt er die Qualitäten von Paul Haggis' Drehbuch zur Geltung und treibt seine Darsteller einschließlich sich selbst zu Glanzleistungen. Und als Regisseur gelingt ihm die beste Arbeit seiner Karriere.
| Darsteller: | Clint Eastwood | als Frankie Dunn | |
|---|---|---|---|
| Hilary Swank | als Maggie Fitzgerald | ||
| Morgan Freeman | als Eddie | ||
| Jay Baruchel | als Danger Barch | ||
| Mike Colter | als Willie Little | ||
| Lucia Rijker | als Billie | ||
| Brian F. O'Byrne | als Horvak | ||
| Anthony Mackie | als Shawrelle Berry | ||
| Margo Martindale | als Earline Fitzgerald | ||
| Riki Lindhome | als Mardell Fitzgerald | ||
| Michael Peña | als Omar | ||
| Benito Martinez | als Billies Manager | ||
| Bruce MacVittie | als Mickey Mack | ||
| David Powledge | als Mann am Tresen | ||
| Marcus Chait | als J.D. Fitzgerald | ||
| Regie: | Clint Eastwood | ||
| Drehbuch: | Paul Haggis | ||
| Produzent: | Clint Eastwood | ||
| Albert S. Ruddy | |||
| Tom Rosenberg | |||
| Paul Haggis | |||
| Ausf. Produzent: | Gary Lucchesi | ||
| Robert Lorenz | |||
| Buchvorlage: | F. X. Toole | ||
| Kamera: | Tom Stern | ||
| Schnitt: | Joel Cox | ||
| Musik: | Clint Eastwood | ||
| Produktionsdesign: | Henry Bumstead | ||
| Jack G. Taylor Jr. | |||
| Kostüme: | Deborah Hopper | ||
| Ton: | Walt Martin | ||
| Casting: | Phyllis Huffman | ||
Die Geschichte, die sich Clint Eastwoods langjähriger Kollege ausgedacht hat, scheint dem Star sehr zu gefallen.
Eigentlich wollte Clint Eastwood nicht mehr schauspielern - nun hat er seine Meinung geändert (Foto: Kinowelt)
Eigentlich sollte "Gran Torino" Clint Eastwoods letzter Leinwandauftritt sein. Doch nun sieht es so aus, als ob sich der Star erneut vor die Kamera stellt: Das Drehbuch zum Drama "Trouble With the Curve" von seinem langjährigen Produzenten und Kollegen Robert Lorenz scheint es Eastwood so angetan zu haben, dass er die Hauptrolle übernehmen möchte.
Die Geschichte handelt von einen alternden Baseball-Scout, der langsam erblindet und eine letzte große Scout-Reise mit seiner Tochter nach Atlanta unternimmt - eine weitere maßgeschneiderte Rolle für Clint Eastwood. Dies wäre dann auch seit langem ein Clint Eastwood-Film, bei dem "Dirty Harry" nicht selbst Regie führt. Das überlässt der Meister vertrauensvoll Regie-Debütant Lorenz, der schon viele Jahre für Eastwood als Produzent gearbeitet hat und unter anderem "Blood Work", "Hereafter - Das Leben danach", "Flags of Our Fathers" oder den kommenden "J. Edgar" produzierte.
Hinzu kommt, dass Clint Eastwood auch gerade Platz im Terminkalender hatte: Seine Neuverfilmung von "A Star Is Born" liegt derzeit auf Eis, da sich Hauptdarstellerin Beyoncé wegen Schwangerschaft abgemeldet hat. Die Umstände könnten also nicht besser sein und nun darf sich die Kinowelt auf einen weiteren - nun aber sicher wirklich letzten - wunderschönen Film mit dem "Million Dollar"-Mann freuen.
Hölzern, sympathisch, aber nicht frei von Zynismus - so der Charakter der meisten der von Clint Eastwood in seinen Filmen verkörperten...
Sie ist das "Million Dollar Oscar Baby" - nicht zuletzt dank Regie-Genie Clint Eastwood, in dessen Boxerdrama Hilary Swank all ihre Qualitäten...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.