"Verblendung": Journalist Mikael Blomqvist soll das Rätsel um ein vor 40 Jahren verschwundenes Mädchen lösen. Unterstützung erhält er dabei von der impulsiven Computerspezialistin Lisbeth Salander. "Verdammnis": Blomqvist recherchiert über Zwangsprostitution, als Salander unter Verdacht gerät, ihren ehemaligen Vormund und Vergewaltiger ermordet zu haben. "Vergebung": Die noch immer unter Mordverdacht stehende Salander wird angeschossen und vom Geheimdienst gejagt. Blomqvist versucht weiter, ihre Unschuld zu beweisen.

Die drei Teile der Verfilmung von Stieg Larssons "Millenium Trilogie", die bei ihrer posthumen Veröffentlichung zum internationalen Bestseller wurde. Für die filmische Umsetzung der von Themen wie Perversion, Scheinmoral und Hass sowie finsteren Familiengeheimnissen getragenen Thriller konnten mit Michael Nyqvist als Blomqvist und Noomi Rapace als Salander zwei hervorragende Hauptdarsteller gefunden werden, die sich als gegensätzliches Paar durch den Sumpf menschlicher Abgründe kämpfen.
| Darsteller: | Noomi Rapace | als Lisbeth Salander | |
|---|---|---|---|
| Michael Nyqvist | als Mikael Blomkvist | ||
| Regie: | Niels Arden Oplev | ||
| Daniel Alfredson | |||
Das wäre um ein Haar völlig schief gegangen!
Ganz normale Tortur: Daniel Craig bliebt trotz Ohnmacht cool beim Dreh zu "Verblendung" (Foto: Sony Pictures)
Regisseur David Fincher ist für ungewöhnliche Methoden und mitunter brutalen Realismus bekannt - siehe "Fight Club" und "Sieben". Darum hat er auch den Auftrag erhalten, die schwedische Kult-Krimitrilogie "Millennium" neu zu verfilmen, im typisch düsteren, bedrückenden Fincher-Stil.
Doch beim Dreh zum ersten Teil "Verblendung" wäre David Fincher beinahe zu weit gegangen. Denn er forderte von seinem Hauptdarsteller Daniel Craig alias Mikael Blomkvist, dass er eine Szene mit einer Plastiktüte über dem Kopf spielen sollte. Und das wäre, trotz Sicherheitsmaßnahmen, beinahe tödlich geendet:
"Daniel sollte mit einer Plastiktüte über dem Kopf durch die Luft gewirbelt werden", berichtet David Fincher. "Mein Stunt-Koordinator kam vor der Szene zu mir und sagte 'Daniel muss diesen kleinen Metall-Signalgeber in der Hand halten, falls er das Bewusstsein verliert!'. Denn das Ersticken zu schauspielern ist verdammt nah dran am wirklichen Ersticken. Als wir die Szene dann drehten und Daniel tatsächlich dieses Metallding in der Hand hatte, schaute ich gerade auf den Monitor, als ich plötzlich so ein 'Ting, ting, ting!' hörte - und als wir zu Daniel hin rannten, war er ohnmächtig! Im Produktionstagebuch las sich das später so: 'Daniel Craig durfte 15 Minuten früher gehen. Grund: Bewusstlosigkeit.'"
Daniel Craig selbst, der im US-Remake das Erbe von Original-Darsteller Michael Nyqvist antritt, blieb bei der ganzen Sache völlig gelassen: "Es war einfach nur ein weiterer ganz normaler Arbeitstag mit David Fincher…"
Das Ergebnis seines riskanten Einsatzes gibt's ab 12. Januar zu bestaunen, wenn "Verblendung" in die deutschen Kinos kommt.
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