Judith Engel
Horst-Günter Marx
Miroslaw Baka
Regie: Christoph Hochhäusler
Verleih: Royal
Nach einem Streit mit der überforderten Stiefmutter (Judith Engel) auf der Autofahrt durch Polen suchen die Geschwister Lea (Sophie Conrad) und Konstantin (Leo Bruckmann) bei einer Rast kurzerhand das Weite. Während die Mutter heimbraust und zunächst nicht wagt, ihrem Gatten (Horst-Günther Marx) von dem Vorfall zu berichten, stolpern die Kids nach einigen Umwegen einem scheinbar freundlichen Geschäftsmann mit unschönen Hintergedanken in die Arme.
Wie mangelhafte Kommunikation und fatale Fehleinschätzungen immer schwerwiegendere Folgen nach sich ziehen, beschreibt Christoph Hochhäusler in ruhigen, ästhetisch anspruchsvollen Einstellungen. Der Abschlussfilm von der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen wurde unverkennbar von "Hänsel und Gretel" beeinflusst.
Moderne "Hänsel und Gretel"-Adaption: Eine überforderte Stiefmutter setzt ein Geschwisterpaar im polnischen Wald aus, wo sie an einen Gelegenheits-Entführer geraten.
Die Geschwister Lea (Sophie Conrad) und Konstantin (Leo Bruckmann) verstricken sich mit ihrer Stiefmutter Sylvia (Judith Engel) in deren Auto in eine harmlose Streiterei. Als Sylvia in Polen Halt macht und die Kinder vorübergehend an die Luft setzt, um in Ruhe eine Zigarette zu rauchen, sind Lea und Konstantin bei ihrer Rückkehr verschwunden.
Ihr Vater Josef (Horst-Günther Marx) macht sich schließlich auf die Suche nach den beiden, die derweil im Wald einen Lieferwagen mit Lebensmitteln gefunden und sich davon bedient haben. Als sie von dem Besitzer gefunden werden und der im Fernsehen von einer Belohnung für die Kinder hört, hat er eine clevere Idee.
Christoph Hochhäusler siedelte seinen Abschlussfilm an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen irgendwo zwischen "Hänsel und Gretel" und "Die Nacht des Jägers" an. "Milchwald" ist eine märchenhafte Geschichte mit verstörendem Verlauf, bei dem Kommunikationsprobleme und Meinungsverschiedenheiten eine Spirale immer schwerwiegenderer Vergehen in Gang setzen.
Hochhäuslers Bilder sind kunstvoll komponiert, bestehen aus langen Einstellungen, verzichten auf Großaufnahmen und geben farblicher Symbolik Raum.
| Darsteller: | Judith Engel | als Sylvia Mattis | |
|---|---|---|---|
| Horst-Günter Marx | als Josef Mattis | ||
| Miroslaw Baka | als Kuba Lubinski | ||
| Sophie Charlotte Conrad | als Lea Mattis | ||
| Leo Bruckmann | als Konstantin Mattis | ||
| Gerd Beyer | als Kollege | ||
| Harald Richter | als Kollege | ||
| Dr. Rudolf Csermely | als Prüfer | ||
| Monika Pietsch | als Lehrerin | ||
| Anne Langenickel | als Valerie | ||
| Paul Kaersten | als Edgar Weil | ||
| Karl-Fred Müller | als Polizist | ||
| Regie: | Christoph Hochhäusler | ||
| Drehbuch: | Christoph Hochhäusler | ||
| Benjamin Heisenberg | |||
| Produzent: | Clarens Grollmann | ||
| Mario Stefan | |||
| Frank Döhmann | |||
| Anke Scheib-Krause | |||
| Koproduzent: | Leander Carell | ||
| Sándor Mohácsi | |||
| Horst Knechtel | |||
| Henryk Romanowski | |||
| Kamera: | Ali Gözkaya | ||
| Schnitt: | Gisela Zick | ||
| Musik: | Benedikt Schiefer | ||
| Produktionsdesign: | Maximilian Lange | ||
| Kostüme: | Birgit Kilian | ||
| Ton: | Thorsten Bolzé | ||
| Casting: | Florian Neubauer | ||
| Uwe Bünker | |||
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